Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
328
Update: RWE AG St. und E.ON SE

Steuerrückerstattung für Energieversorger

Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden. Und das zur Freude der Energieversorger. Denn diese können nun mit einer Steuerrückerstattung in Milliardenhöhe rechnen.
Die Versorger-Aktien feiern das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Brennelementesteuer. Die Karlsruher Richter haben entschieden, dass die von 2011 bis 2016 kassierte Steuer nicht mit dem Grundgesetz vereinbar und somit nichtig ist. Die Energieversorger dürfen nun mit einer Steuerrückerstattungen in Milliardenhöhe rechnen. Analystenschätzungen gehen von einer Rückzahlung von rund 2,5 Mrd. Euro für E.ON und etwa 1,7 Mrd. Euro für RWE aus. Mit dem Geld könnten die Stromkonzerne Schulden abbauen oder Sonderzahlungen an die leidgeprüften Aktionäre ausschütten. Die Kurse beider Unternehmen kletterten prompt um jeweils mehr als 6%. Ob und in welcher Höhe Steuern zurück erstattet werden, bleibt abzuwarten. Analyst Emmanuel Retif vom Investmenthaus Raymond James weist darauf hin, dass eine komplette Steuerrückzahlung unwahrscheinlich sei. Alternativ müssten die Konzerne eventuell die Lagerung und Entsorgung der Brennelemente zahlen. Insofern öffne das Urteil die Tür für langwierige Verhandlungen mit der Bundesregierung.

Empfehlung: Wer investiert ist, sichert die Gewinne nun ab. Der StoppLoss wird auf 7,40 Euro für E.ON und 16,30 Euro für RWE angehoben.

Meist gelesene Artikel
  • Zum Zwecke der Wirtschaftsspionage

Britische Geheimdienste verkaufen sensible Daten

Britische Geheimdienste verkaufen gesammelte Daten an Dritte. Copyright: Picture Alliance
Die britischen Geheimdienste verkaufen in großem Umfang anlasslos gesammelte Daten. Darunter sind auch sehr sensible Informationen. Auch deutsche Unternehmen mit Bezug zu Großbritannien müssen sich sorgen.
  • Ausländische Finanzportale locken mit hohen Zinsen für Tagesgeld

Finanzportale bieten hohe Zinsen

Neuartige Finanzportale wie Weltsparen, Zinspilot und Savedo bieten hohe Zinsen auf Festgeld, indem sie deutsche Sparer an Banken im EU-Raum vermitteln. Anleger sollten darauf achten, ihre Risiken zu minimieren...
  • Produktcheck

Jyske Stable Strategy schafft, was der Name verspricht

Der Jyske Invest Stable Strategy ist ein klassischer Mischfonds. Er legt den Fokus auf besonders risikoarme, aber dennoch lukrative Anlagestrategien. Damit gelingt dem Fondsmanagement eine beachtliche Durchschnittsrendite.
Neueste Artikel
  • Keine Lösung für die britische Provinz in Sicht

London pokert um die Zukunft Nordirlands

Was passiert mit Nordirland beim Brexit?
Die Brexit-Verhandlungen sind auch Ausschlag gebend für das Schicksal Nordirlands. Wird die britische Provinz durch eine harte Grenze isoliert, droht wirtschaftlich der Absturz und innenpolitisch heiße Auseinandersetzungen und Gewalt. London pokert hoch.
  • US-Wirtschaft

Widersprüchliche Konjunktursignale aus den USA

Quelle: Phily-Fed, New York
Die Daten, die aus der US-Wirtschaft kommen, senden widersprüchliche Signale aus. Vor allem die Arbeitslosenzahlen setzen Fragezeichen. Das wird die Grundhaltung der neuen FED-Führung beeinflussen.
  • Venezuela bedient seine Schulden nicht mehr

Caracas muss auf den Ölpreis hoffen

Venezuela ist zahlungsunfähig. Das Land kann Anleihen nicht bedienen. Hohe Schulden hat die Regierung bei Russland und China. Im nächsten Jahr dürften weitere Anleihen nicht bedient werden. Es gibt aber einen Hoffnungsschimmer.
Zum Seitenanfang