Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
2803
Ausländische Kunden stets überprüfen

Teuren Fehler bei der Umsatzsteuer vermeiden

Netzwerke. © imaginima / Getty Images / iStock
Das umsatzsteuerliche Reverse-Charge-System in der EU hat etwas Geniales. So zahlt nämlich jeder Unternehmer nur den Vorsteuersatz, der in seinem Land gilt. Egal, woher die Lieferung oder Dienstleistung kommt. Für den Leistenden gilt folgerichtig Umsatzsteuerbefreiung für seine Ausgangsrechnung. Doch was, wenn der Kunde doch kein Unternehmer (mehr) ist?

Unternehmer mit Auslandskunden sollten deren Unternehmer-Status regelmäßig überprüfen. Sonst laufen sie Gefahr, in eine böse Steuerfalle zu tappen. Denn das umsatzsteuerliche Reverse-Charge-System in der EU hat etwas Geniales. So zahlt jeder Unternehmer nur den Vorsteuersatz, der in seinem Land gilt. Egal, woher die Lieferung oder Dienstleistung kommt. Für den Leistenden gilt folgerichtig Umsatzsteuerbefreiung für seine Ausgangsrechnung.

Umsatzsteuerbefreiung hängt an der Unternehmereigenschaft des Kunden

Wenn ein ausländischer Geschäftspartner aber doch kein Unternehmer (mehr) ist, wird es teuer. Denn wer die Umsatzsteuerbefreiung für die Rechnung an seinen Auslandskunden zu Unrecht in Anspruch nimmt, zahlt voll drauf. Dann fordert das Finanzamt die 19% bei ihm ein. Das Problem: Unternehmer können den Schaden regelmäßig nicht nachträglich von ihrem Geschäftspartner eintreiben. Damit geht die Steuerbelastung voll auf die Marge. Das kann so manches gute Geschäft völlig verhageln. 

Verlassen Sie sich nicht auf Aussagen von Geschäftspartnern. Die Unternehmereigenschaft kann u. U. nie bestanden haben, sondern wurde möglicherweise nur behauptet. Oder sie kann im Zeitverlauf entfallen oder entzogen worden sein. Die Folge: Ein Ex-Unternehmer (oder gar Betrüger) zahlt keine Umsatzsteuer auf die Ware oder Dienstleistung, die er bekommen hat. 

Lösung: Eine Abfrageroutine

Sicherheit in dieser Frage bietet eine einfache Abfrageroutine. Das Bundeszentralamt für Steuern unterhält eine europaweit tagaktuelle Unternehmerdatei. Im Internet kann somit leicht und einfach die vom ausländischen Kunden angegebene UST-ID-Nummer überprüft werden. Wird die Gültigkeit verneint, müssen vor Rechnungsstellung alle Alarmglocken angehen. Falls das Geschäft schon abgewickelt wurde, muss die deutsche Umsatzsteuer auf die Rechnung.

Fazit: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser - und lohnt sich bei Geschäften mit ausländischen Partnern. Prüfen Sie schon vor der Geschäftsanbahnung, spätestens aber vor Rechnungsstellung, ob ihr Partner wirklich Unternehmer ist. Blindes Vertrauen in die Unternehmereigenschaft ausländischer Kunden kann sehr teuer werden.

https://www.bzst.de/DE/Unternehmen/Identifikationsnummern/Umsatzsteuer-Identifikationsnummer/AuslaendischeUSt-IdNr/auslaendische_ust_idnr_node.html


Meist gelesene Artikel
  • Fuchs trifft Pferdchen, Der Geldtipp-Podcast, Teil 34

Unsere internationalen Aktien fürs Leben

Geldtipp-Podcast. ©SpringerNature
Nach den deutschen Dauerläufern stellen Pferdchen und Fuchs in der 34. Folge des Geldtipp-Podcasts die internationalen Aktien vor, die langfristig in ein ausgewogenes Depot gehören. Sie diskutieren, wie sich die Auswahlkriterien für ausländische und für heimische Titel unterscheiden.
  • Was sind die Fuchsbriefe? - In 2 Minuten erklärt

Fuchsbriefe Scribblevideo mehr als 213.000 Mal gesehen

© Verlag FUCHSBRIEFE
Hammer: Unser Scribble-Erklärvideo zum Fuchsbrief wurde inzwischen mehr als 200.000-mal angeschaut – genau waren es am 29. Februar 213.318 Abrufe. Hochgeladen hatten wir den gezeichneten Film vor 8 Monaten. Somit ergeben sich 26665 Abrufe pro Monat oder 889 pro Tag. Darauf sind wir stolz! Der Film wurde gezeichnet vom Team um Carsten Müller und dauert 02:21 Minuten. Worum geht es?
  • Trusted Wealth Manager 2024 – Vertrauenswürdige Vermögensverwalter

Die meisten Vermögensverwalter in Deutschland verdienen Vertrauen

Trusted Wealth Manager 2024. © Verlag FUCHSBRIEFE
Wer ist als Vermögensmanager vertrauenswürdig? Die FUCHS | RICHTER Prüfinstanz wertet wie im immer zum Jahresbeginn ihr laufendes Monitoring «Trusted Wealth Manager» aus. Und da gibt es 2024 viel Positives zu berichten!
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Climate Action 100+ hat große Investoren verloren

US-Investoren verabschieden sich von ESG-Anlagen

Drei große US-Investoren haben ESG-Investments den Rücken gekehrt. BlackRock, StateStreet und JP Morgen haben sich aus der Investment-Initiative Climat Action 100+ verabschiedet. Der Exodus der institutionellen Anleger hält damit an. FUCHSBRIEFE analysieren, was hinter der Abkehr steht.
  • Fuchs plus
  • Abwasser-Krimi in Teslas Gigafactory

Subventionen für E-Autos schaffen gigantische Überkapazitäten

Die hohen staatlichen Subventionen für E-Autos führen zu erheblichen Marktverzerrungen. So lässt BYD in China seine eigenen Autos zu, damit sie als verkauft gelten. Außerdem will das Unternehmen massiv auf dem europäischen Markt expandieren. Zugleich türmen sich die Probleme bei Tesla in Grünheide. Einerseits verschifft das Unternehmen seine Überproduktion an E-Autos nach Asien, andererseits entwickelt sich ein Abwasser-Krimi in der Gigafactory.
  • Fuchs plus
  • Unternehmensfinanzierung auf dem Hochplateau

Stabile Zinsen, hohe Kredithürden

Für Unternehmen wird es in den kommenden Monaten schwierig bleiben, Finanzierungen zu beschaffen. Zwar geht die Inflation weiter zurück, die Zinsen aber bleiben stabil. Auf der anderen Seite stellen die Banken weiter hohe Kredithürden auf.
Zum Seitenanfang