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Innovation für den Straßenbau

Abgefahren: Straßen aus Plastikmüll

Plastik für die Straße der Zukunft | © Getty
Straßen mit Bitumenoberfläche könnten schon bald von gestern sein. Eine holländische Firma will geschreddertes Plastik für den Straßenbau einsetzen.
Eine Technik-Innovation könnte den Straßenbau binnen weniger Jahre revolutionieren. Schon bald könnten Straßen aus recyceltem Plastikabfall gebaut werden. Das würde ganze Branchen umkrempeln. Erdacht hat sich die Idee, Straßen aus Plastik zu bauen, eine Unternehmensgruppe aus Holland. Das technische Konzept ist bestechend einfach. Plastikabfälle werden geschreddert, eingeschmolzen und zu Straßenmodulen (Hohlkammerprofile) gepresst. Beteiligt an dem Entwicklungskonsortium ist neben Total auch KWS, ein holländisches Infrastrukturunternehmen mit Fokus auf Straßenbau. Die technischen und wirtschaftlichen Vorteile der modularen Plastikstraße scheinen enorm. Einerseits wird Plastikmüll wiederverwendet. Hinzu kommt, dass die Straßenmodule aufgrund des benutzten Werkstoffs echte Leichtgewichte sind. Sie wiegen nur ein Viertel einer vergleichbaren Asphalt-Straße je Quadratmeter. Zudem ist die Haltbarkeit sehr hoch. Laut Unternehmen ist die erwartete Lebensdauer einer Plastikstraße drei Mal so lang wie die einer herkömmlichen Straße.   Die Auswirkungen auf etliche Branchen könnten gravierend sein. Das Konzept würde den Straßenbau revolutionieren; es könnte enorme Kosten im Unterbau der Wege sparen. Die modulare Bauweise würde die Bauzeit um bis zu 70% verkürzen, glauben die Entwickler. Die modulare Hohlkammerbauweise könnte auch das Abwassermanagement radikal verändern. Regenwasser kann im Inneren der Straßenmodule gespeichert und langsam an die Umwelt abgegeben werden. Das könnte die Kanalisation und Abwasserwerke entlasten, Kommunen viel Geld sparen. Auch die Elektromobilität könnte von der Innovation profitieren. In den Hohlräumen der Straßenmodule können neben den üblichen Rohren und Leitungen auch Induktions- und Ladeschleifen eingebaut werden. Zudem ließen sich die Straßen einfach mit diversen Sensoren zur laufenden Verkehrssteuerung bestücken (traffic management). Selbst Reparaturen dieses Straßentyps wären relativ einfach. Beschädigte Module könnten einfach vollständig ausgetauscht werden.     Die Entwickler der Plastikstraße wollen bis zum Jahresende einen Prototyp herstellen und testen. Zunächst sollen Radwege gebaut werden. Die Produktion vollwertiger Verkehrswege ist das Endziel. Dem Vernehmen nach gibt es bereits erste Kommunen, die sich für dieses Wegekonzept interessieren und sich auch als Test-Kommunen angeboten haben.

Fazit: Möglicherweise betroffene Branchen, voran der Straßen- und Tiefbau, sollten sich frühzeitig mit den Auswirkungen auf ihr eigenes Geschäft auseinandersetzen.

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