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Billiges hält „tote“ Unternehmen am Leben

Immer mehr Zombies unterwegs

picture alliance/Everett Collection
„Zombies" sind Firmen, die sich nur mit Krediten über Wasser halten, aber schon keine Gewinne mehr erwirtschaften. Sie bekommen dennoch immer weiter frisches Geld. Ihre Anzahl nimmt weltweit deutlich zu.

Unternehmen | Kredite
Immer mehr Zombies unterwegs

Die Anzahl der Zombie-Unternehmen wächst kontinuierlich und deutlich. Das sind Firmen, die sich nur mit Krediten über Wasser halten, aber schon keine Gewinne mehr erwirtschaften. Sie bekommen dennoch immer weiter frisches Geld und werden im Durchschnitt um 40% stärker gehebelt als ihre profitablen „Kollegen".
Seit den 1980er Jahren – dem Jahrzehnt der Japan-Krise– steigt ihr Anteil weltweit. 6% aller Unternehmen sind nach Aussage der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) „Zombies". Von den börsennotierten Unternehmen sind es 2,5% am Kapitalbestand.
Sie hemmen spürbar das Produktivitätswachstum. Nicht nur, weil sie selbst weniger produktiv sind, sondern auch, weil sie Ressourcen vereinnahmen, die damit produktiveren Unternehmen nicht zur Verfügung stehen. Die Folgen hat die BIZ aufgezeigt:
Steigt der Anteil von Zombies an der Weltwirtschaft um einen Prozentpunkt, sinkt das gesamtwirtschaftliche Wachstum um ca. 0,12%. Bei 6% Zombies sind wir schon bei 0,72% Wachstumsverlust p.a. weltweit.
Bei den Banken sinkt das Verhältnis von Marktwert zu Buchwert deutlich (auf 1,0).
Zombies drücken die Zinsen für gut geratete Firmen (und machen diese anfällig für unsinnige Investitonen).

Fazit

Aus einem solchen Teufelskreis gibt es bisher kein Entrinnen. Japan hat es bis heute nicht geschafft. Und ob es China gelingt, steht noch in den Sternen. Nun droht auch im Westen eine ähnlich schlechte Entwicklung.

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