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Konkurrenz um Personalnachwuchs

Unternehmen: Abwerbungen nehmen zu

Die Konkurrenz um jüngere Mitarbeiter nimmt zu. Je nach Branche variiert die Abwerbe-Intensität.
Die Suche nach Personalnachwuchs konzentriert sich immer stärker auf Young Professionals. Die Gruppe der gut bis hoch qualifizierten 20- bis 30-Jährigen mit ersten tieferen Berufserfahrungen wird von Unternehmen heiß umworben. Das zeigt sich z. B. an der Anzahl der Job-Angebote, die diese Gruppe bekommt. Im Durchschnitt bekamen Young Professionals im Jahresverlauf zuletzt 3,6 Offerten von anderen Unternehmen – unabhängig davon, ob sie auf Jobsuche waren oder nicht. Vor zwei Jahren lag die Zahl noch bei 2,5. Zudem dauert der Nachbesetzungsprozess in Unternehmen länger. Je nach Branche variiert die Such- und Abwerbeintensität deutlich. In der IT und auch im Maschinenbau ist sie relativ hoch. In der Finanzindustrie oder im Medien- und Beratungsbereich dagegen gering. Allerdings ist das Risiko, dass Mitarbeiter ihren Arbeitgeber verlassen, genau in diesen Branchen besonders hoch. Das ist ein Ergebnis des aktuellen trendence Young Professional-Barometers. Die Abwerbe-Erfolge von Unternehmen sind durchwachsen. Insbesondere in den Branchen mit heiß umworbenen Mitarbeitern sind sie eher gering. Die hohe Job-Zufriedenheit steht einem Arbeitgeberwechsel oft im Weg. Zudem sind Rekrutierungen der adressierten Mitarbeiter vergleichsweise teuer. Die sinkende Mobilität mit zunehmendem Alter bremst das Personalkarussel spürbar. Arbeitgeber können zwar mit Gehalt, Firmenwagen, Kita-Platz usw. locken. Die Umzugsbereitschaft sinkt bei vielen Arbeitnehmern ab 30 Jahren aber insbesondere nach der Familiengründung. Wichtiger als ein Firmenwagen ist ein passender Job für den Lebenspartner. Einige Unternehmen schärfen bei der Rekrutierung darum ihren Blick über die eigene Branche hinaus. Rekrutierungsversuche verlagern sich in Branchen, die von einer hohen Unzufriedenheit der Mitarbeiter geprägt sind. Diese rührt einerseits vom brancheninternen Wettbewerb her. Andererseits wird sie von Mitarbeitern oft mit der schlechten Führung durch Vorgesetzte begründet. In jedem Fall erhöht Job-Unzufriedenheit die Wechselbereitschaft enorm. Solche Mitarbeiter suchen siebenmal häufiger aktiv eine alternative Stelle.

Fazit: Der demographische Wandel, verbunden mit dem verstärkten Ausscheiden älterer Arbeitnehmer, wird die Konkurrenz um jüngere Mitarbeiter verstärken. Die Suche nach wechselwilligen Mitarbeitern aus anderen Branchen kann sich lohnen. Eine spezielle Fortbildung ist dabei oft preiswerter als ein dickes „Abwerbe-Paket“.

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