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Steuerhinterziehung

USA: Die neue Nr. 1 für diskretes Geld

Die USA kämpfen gegen undeklarierte Gelder in anderen Staaten. Sie selbst mausern sich zur größten Steueroase der Welt.
Die USA sind inzwischen die größte Steueroase der Welt. Während um die Panama-Papers ein Riesenwirbel gemacht wurde, bauen die USA ihr Geschäft mit diskreten Geldern aus. Pikant: Die Aufdeckung des Panama-Skandals war maßgeblich von der Stiftung des US-Milliardärs George Soros finanziert worden. Allein im Agrarstaat South Dakota hat sich die Zahl der Trusts in den letzten zehn Jahren von 20 auf 86 erhöht. Dort sind 226 Mrd. Dollar gebunkert, weiß die NZZ. US-amerikanische Finanzfirmen werben schamlos um undeklarierte Gelder aus dem Ausland. US-Kongressabgeordnete hätten sich noch 2011 erfolgreich gegen das Vorhaben der Regierung gewandt, Zinszahlungen auf ausländische Vermögen offenzulegen, schrieb die Zürcher Zeitung. In Vorträgen von US-Kanzleien werden die USA als größte Steueroase der Welt bezeichnet. Es bestehe vollste Vertraulichkeit und Sicherheit in Bezug auf Bank- und Steuerdaten. Vor allem aus Lateinamerika  fließen derzeit große Summen (über Miami) in die US-Finanzwelt. Während die USA mit der Brechstange gegen Banken vorgehen, die US-Staatsbürgern Beihilfe zur Steuerhinterziehung leisteten, halten sie sich von allen wichtigen internationalen Abkommen zum Datenaustausch fern. So haben sie den von der OECD massiv betriebenen Automatischen Informationsaustausch (AIA) nicht ratifiziert. Umgekehrt schreibt der Foreign Account Tax Compliance Act Investoren eine vollständige Offenlegung gegenüber den US-Steuerbehörden vor, wenn es einen US-Bezug gibt. Das kann schon der Besitz einer einzigen US-Aktie sein. Vor allem in der Schweiz sieht man das mit Verbitterung. Die USA haben die einstige Steueroase Schweiz quasi im Alleingang trockengelegt. Schweizer Banken zahlten 5,8 Mrd. Dollar an den US-Fiskus wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung. Das Offshore-Geschäftsmodell der Schweizer ist seitdem tot.

Fazit: Allein aufgrund ihrer wirtschaftlichen Machtposition dürfte die internationale Staatengemeinschaft es schwer haben, gegen die janusköpfige Politik der USA vorzugehen und sie in den internationalen Konsens einzubinden. Der ohnehin angeknacksten Position der USA als moralischer Instanz allerdings wird das weiteren Schaden zufügen.

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