Hinweis
Bitte beachten Sie, dass es am Samstag, den 07.08.2021 von 9:00 bis voraussichtlich 12:00 Uhr wegen Wartungsarbeiten zu Beeinträchtigungen kommen kann. Wir bitten um Ihr Verständnis!
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
0,00 €
1669
Auf dem Weg zum E-Euro

Kampf um die Geldhoheit

Die EZB denkt intensiv über den E-Euro nach. Vorige Wochen haben die Geldhüter dazu ein Papier vorgelegt. Darin sind Ziele definiert, die ein digitaler Euro erreichen könnte. Das Papier zeigt aber auch, worum es der EZB eigentlich geht.
Die Europäische Zentralbank bastelt weiter am E-Euro. Dazu haben die Währungshüter in der vorigen Woche einen umfassenden Bericht vorgelegt. Darin haben sie zunächst sieben Ziele definiert, die mit einem digitalen Euro erreicht werden könnten. Dazu gehören das Vorantreiben der Digitalisierung, die Stabilität des Zahlungsverkehrs bei Cyberattacken und das Fördern der internationalen Rolle des Euro. Etwas absurd: Sogar den CO2-Ausstoß will die EZB mit dem digitalen Euro mindern (das Thema ist überall en vogue). 

Ziele für einen E-Euro

Im Kern geht es der EZB mit der Schaffung eines digitalen Euro vor allem darum gehen, ihren Einfluss und ihre Machtposition hinsichtlich der Währungshoheit zu wahren. Denn in dem Maße, wie das Vertrauen in staatliche Papierwährungen schwindet, wächst das Interesse an Alternativen. Von denen gibt es mit den blockchain-basierten Kryptowährungen schon einige. Sehr ernst nehmen die Währungshüter aber auch den privaten Vorstoß von Facebook, mit Libra eine eigene Währung zu schaffen. 

Daneben gibt es auch in anderen Ländern Bestrebungen zur Einführung digitaler Währungen. China ist auf dem Weg bereits recht weit fortgeschritten. Die Sorge der europäischen Währungshüter ist, dass es eine neue globale Geldkonkurrenz geben könnte. Digitale Währungen könnten es vor allem Unternehmen, aber auch Privatanlegern ermöglichen, global ihre Vermögen in andere Währungen zu tauschen.

Fazit: Die EZB wird das Projekt E-Euro vorantreiben und versuchen, mit China Schritt zu halten. Strategisch geht es den Währungshütern darum, Herr des Geldes in Europa zu bleiben. Nur wenn das gelingt, können sie noch Geldpolitik betreiben.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Ziegel und Beton für Häuslebauer

Wienerberger profitiert vom Bauboom

Wienerberger profitiert vom Bauboom. Copyright: Pexels
Ein Effekt der Pandemie ist, dass im ländlichen Bereich inzwischen viel mehr investiert wird. Wienerberger ist weltweit der größte Ziegelproduzent für Ein- und Zweifamilienhäuser sowie europäischer Marktführer bei Tondachziegeln. Die Aktie profitiert vom Bauboom.
  • Fuchs plus
  • Licht mieten, Geld und C02 sparen

Beleuchtung clever mieten

Intelligente, energieeffiziente und CO2-sparende Beleuchtungsmodernisierung hat als Mietmodell zahlreiche Vorteile. LED-Beleuchtung senkt messbar die Kosten und verringert den Unterhaltsaufwand. Mieter schonen das Kapital und sind immer auf dem aktuellsten Stand der Lichttechnik.
  • Australien profitiert von China

Bemerkenswerte Erholung in Down Under

Australien profitiert von China. Copyright: Pexels
Australiens Wirtschaft ist bislang auf klarem Erholungskurs. Dennoch bleiben die Währungshüter zurückhaltend in Bezug auf Zinserhöhungen. Die damit entstehende Zinserwartung sollte dem AUD zumindest sehr viel Stabilität verleihen.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Wie die neue deutsche Regierung europäische Politik gestalten wird

Vorerst führungslos

Die Bundestagswahl steht an – und sie ist nicht nur für Deutschland, sondern auch für Europa von Bedeutung. Angela Merkel, die in den vergangenen 16 Jahren maßgeblich die Geschicke Europas mitbestimmt hat, verabschiedet sich in den Ruhestand. Eine neue Regierung wird an die Macht kommen. Wie wird sie die deutsche Europa-Politik weiterentwickeln?
  • Der Fünf-Jahres-Plan soll nicht im Spieltrieb untergehen

Mehr Bildung per Dekret in China

Mit welchem Vorlauf wurde in den westlichen Gesellschaften durch Bildung die industrielle Revolution vorbereitet? Xi Jinping jedenfalls wartet nicht mehr darauf, dass sich die alternde, chinesische Gesellschaft aus eigenem Antrieb verbessert. Er braucht dringend gute Ingenieure für das sog. "Hard-Tech", also eigene Chips, Mars-Touren, Marine, Schienennetze, sparsame vernetzte E-Autos, Roboter, Biotech und vieles mehr. Nach monatelangen Vorgesprächen wird dem Volk der Kopf gewaschen.
  • Fuchs plus
  • Kurs des Corona-Impfstoffherstellers kennt derzeit nur eine Richtung

BioNTech hat noch so einiges in der Pipeline

Im Zuge der Corona-Pandemie erlebte die Aktie des Impfstoffherstellers BioNTech einen rasanten Aufstieg. Der Börsenwert übersteigt den realen Unternehmenswert mittlerweile bei weitem. Allerdings hat BioNTech noch weitere vielversprechende Projekte in der Pipeline. Wie sollen Anleger damit umgehen?
Zum Seitenanfang