Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
428
Personalpolitik mit Ruheständlern

Rentner sind keine echte Reserve

In der Öffentlichkeit ist jetzt viel von Rentnerreserve die Rede, um den Fachkräftemangel zu lindern. Aber wer Rentner beschäftigt muss in der Personalpolitik unbedingt einige Punkte beachten.
Viele Betriebe gehen mit falschen Überlegungen an die Aktivierung ehemaliger Mitarbeiter im Ruhestand. Bei Nachwuchsproblemen oder wenn es um den Erhalt von Wissen im Betrieb geht, ist diese Strategie keine echte Lösung. Denn ihr Personaleinsatz lässt sich nur begrenzt einplanen. Eine Million Menschen im Rentenalter sind heute immer noch berufstätig. Die Reserve beträgt derzeit theoretisch rund 17 Millionen. Reaktivierte Rentner sind hilfreich, um Spitzen abzufangen und vorübergehend Lücken zu schließen. Außerdem können Sie mit dem Einsatz von Rentnern Personalkosten senken. Die meisten verfügen über eine gute Qualifikation und lange Berufserfahrung. Wissenserhalt und Kundenbindung spielen ebenfalls eine Rolle. Aber: Trotz des hohen Bildungsniveaus übernehmen Ruheständler oft nur einfache Jobs. Sie wollen Aufgaben mit geringer Verantwortung. Denn: Ungünstige Arbeitszeiten vermeiden Ruheständler gerne. Es besteht ein hohes Interesse, die Arbeit mit der Freizeit zu vereinbaren. Soziale Kontakte sind wichtig, das Gefühl, gebraucht zu werden. Auch Freude an der Arbeit oder geistige Fitness sind häufige Beweggründe. Aber auch finanzielle Motive spielen eine Rolle: Bei jedem Dritten reicht die Rente nicht zum Leben. Die Betriebe könnten die Rentner noch stärker fordern. Etwa die Hälfte der arbeitenden Rentner ist selbständig tätig. Weit verbreitet sind Teilzeit und Minijobs, zwei Drittel sind geringfügig beschäftigt.

Fazit: Vor allem in kleinen Betrieben erweisen sich die Rentner als treue Arbeitskräfte. Den Fachkräftemangel lindern sie bestenfalls, sie heilen ihn nicht.

Meist gelesene Artikel
  • Auswertung Vermögensstrategie TOPS 2018

Raiffeisen Privatbank kommt oft ohne Begründungen aus

Mit insgesamt 74,9 Punkten in allen vier Wertungskategorien erreichte die Raiffeisen Privatbank Liechtenstein AG ein Gut und Platz 16 in der Gesamtwertung.
Die Raiffeisen Privatbank in Liechtenstein sendet uns ein präzises Protokoll mit den Inhalten des Gesprächs während unseres Besuchs, danach einen Strategievorschlag mit einem Anlagevorschlag für das neue Portfolio. Dabei bleiben jedoch einige Fragen offen;  in einem Aspekt arbeitet das Haus dann aber wieder vorbildlich. 
  • Ausblick 2018

Es läuft (zu) rund

Wenn es dem Esel zu gut geht, dann geht er auf's Eis. Diese Gefahr besteht derzeit wieder. Es läuft rund in der Weltwirtschaft und die Unternehmen haben mächtig Rückenwind bei Zinsen und immer noch auf der Währungsseite. In solchen Zeiten werden die größten Fehler gemacht.
  • Aktien

Neue Hochs voraus

Die US-Notenbank wird 2018 ihre Zinsen wohl anheben und die Anleihenkäufe reduzieren. Das wird nicht spurlos an den Aktienmärkten vorbeigehen.
2018 beginnt vielversprechend. Der Dow wird von den Auswirkungen der Steuerreform getrieben, der DAX fährt in seinem Windschatten. Die Rally des Vorjahres wird fortgesetzt. Im Verlauf des Jahres dürfte es jedoch turbulenter zugehen.
Neueste Artikel
  • Die Baisse ist beendet

Die Industriemetalle erholen sich

Seit Juni 2017 ziehen die Preise für Rohstoffe wieder an. Nachfrage und Spekulation erzeugen einen neuen Aufwärtstrend.
  • Mächtige Überraschung

China hält den Kurs

Das Datenpaket aus Peking lieferte letzte Woche Zahlen und Daten über Prognosen für die wirtschaftliche Entwicklung Chinas. Eine Zahl fällt dabei jedoch aus dem Rahmen.
Zum Seitenanfang