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Digitalisierung beim Mittelstand

Bremsklotz IT-Kenntnisse

Mittelständler wollen sich vielfach digitalisieren, aber mangelnde IT-Kenntnisse bremsen. Dabei sind die wichtigsten Digitalisierungsprojekte in KMU leicht umsetzbar.
Der deutsche Mittelstand wird bei der Digitalisierung auf absehbare Zeit nur langsame Fortschritte machen. Kleine Unternehmen, Handwerksbetriebe und Selbstständige haben das Thema „Industrie 4.0“ zwar auf der Tagesordnung. Die Umsetzung in die Praxis ist aber problembehaftet. Kosten und IT-Kenntnisse im Unternehmen sind die beiden größten Bremsklötze für die Digitalisierung. Zwei von drei Unternehmen (67%) beklagen, dass sie nicht ausreichend IT-Kompetenz im Hause haben, um solche Projekte umzusetzen. Daneben sind für 62% der Unternehmen der Datenschutz und hohe Investitions- und Betriebskosten (59%) Projekt-Killer. Dabei halten drei von vier KMU Digitalisierung für notwendig und sehen darin Chancen für ihr Unternehmen. Viele KMU arbeiten noch am Grundstein für ihre Digitalisierung. Vier von fünf Unternehmen haben im vergangenen Jahr in die Bildung von IT-Kenntnissen investiert. Im Durchschnitt setzt ein Unternehmen mit zehn Beschäftigten für meist kleinere Projekte 10.000 Euro p.a. ein. Das wird auch in den kommenden Jahren so bleiben, so die KfW. Die hat KMU nach ihren Investitionsabsichten befragt. Bei ihren Digitalisierungs-Vorhaben sind Mittelständler klar fokussiert. Über 80% wollen mit digitalen Prozessen vor allem die Produktivität steigern – also Kosten und Zeit sparen. Nur jedes zweite Unternehmen sieht die Notwendigkeit oder Chance, auf digitalen Kanälen neue Geschäftsmodelle zu betreiben. Wichtigster Ansatzpunkt in der KMU-Digitalisierung bleibt die Verwaltung. Das hat die aktuelle Reinhold Würth Handwerks-Studie ermittelt. Dazu zählt vor allem das Rechnungsmanagement, Buchhaltung, Termin- und Reisekoordination. Dafür gibt es inzwischen viele nützliche Hilfsmittel und gute Software. In diesem Bereich ist für KMU von Vorteil, dass die heutigen Auszubildenden „digital natives“ sind. Sie kennen die Möglichkeiten, können sich diese auch schnell erarbeiten.

Fazit: Lassen Sie sich nicht unter Zeitdruck setzen und in überdimensionierte „4.0-Projekte“ treiben. Das kann schnell viel teurer werden als ein angemessenes Projekt mit Verstand und Ruhe umzusetzen.   

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