Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
10290
Steuern

Kommunen droht Einnahmerückgang

Kommunen in Deutschland sind stark von der Gewerbesteuer abhängig. Sie macht 42% ihrer Einnahmen aus. Das macht die Kommunen wiederum anfällig für Konjunkturrückgänge. Die Gemeinden müssen dann mit Ausgabenverringerungen reagieren.

Die Kommunen müssen sich finanziell wieder auf deutlich schlechtere Zeiten einstellen. Denn der Konjunkturrückgang trifft sie deutlich. Die Kommunalfinanzen sind stark von den Gewerbesteuern abhängig. Knapp 42% aller Gemeindeeinnahmen bundesweit kommen aus der Gewerbesteuer. 2018 waren das fast 47 Mrd. Euro. Zweitgrößter Einnahmenblock ist der Anteil der Lohn- bzw. veranlagten Einkommenssteuer mit 37%. Diese Einnahmen sind stabiler und gehen erst bei steigender Arbeitslosigkeit zurück.

Seit 2013 hat die Hälfte der Gemeinden die Steuer erhöht – Kommunen sehr Konjunkturabhängig

Seit 2013 hat die Hälfte der Kommunen die Gewerbesteuer erhöht. 57% aller Gemeinden erreicht nun einen hohen Hebesatz von über 350, 14% sogar über 400. Der Anteil der Gewerbesteuer an den Einnahmen blieb dennoch fast unverändert. Denn die gute Konjunktur hat auch die Einnahmen aus anderen Steuern stark erhöht. Weil die Kommunen die Steuern nur langsam erhöhen und Nachbargemeinden üblicherweise ähnliche Hebesätze haben, kommt es kaum zur Abwanderung von Gewerbebetrieben.

Die Kommunen sind damit aber sehr konjunkturabhängig. Denn die Steuer wird aus den Unternehmensgewinnen errechnet. So führte die Weltwirtschaftskrise 2009 mit einem Konjunktureinbruch um 5% in Deutschland zu einem Einnahmerückgang der Gemeinden aus der Gewerbesteuer von 26%. Es dauerte bis 2012, bis die Einnahmen von 2008 wieder übertroffen werden konnten. Auch die aktuelle Flaute wird sich auf die Gemeindefinanzen auswirken. Geplante Gemeinde-Investitionen in Schulen und andere Infrastruktur werden daher gekürzt werden.

 

Fazit:

Die Kommunen müssen mit sinkenden Einnahmen rechnen. Das sind keine guten Voraussetzungen für die geplanten Investitionen der Gemeinden.

Neueste Artikel
  • Wochenbericht zu Projekt IX in KW 19: Aktive Akzente in ruhigem Marktumfeld

Spiekermann & Co. dominiert mit Rotation, DGK überzeugt mit Struktur

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Im Performance‑Projekt 9 (Stiftungsportfolio) reicht eine Handvoll Transaktionen aus, um deutliche Unterschiede zu erzeugen. Während das Benchmarkdepot vollständig passiv bleibt, greifen einzelne Vermögensverwalter gezielt ein. Struktur, Risikoappetit und selektiver Handel prägen die Woche. Konkrete Umschichtungen im sechsstelligen Bereich entscheiden über Out‑ und Underperformance – und machen Projekt 9 zu einem Lehrstück moderner Vermögenssteuerung. Erfahren Sie hier mehr.
  • Wochenbericht zu Projekt VIII in KW 19: Strukturqualität im Stresstest

Kaiser Partner, Spiekermann & Co. und DGK setzen sich vorne ab

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Im Performance‑Projekt 8 (vermögensverwaltende Fonds) entscheidet nicht das Timing, sondern die Architektur der Portfolios. Alle Vermögensverwalter verzichten vollständig auf Wertpapiertransaktionen – und dennoch öffnen sich klare Leistungsunterschiede. Während das Benchmarkdepot marktgetreu und stabil verläuft, nutzen einzelne Häuser ihre strategische Aufstellung deutlich besser. Wer mehr Rendite erzielt, zahlt mit höheren Schwankungen. Wer maximale Ruhe sucht, bleibt zurück. Lesen Sie hier.
  • Wochenbericht zu Projekt VII: Bewegung, Mut und Momentum im Private Banking

Gewinner der Woche: Kaiser Partner und A&Q setzen sich vom Feld ab

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Im Performance‑Projekt 7 (Private-Banking) nutzt ein Teil der Vermögensverwalter die Marktphase konsequent aus. Während das Benchmarkdepot ohne jeden Eingriff von der positiven Marktentwicklung profitiert, erzielen einzelne Häuser durch gezielte Allokationsentscheidungen deutlich höhere Vermögenszuwächse. Auffällig ist dabei: Sowohl aktives Handeln als auch disziplinierte Untätigkeit führen zu Outperformance. Der Unterschied liegt im Risikoprofil – und in der Qualität der Entscheidungen.
Zum Seitenanfang