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Subkontinent setzt auf Kohle

Indien will Steinkohle-Bergbau verdreifachen

Kohle. © philip_hens / Getty Images / iStock
Das bevölkerungsreichste Land der Erde Indien hat einen immer größeren Energiehunger. Den will Neu Delhi auch mit einer Energiequelle stillen, die in Europa inzwischen verpönt ist: Steinkohle. Dabei soll auch deutsche Technik helfen.

Die indische Regierung hat beschlossen, den Untertage-Abbau von Steinkohle binnen der nächsten fünf Jahre zu verdreifachen. Hintergrund: Indien ist ein sehr großer Kohleverbraucher, aber 95% der bisher abgebauten Kohle werden im Tagebau gewonnen. Diese Produktion lässt sich jedoch kaum noch steigern. Deshalb soll nun der Untertage-Abbau forciert werden, damit Indien seinen schnell wachsenden Strombedarf decken kann. Der Untertage-Abbau war bisher vernachlässigt worden, weil er viel teurer und zugleich mit hohen Unfallrisiken verbunden ist. 

Um die Untertage-Produktion zu steigern, benötigt Indien vor allem moderne technische Einrichtungen. Die können vielfach nicht selbst hergestellt werden. Das Kohle-Ministerium hofft nun auf ausländische Unternehmen. Dabei wird in Gesprächen gerade auch auf die deutsche Industrie gesetzt. Zugleich rechnet Delhi mit starker internationaler Kritik an der geplanten Steigerung des Kohleabbaus. 

Fazit: Der indische Premierminister Narendra Modi tritt ausdrücklich für die neue Kohle-Förderung ein. Denn ein Großteil der indischen Bevölkerung hat bislang nur sehr begrenzten Zugang zu elektrischer Energie.
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