Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
832
Letzte Entscheidung beim BFH

Selbstzahlen schadet steuerlich

Zahlen Sie Krankheitskosten selbst, um Beitragsrückerstattung der Krankenversicherung zu erhalten, sind diese steuerlich ohne Belang.
Zahlen Sie Krankheitskosten selbst, um Beitragsrückerstattungen der Krankenversicherung zu erhalten, sind diese steuerlich ohne Belang. Sie werden weder als Sonderausgaben noch als ao. Belastung anerkannt, entschied das Finanzgericht Berlin-Brandenburg (Urteil vom 19. April 2017, Az. 11 K 11327/16). Wegen der grundsätzlichen Bedeutung ist die Berufung beim BFH aber möglich. Der Fall: Ein privat Krankenversicherter hatte Rechnungen teilweise selbst gezahlt. Damit wollte er seine Beitragsrückgewähr durch die Versicherung nicht gefährden. Die gezahlten Rechnungsbeträge machte er als Sonderausgaben geltend. Das Finanzamt erkannte die Zahlungen jedoch nur abzüglich der Beitragserstattung an. Dagegen klagte der Steuerzahler, weil er für ärztliche Behandlung mehr aufgewendet habe als die Erstattung ausmachte. Dies sei die Voraussetzung dafür gewesen, um die von seinem Versicherer gewährte Beitragsrückerstattung zu erhalten. Diese Aufwendungen seien deshalb als außergewöhnliche Belastungen zu berücksichtigen. Das Finanzamt wertete die Eigenzahlungen nicht als Sonderausgaben. Sie seien keine Beiträge im steuerlichen Sinn. Eine außergewöhnliche Belastung sah das Finanzamt nicht, weil die Kosten dem Steuerpflichtigen nicht zwangsläufig erwachsen. Ein Urteil nach dem Buchstaben des Gesetzes – und gegen die wirtschaftliche Vernunft. Denn mit der Zahlung sicherte sich der Steuerzahler nicht nur die Beitragsrückgewähr in dem einen Jahr, sondern auch in späteren.

Fazit: Eigenverantwortung und Kostensparen im Gesundheitswesen sind nicht gewünscht.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • In Kooperation mit Finanzoo

Anglogold verkaufen

Übereinandergestapelte Goldbarren. © Filograph / Getty Images / iStock
Unsere Spekulation auf einen steilen Anstieg der Gold-Aktien ist sogar noch weiter gelaufen. Die automatische Bilanzanalyse von Finanzoo zeigt nun aber an, dass die Aktie fundamental in die Überbewertung hineinläuft. Wir realisieren unseren Gewinn.
  • Fuchs plus
  • DIHK lädt zur Diskussion ein

Investitionsschutz für den Ukraine-Aufbau

Ukraine. © Harvepino / Getty Images / iStock
Noch tobt der Ukraine-Krieg, aber bereits jetzt gibt es Überlegungen, wie die Ukraine wieder aufgebaut werden kann. Für Unternehmen eine relevante Frage: Wie lassen sich Risiken abmildern? Um diese Fragen zu klären, lädt der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) Ende Januar zum Gespräch ein.
  • Deutschland muss einfacher werden

Wie der Fachkräftemangel zum Segen werden kann

FUCHSBRIEFE-Herausgeber Ralf Vielhaber
In Deutschland herrscht Personalnot. Zudem ist das Land überreguliert. Beides gehört zusammen. Wir und unsere Politiker werden dazu umdenken müssen. Je rascher desto besser, meint FUCHSBRIEFE-Herausgeber Ralf Vielhaber. Dann kann aus dem Fluch des Fachkräftemangels ein Segen für das Land werden.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • In Kooperation mit Finanzoo

Anglogold verkaufen

Übereinandergestapelte Goldbarren. © Filograph / Getty Images / iStock
Unsere Spekulation auf einen steilen Anstieg der Gold-Aktien ist sogar noch weiter gelaufen. Die automatische Bilanzanalyse von Finanzoo zeigt nun aber an, dass die Aktie fundamental in die Überbewertung hineinläuft. Wir realisieren unseren Gewinn.
  • Fuchs plus
  • Strompreise werden 2023 stark steigen

Zweiter Energiepreis-Schock für deutsche Unternehmen

Stromzähler Close-Up © ghazii / stock.adobe.com
Die Strompreise für Unternehmen werden in diesem Jahr stark steigen. Denn es laufen bremsende Sonderfaktoren aus und viele Unternehmen müssen ihre Verträge verlängern. Das wird die Kosten in einigen Branchen erheblich anheben. FUCHSBRIEFE haben sich eine tiefe Analyse der Allianz angesehen und zeigen die Folgen für Unternehmen und den Standort Deutschland auf.
  • Fuchs plus
  • Weniger als die Hälfte der Unternehmen nutzen die Forschungsförderung

Nutzen Sie die attraktive Forschungszulage

Stapel aus Euro-Münzen © weyo / Fotolia
Die Forschungszulage kann seit Anfang 2020 beantragt werden. Damit können forschende Unternehmen einen Teil ihrer Forschungsausgaben als Förderung erhalten.
Zum Seitenanfang