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Energieeffizienz kostengünstig steigern

Förderprogramme: Das gibt’s fürs Energiesparen

Energiesparen mit Programm | © Getty
Die Bundesrepublik bietet zahlreiche Förderprogramme, um Energiespar-Investitionen zu unterstützen.
Für Unternehmen bieten sich Chancen, die Energieeffizienz kostengünstig zu steigern. Der Staat fördert entsprechende Unternehmens-Investitionen. Die zahlreichen Förderungen sind teilweise kombinierbar. Wir haben die wichtigsten bundesweiten Programme für Sie zusammengetragen. Daneben gibt es weitere Programme der Länder.
  • Investitionen in hocheffiziente Querschnittstechnologien. Hier fördert ein Programm der BAFA. Gemeint ist Technik, die in verschiedenen Produktionsbereichen zum Einsatz kommt, etwa Elektromotoren, Pumpen, usw. Förderung gibt es ab Investitionen von 2.000 Euro. Der Zuschuss kann bis zu 30.000, für ganze Systeme bis 100.000 bzw. 150.000 Euro bei Pumpensystemen betragen. Der Fördersatz für KMU liegt bei 30% der förderfähigen Kosten. Bei größeren Unternehmen sind es 20%. Technische Effizienzkriterien entscheiden über die Förderfähigkeit.
  • Investitionsmehrkosten für energieeffiziente Produktionsverfahren. Sie fördert der „Energieeffizienzfonds“ des BMWi. Und zwar mit bis zu 20%. Die Mehrkosten errechnen sich als Differenz zu technisch vergleichbaren Investitionen, die weniger effizient wären. Bedingungen: Investitionskosten von mindestens 50.000 Euro. Erforderliche Einsparungen: 100 kg CO2 pro Jahr pro 100 Euro Investition. Energieeinsparung von mindestens 5 %. Der Zuschuss beträgt maximal 1,5 Mio. Euro.
  • Stromsparen nach dem Windhundrennen-Prinzip. Der Effizienzwettbewerb STEP up! ist ein eigenartiges Förderinstrument. Die Unternehmen, die am meisten Strom pro Förder-Euro einsparen können, gewinnen den Wettbewerb und erhalten eine Förderung. Die anderen gehen leer aus. Die Teilnahmebedingungen sind recht kompliziert.
  • KfW-Kredite. Auch die Kreditanstalt für Wiederaufbau fördert Investitionen in Energieeinsparung. Verschiedene Programme bieten zinsgünstige Kredite für den Energie-effizienten Bau oder die Sanierung von Gewerbegebäuden, für Effizienz-Maßnahmen in der Produktion sowie für die Nutzung von Abwärme. KfW-Kredite können nur über die Hausbank beantragt werden.

Fazit: Es gibt leider einen Dschungel an Effizienz-Förderprogrammen. Die meisten Unternehmen werden ein passendes Programm finden, wenn sie Investitionen planen. Eventuell ist eine Kombination mit einem Landesförderprogramm möglich.

Hinweis: Die Förderdatenbank des BMWi bietet einen schnellen Überblick über mögliche Programme unter http://tinyurl.com/c6xsxkk

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