Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
0,00 €
7015
Der Unternehmensmarkt im Juli 2019

Die Preise sind ausgereizt

Im Unternehmensmarkt ist wieder ordentlich Bewegung. Die Zinspolitik der Notenbanken treibt die Nachfrage an. Doch an entscheidender Stelle tut sich aus Verkäufersicht nur noch wenig.

Der Unternehmensmarkt bekommt die konjunkturelle Abkühlung und die Zinswende der Notenbanken zu spüren. Beide Einflussfaktoren wirken dabei in unterschiedliche Richtungen. Die Zahl der Unternehmenstransaktionen ist deutlich rückläufig. Als Gründe werden von den großen M&A-Kanzleien politische Unsicherheiten (Zollstreit, Brexit), staatliche Interventionen und unsichere Konjunkturbedingungen genannt.

Zwischen den Branchen gibt es bezüglich der Nachfrage merkliche Verschiebungen. Ausreißer nach oben ist die Baubranche, in der besonders viele Übernahmen zu verzeichnen waren. Das ist allerdings auch eine spätzyklische Branche. Auch im Tech-Sektor ist die Anzahl der Übernahmen gestiegen.

Zinspolitik treibt Unternehmensmarkt an – Preise bleiben hoch

Die Zinspolitik wird die M&A-Aktivitäten in den kommenden Monaten allerdings beflügeln. Insbesondere wenn es zu mehreren Zinsschritten in den USA nach unten kommt – für 2019 werden immerhin noch zwei Senkungen erwartet – verbessern sich die Finanzierungsbedingungen wieder deutlich. Das wird auch die Nachfrage nach Unternehmenskäufen wieder anschieben.

Die Preise dürften in diesem Umfeld weiter relativ hoch bleiben. Einerseits verdien(t)en viele Unternehmen in der Spätphase des Konjunkturzyklus sehr gut. Andererseits treibt Andererseits treibt das die Preise weiter an. Etliche Unternehmen wachsen in diesem Umfeld nur noch durch Zukäufe.

Vervielfacher haben ihre Höhepunkte erreicht

Angesichts des erreichten Niveaus haben die Vervielfacher aber kaum noch Luft nach oben. Selbst in der boomenden Baubranche klettern die Multiplikatoren nicht weiter. Abseits der Ballungsräume fallen sie sogar leicht. Besonders gefragt sind im Zuge der größer werdenden Öko- und Umweltschutzwelle (Stichworte CO2-Steuer, Klimawandel) Unternehmen aus dem Clean-Tech-Sektor. Im Mittelfeld des Spektrums liegen weiterhin Maschinen- und Anlagenbau und Logistikunternehmen mit Multiplikatoren um 7 bis 8. Am teuersten sind Pharma- und Softwareunternehmen (Multiple 10-11).

Fazit:

Die Preise am Unternehmensmarkt bleiben hoch. Sie werden aber in den nächsten sechs Monaten nicht mehr steigen.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • US-Infrastrukturpaket wird Kupferpreis beleben

China-Nachfrage treibt den Kupferpreis jetzt schon

China-Nachfrage treibt den Kupferpreis jetzt schon. Copyright: Pixabay
Zwei Faktoren beeinflussen den Kupferpreis immer stärker. Einerseits wird die Nachfrage in den USA mit dem Infrastrukturpaket anziehen. Andererseits ist Chinas Rohstoffhunger weiterhin ungestillt. Der nächste Preisschub bei Kupfer ist nur eine Frage der Zeit.
  • Fuchs plus
  • Baumwoll-Bullen reiten los

Baumwollpreis zieht an

Die Nachfrage nach Baumwolle zieht an. Copyright: Pixabay
Hohe Nachfrage, geringeres Angebot und Trockenheit, die die Aussat verzögert - diese Eckdaten bewegen aktuell den Baumwollpreis. Summa summarum sorgt die Konstallation dafür, dass die Baumwoll-Bullen losziehen.
  • Fuchs plus
  • BNP Paribas Wealth Management, Stiftungsmanagement 2021, Qualifikation

Ignoranz pur

Wie schlägt sich die BNP Paribas im Markttest Stiftung? Copyright: Verlag Fuchsbriefe
Es gibt Anlagevorschläge bzw. -ideen, die sich ganz auf die Wünsche der Deutschen Kinderhospiz Stiftung einstellen, es gibt solche, die dies teilweise tun - und es gibt den Vorschlag des PNB Paribas Wealth Managements.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Wirtschaftliche Schwäche schlägt durch

Rubel abwärts

Wladimir Putin. Copyright: Pixabay
Russlands politische und wirtschaftliche Strukturen hindern die Wirtschaft an nachhaltigem Wachstum. Und das in vielerlei Hinsicht. Das schlägt auf den Rubel durch. Und führt ihn zurück auf den langfristigen Grundtrend.
  • Fuchs plus
  • CMC Markets

Viel Licht und ein blinder Fleck

Wie schlägt sich CMC Markets im FUCHS-Broker Test 2021? Copyright: Verlag Fuchsbriefe
Der Pionier für den privaten Online-Devisen und CFD-Handel beeindruckt uns erneut mit seiner wieder weiterentwickelten Trading-Plattform. Technisch ist CMC in der Spitzenklasse unterwegs, bei den Kosten auch Top. Trotzdem reicht es wieder nur für das Mittelfeld.
  • Fuchs plus
  • Konjunktur-Aussichten kurz- und langfristig trübe

Japan impft im Schneckentempo

Die Aussichten in Japan verdunkeln sich. Copyright: Pexels
Das deutsche Impftempo wird zurzeit heftig kritisiert. Doch wer wirklich ein Land sehen will, dass sich im Schneckentempo gegen die Pandemie stemmt, der muss seinen Blick nach Japan wandern lassen. Das trübt die Aussichten für Konjunktur und Währung ein.
Zum Seitenanfang