Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
820
Mitarbeitergewinnung in Kleinbetrieben

So gelingt die Neueinstellung

Unternehmen, die bei Neueinstellungen auf Empfehlungen von Mitarbeitern setzen, haben mehrere große Vorteile. Dennoch überrascht die Quote der Betriebe, die diese Chance systematisch nutzt.
Pfiffige Kleinbetriebe besetzen freie Stellen auffällig oft über persönliche Kontakte. Knapp die Hälfte aller Neueinstellungen kommt so zustande. Das zeigt die Stellenerhebung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Dazu passt: Knapp 2/3 aller Arbeitnehmer sehen in Aussagen von Mitarbeitern in Unternehmen eine absolut wichtige Information, ob sie sich bewerben oder eben nicht. Die Mundpropaganda ist ausgesprochen wirkungsvoll – und preiswert. Nur 5% der insgesamt vom Betrieb aufgewandten Recruiting-Kosten entfallen darauf. Kleinbetriebe stellen pro Jahr rund 1,8 Mio. Mitarbeiter neu ein. Die Idee ist simpel. Unternehmen nutzten ihr Netzwerk – die eigenen Mitarbeiter, Kundenkontakte, Hochschulkontakte oder Geschäftspartner – um eine Such-Offerte zu verbreiten. Je besser die Empfehlenden das Unternehmen kennen und hinter der Qualität des Jobangebots stehen, desto glaubwürdiger ist die Empfehlung. Es melden sich Bewerber, die besonders gut zum Unternehmen passen. Kaum ein Empfehlender wird sich die Blöße geben, einen leistungsschwachen Kandidaten als Mitarbeiter vorzuschlagen. Dennoch: Nur 15 bis 60% – je nach Untersuchung – nutzen das Instrument des Empfehlungsmarketings systematisch. Dabei nimmt die Dauer von Einstellungsverfahren durch Weiterempfehlungen ab; der Aufwand sowie die Kosten reduzieren sich. Zudem sind diese Mitarbeiter loyaler: Das Risiko, dass neue Mitarbeiter kündigen, ist um 15% geringer, sagen zumindest Studien aus den USA. Kleinbetriebe haben oft Schwierigkeiten bei der Personalsuche. Dies liegt an geringeren Einstiegslöhnen und ungünstigeren Arbeitsbedingungen. Aber es gibt auch Pluspunkte: Kleinbetriebe bieten oftmals unbefristete Arbeitsverträge und die Aufgaben sind anspruchsvoller, weil die Tätigkeiten nicht so zergliedert sind wie in größeren Betrieben.

Fazit: Der Kleinbetrieb, der zufriedene und stolze Mitarbeiter hat, kann auf die Mund-zu-Mund-Propaganda setzen.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Reduzierte Arbeitszeit ist kein Urlaub

Arbeitszeitverkürzung statt Urlaub geht nicht

Urlaub ist in jeder Beziehung was Besonderes, das meinte das Bundesarbeitsgericht (BAG) schon vor sechzig Jahren. Die Richter formulierten schon damals: „Das Interesse des Arbeitgebers sind gesunde und arbeitsfreudige Arbeiter". Diese Ideen verfolgen die Gerichte unverdrossen bis zum heutigen Tag.
  • Fuchs plus
  • LGT Bank (Österreich) AG, TOPS 2020: Beratungsgespräch

Fürstliche Beratung in Wien

Wer bei der elitären LGT – dem Family Office des Fürstenhauses von Liechtenstein – abgehobene Berater vermutet, die einen „kleinen" Studenten nicht ernst nehmen, der irrt sich. Wobei natürlich Studenten mit einem Vermögen von 1,5 Millionen Euro wahrscheinlich auch hier nicht die Norm sind. Tatsache ist, dass fachlich und menschlich beim Kontakt in Wien ziemlich viel richtig gelaufen ist.
  • Fuchs plus
  • Die Grünen bestimmen die politische Ausrichtung der Regierung

Der heimliche Mitregent

CO2-Steuer oder CO2-Bepreisung - was hilft besser bei der Reduktion ? © Picture Alliance
CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer dreht gerne politische Pirouetten. So ganz weiß man nie, wo sie in der Drehung anhält. Bei der CO2-Steuer vollführt sie gerade eine 180-Grad-Meinungswende. Wider besseres Wissen.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Aufwertung durch schwachen Euro

Interventionsgefahr beim Schweizer Franken

Der schwächelnde Euro wird zum Problem für den Schweizer Franken. Der Aufwertungsdruck wird die notenbank zum Handeln zwingen. Dazu kommt eine abkühlende Konjunktur.
  • Fuchs plus
  • Die großen Spekulanten haben sich eingedeckt

Silber stößt an einen Widerstand

Der Preis für das Edelmetall Silber ist bis knapp an die 16 Dollar-Marke geklettert. Hier muss der Preis jetzt einen Kurswiderstand überwinden, damit es weiter nach oben geht. Doch viele große Händler sind jetzt anders positioniert als vor einigen Wochen. Anleger sollten das beachten.
  • Fuchs plus
  • Der kurzfristige Aufwärtstrend ist noch intakt

Beim Kaffee konkurriert das Wetter mit der Technik

Die Kaffee-Ernte in Brasilien wird über die künftigen Preise entscheiden. Copyright: Pixabay
Beim Kaffee scheinen die Eindeckungskäufe spekulativ eingestellter Händler abgeschlossen. Sie trieben in den letzten Wochen den Kaffeepreis an. Doch nun zählen andere Faktoren.
Zum Seitenanfang