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Wer keine Infos gibt, darf sich nicht beschweren

Vor dem OLG Stuttgart kreuzte Wilkinson die Klingen mit Wettbewerber Gillette. Ein Vergleichstest von Nassrasierern durch die Stiftung Warentest erregte die Gemüter. Es gab einen klaren Sieger vor Gericht.

Wer gegenüber Produkttestern Informationen zurückhält, darf sich hinterher nicht über Bewertungsabschläge beschweren. Das haben die Richter des OLG Stuttgart (Urteil vom 05.04.2018, Az. 2 U 99/17) gerade in einem Streitfall zwischen den Rasierklingen-Herstellern Wilkinson Sword und Gilette festgestellt.

Wilkinson Sword hatte vor dem OLG Stuttgart gegen vermeintlich irreführende Werbung protestiert. Bei der Stiftung Warentest erreichte Konkurrent Gillette den besten Platz. Der Klingenhersteller ließ sich die Chance natürlich nicht entgehen und warb stolz mit dem Ergebnis: „Laut Stiftung Warentest – Die 5 besten Rasierer kommen von Gillette". Das Modell „Hydro 5" von Wilkinson kam erst auf den sechsten Platz.

Wilkinson Sword klagte, der Stiftung Warentest seien grobe Fehler unterlaufen. So hätten alle 32 Testpersonen jeden Rasierer nur zweimal genutzt und dabei keine Eingewöhnungsphase gehabt. Zudem nutzten die Testpersonen bei jeder Rasur neue Klingen. Die Wilkinson-Klingen hätten aber eine Teflon-Beschichtung, die sich erst im Verlauf der ersten Rasur entferne, so dass die Klingen erst dann ihre optimale Schärfe erreichten.

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