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Bern prüft Potenzial und bereitet Ausschreibung vor

Autobahn-Überdachung mit Solarzellen in der Schweiz

Installation einer Solaranlage. © Marina Lohrbach/Fotolia
Die Schweiz treibt ihre Pläne voran, Photovoltaik-Anlagen über den Autobahnen zu bauen. Das Schweizer Energieministerium hat das Straßenbundesamt mit einer konkreten Prüfung möglicher Streckenabschnitte beauftragt. Die Strecken sollen danach ausgeschrieben werden.

Das Schweizerische Energieministerium konkretisiert seine Pläne, Autobahnen der Alpenrepublik mit Photovoltaik-Anlagen zu überdachen. Dazu hat das Ministerium das Straßenbundesamt (Astra) damit beauftragt zu prüfen, welche Autobahnabschnitte dafür geeignet sind. Theoretisch kommen alle Strecken infrage, die nicht im Tunnel verlaufen. Das sind etwa 1.300 von gut 1.500 km. Realistisch dürften aber nur um die 700 km sein. Die geeigneten Flächen werden anschließend ausgeschrieben. Zusätzlich zu den PV-Modulen könnten auch bestehende Lärmschutzwände mit Solarzellen bestückt werden.  

Diverse Pilotprojekte wurden bereits angestoßen. Das Unternehmen Energypier will in Fully (Kanton Wallis) einen 1,6 km langen Abschnitt mit 40.000 Solarpanels überdachen und mit Windturbinen versehen. Die Schweiz plant einen Atomausstieg bis 2034 und mit der Energiestrategie 2050 eine Verringerung der CO2-Emissionen, allerdings ohne ein Nullemissionsziel anzustreben.

Fazit: Bis zum Ergebnis der Prüfung wird noch ein wenig Zeit vergehen. Wir erwarten aber, dass die Schweiz anschließend die Solarzellen-Überdachung von Autobahnen ausschreiben wird. Unternehmen aus dem Sektor könnten prüfen, ob solche Projekte als Aufträge lukrativ sind.
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