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Risiken in der Lieferkette

In vielen Unternehmen ist das Bewusstsein für Risiken in der globalen Lieferkette zu wenig ausgeprägt - eine Sorglosigkeit, die teuer werden kann.
Viele Verantwortliche in Unternehmen unterschätzen das Ausmaß von Risiken in der globalen Lieferkette. Dabei übersehen sie häufig, dass auch vermeintlich kleine Ereignisse in entlegenen Teilen der Welt enorme Folgen haben können. Ein Beispiel: Die Flutwelle in Thailand im Dezember 2004 führte urplötzlich zu einem monatelangen Zusammenbruch der Versorgung der Automobil- und IT-Industrie mit elektronischen Bauteilen. Die Folge: Hewlett-Packard verlor 2 Mrd. Dollar, NEC strich 10.000 Stellen weltweit. Laut Global Risk Report 2016 des Weltwirtschaftsforums gibt es drei Hauptrisiken. So sind vor allem Migrationsströme, extreme Wetterereignisse und Naturkatastrophen sowie zwischenstaatliche Konflikte als Risikofaktoren zu bedenken. Daneben gibt es unternehmerische Risiken, die sich aus der globalen Arbeitsteilung ergeben. Ein Überblick:
  • Globalisierung: Weltweit beschaffte Waren/Dienstleistungen erschweren die Kontrolle.

  • Geografische Konzentration: Viele Industriesektoren gruppieren sich in bestimmten Gebieten. Störfälle an einem Ort können somit weltweite Auswirkungen haben.

  • Komplexität: Viele Partner im Liefernetzwerk mit mehr Komponenten und Produktvarianten komplizieren Prognosen.

  • Optimierung: Konzepte wie Just-in-Time und Just-in-Sequence führen zu effizienteren Lieferketten (Supply Chains), erhöhen aber das Risiko wegen geringer Lagerbestände.

  • Begrenzte Perspektive: Die meisten Mitarbeiter sehen nur Teilaspekte ihres Jobs. Wichtig ist aber, die ganze Lieferkette zu überblicken.

  • Information: Selbst IT-Systeme von Konzernen sind oft nicht weltweit harmonisiert. Das führt zu Intransparenz, verspäteten Reaktionen bzw. falschen Annahmen.

Fazit: Die Globalisierung macht Unternehmen effizienter, aber in der eng getakteten Lieferkette auch anfälliger. Verschaffen Sie sich daher regelmäßig einen möglichst genauen Überblick über die Eintrittswahrscheinlichkeiten relevanter Risiken und stellen Sie Notfallpläne auf.

Hinweis: Welche Risiko-Maßnahmen Sie konkret ergreifen können, stellen wir Ihnen in einer unserer nächsten Ausgaben vor.

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