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Piaggio & C. S.p.A.

E-Roller treiben an

Wenn die Temperaturen steigen, wechselt so mancher das Auto gegen eine zweirädrige Maschine. In dieser Branche ist die E-Mobilität schon weiter verbreitet als bei Automobilen. Die meisten E-Roller kommen aus China. Die Italiener von Piaggio wollen dabei nun kräftig nachholen.

Im Frühling schwärmen sie wieder aus – die Zweiräder. Auch für Motorradfreunde beginnt nun die schönste Zeit des Jahres. Auf der Landstraße und immer öfter in den Städten sind Rollerfahrer unterwegs. Anders als bei Automobilen sind bei den Zweirädern inzwischen die elektrisch betriebenen Varianten schwungvoll auf dem Vormarsch. Der Markt für e-Scooter und -Roller hat sein Nischendasein verlassen. Das Gros der nahezu geräuschlosen Scooter kommt derzeit noch aus China, meist von Herstellern wie Niu oder Doohan. Doch Europas größter Zweiradhersteller Piaggio hat seit September eine Elektro-Variante seines Erfolgsrollers „Vespa" im Programm und möchte damit den Abstand auf die asiatische Konkurrenz deutlich verkleinern. Der italienische Fahrzeughersteller produziert verschiedene Mofas und Motorroller (Aprillia, Berbi, Gilera, Laverda und Moto Guzzi). In Deutschland kommt Piaggio auf einen Marktanteil von ca. 8%.

Die E-Version des Erfolgsmodells Vespa ist seit November 2018 in Europa zu haben. In diesem Jahr soll der Verkauf des Elektro-Scooters auf die USA und Asien ausgeweitet werden. Bereits mit den klassischen Benzinern treffen die Italiener den Nerv der Konsumenten. In Asien (vor allem auf dem indischen Subkontinent) hat der Roller-Absatz hohe Zuwachsraten. 2018 verkaufte Piaggio knapp 604.000 Zweiräder weltweit (+9,2% ggü. Vj.). In Asien kletterten die Verkäufe um 18%, in Indien wurden sogar 41% mehr Fahrzeuge abgesetzt. Insgesamt wuchs der Konzernumsatz um 4,3% auf 1,389 Mrd. Euro. Der Nettogewinn stieg um 80% auf 36,1 Mio. Euro.

Die Aussichten sind vielversprechend. Für das vergangene Jahr verdoppelt Piaggio seine Dividende von 5,5 Cent auf 9 Cent je Aktie. Der Kurs der Aktie bewegt sich seit rund zehn Jahren in einem intakten Seitwärtstrend zwischen 1,50 Euro (Unterstützung) und etwa 3,00 Euro (Widerstand). Im aktuellen Börsenkurs sind die guten Aussichten aber noch nicht vollständig eingepreist. Langfristig orientierte Anleger kaufen ein.

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Kennzahlen

Kursentwicklung

Umsatz (2018)*: 1,39 Mrd.

Gewinn je Aktie (2018)*: 0,1007

Marktkapitalisierung*:825,2 Mio

KGV (2020e): 15,32

Div.-Rendite: 3,81%

* in EUR

Empfehlung: kaufen

Kursziel: 3,30 EUR, Stop-Loss: unter 1,77 EUR (Börse Mailand)

ISIN: IT 000 307 326 6 | Kurs: 2,36 EUR

Kurschance: 39% | Verlustrisiko: 25%

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