Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1042
Keine Gestaltung mit Falschrechnung

Einkommensteuer kaum gestaltbar

Geschäftsführende Gesellschafter können ihre persönliche Einkommensteuerlast nicht mit variierenden Gehaltszahlungen optimieren.
Geschäftsführende Gesellschafter können ihre persönliche Einkommensteuerlast nicht mit variierenden Gehaltszahlungen optimieren. Das ist der Kern eines aktuellen Urteils des Bundesfinanzhofes (BFH-Urteil vom 14.4. 2016, veröffentlicht am 27.7., Az. VI R 13/14). Der Fall: Der alleinige Gesellschafter arbeitete auch als Geschäftsführer der GmbH. Er erzielte dadurch Einkünfte aus nichtselbständiger Tätigkeit. Bei einer Betriebsprüfung stellte der Prüfer unter anderem fest, dass Tantiemen und Urlaubsgeld für den Geschäftsführer drei Jahre lang zu hoch berechnet worden waren. Deshalb wurde die zu viel gezahlte Summe zurückgefordert (Rückzahlung an die GmbH).

Zu hohe Tantiemen und Urlaubsgelder

Der Haken: Die Gehaltsrückzahlung mindert zwar die Einkommensteuer, weil die Einkünfte niedriger waren. Allerdings ist der Zeitpunkt der Gehaltsrückzahlung relevant für die Berechnung der Steuer. Die Einkommensteuer wird also nicht rückwirkend für das Jahr berechnet, in dem sie angefallen wäre. Eine Verteilung des zu viel gezahlten Einkommens auf andere Jahre ist nicht zulässig.   Diese Regelung gilt im Grundsatz auch für Lohn- oder Gehaltszahlungen an Arbeitnehmer. Dazu gehören auch irrtümliche Überweisungen des Arbeitgebers (Arbeitslohn). Die Rückzahlung von Arbeitslohn ist erst im Zeitpunkt des tatsächlichen Abflusses einkünftemindernd zu berücksichtigen.

Fazit: Das Urteil schränkt die Gestaltungsmöglichkeiten bei der Gehaltszahlung für GmbH-Geschäftsführer ein. Variierende Zahlungen je nach erwarteter Gewinn- und Einkommensteuer (mal höher, mal niedriger) sind nicht machbar.

Meist gelesene Artikel
  • Juristische Hindernisse stehen nach Zeitungsbericht im Weg

M.M. Warburg: Cum-Ex-Mitarbeiter bleiben vorerst an Bord

Seit vielen Monaten ist die Hamburger Privatbank M.M. Warburg mit der juristischen Aufarbeitung des Cum-Ex-Skandals belastet. Die Geister, die sie rief, wird sie nun nicht los.
  • Die Sozialstaats-Lobby ist viel zu mächtig

Deutschlands verkehrte Welt

FUCHSBRIEFE-Herausgeber Ralf Vielhaber. © Verlag FUCHSBRIEFE
Unser Staat gängelt die Leistungsträger und bemuttert die Leistungslosen. Bedingungsloses Grundeinkommen: Der Name ist Programm. Noch wurde es im Gesetzgebungsverfahren abgelehnt. Doch schon das Bürgergeld führt in die falsche Richtung.
  • "Wir machen Qualität im Private Banking transparent"!

FUCHS|RICHTER: 20 Jahre und kein bisschen leise

20 Jahre FUCHS|RICHTER Prüfinstanz. © erstellt mit Canva
20 Jahre und kein bisschen leise – die FUCHS|RICHTER Prüfinstanz feiert Jubiläum. Seit 20 Jahren machen Fuchsbriefe Verlagschef Ralf Vielhaber und der geschäftsführende Gesellschafter des IQF, Dr. Jörg Richter, Qualität im Private Banking transparent. Es profitieren nicht nur vermögende Privatanleger, sondern auch Stiftungen und Kleinanleger.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • TOPs 2023, Auswahlrunde, Mirabaud & Cie, Banquiers Privés

Ausführliche Beratung bei Mirabaud mit einem Aber…

Wie schlägt sich Mirabaud & Cie im Markttest TOPS 2023? © FUCHS | RICHTER Prüfinstanz, Verlag Fuchsbriefe
„Mit Mirabaud zusammenzuarbeiten heißt, auf einen soliden und konstanten Partner, Expertenwissen in allen Anlagebereichen, ein operatives Management und administrative Leistungen zählen zu können.“ Wer so auf den Seiten des Wealth Managements von Mirabaud begrüßt wird, hat automatisch hohe Erwartungen an die Leistungsfähigkeit des Schweizer Vermögensverwalters. Was noch bewiesen werden muss…
  • In Fokus: Dänische Aktien

Solide Skandinavier

Hafen in Kopenhagen, Dänemark. © fotoVoyager / Getty Images / iStock
Während sich das konjunkturelle Klima in Europa eintrübt, kann Dänemark noch immer mit guten Aussichten punkten. Dänische Aktien sind daher für Anleger sehr attraktiv. FUCHS-Kapital sieht sich darum näher an der Kopenhagener Börse um.
  • Interview mit Rechtsanwalt Klaus Rotter, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht, München

Ombudsleute im Private Banking wenig gefragt

© RA Klaus Rotter
Rechtsanwalt Klaus Rotter sieht nach wie vor keine messbare Tendenz zur Kundenzentrierung in der Bankberatung. Nach wie vor würden für fertige Produkte die passenden Kunden gesucht und nicht umgekehrt, passende Produkte für Kunden entwickelt. "Zumal nach wie vor zweifelhafte Finanzprodukte wie Zertifikate, in großem Stil an Bankkunden empfohlen werden", meint Klaus Rotter zu Elke Pohl im Interview für die FUCHS|RICHTER Prüfinstanz.
Zum Seitenanfang