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Die Folgen der US-Handelspolitik fürs Währungssystem

Handel runter, Dollar rauf

USA | USD
Irrationale Handelspolitik

Sinkende US-Defizite werden den Dollar tendenziell stärken. Umgekehrt werden die Währungen der bislang Überschüsse erzielenden Handelspartner wie China oder Eurozone eher leicht abwerten, wenn deren Überschüsse sinken. Mit diesen ungewollten Effekten der eigenen Handelspolitik dürfte die auf den Abbau bilateraler Defizite fixierte Trump-Administration jetzt zunehmend konfrontiert werden.
Die Wettbewerbsposition der USA wird sich damit verschlechtern. Indes zählt für Trump wohl nur der innenpolitische Effekt. So erhielten die USA ausweislich der IWF-Daten zur Reservehaltung der Notenbanken 2017 durch den Aufbau von Dollarreserven im Ausland einen zinslosen und unbefristeten Kredit in Höhe von rund 780 Mrd. Dollar. Das entspricht rund 4% vom US-BIP und ist deutlich mehr als das zu finanzierende Defizit der Leistungsbilanz von rund 460 Mrd. Dollar: Dieser „geschenkte" Kredit wurde nicht voll ausgeschöpft.
Auf längere Sicht (>5 Jahre) wird die Rolle des Dollar als Reservewährung geschwächt. Denn das Vertrauen in die USA als Garant einer berechenbaren internationalen Ordnung schwindet. Und damit der praktische Wert von Dollar-Reserven.
Fazit: Die US-Wirtschaft kann die Verluste durch die mondsüchtige Handelspolitik derzeit verkraften. Entsprechend ändert sich auch nichts an unserem Dollar-Ausblick für die nächsten 4 bis 6 Quartale.

 

Lesen Sie auch: Bei den Emerging Markets tut sich was aus FUCHS-Devisen Nr. 18, 2018.

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