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Nickel in Bewegung

Marktversorgung wird heftig diskutiert

Tagebau mit großen Maschinen. Copyright: Pexels
Am Rohstoffmarkt wird gerade eine "Preis-Frage" heiß diskutiert. Läuft der Nickel-Markt absehbar in ein Über- oder Unterangebot? Für beide Interpretationen gibt es nach den aktuellen Zahlen der International Nickel Study Argumente. Aber es kann nur in eine Richtung gehen.

Der Nickelpreis ist wieder heftig in Bewegung. Noch Anfang September handelte Nickel mit etwa 20.375 US-Dollar je Tonne auf dem höchsten Stand seit zehn Jahren. Nun drücken Gewinnmitnahmen den Preis auf das wichtige Unterstützungsniveau bei 18.000 Dollar zurück. Mittel- und langfristig orientierte Anleger bringen sich hier mit Kauforders in Stellung. 

Der Aufwärtstrend des Industriemetalls dürfte noch weiter nach oben führen. Getrieben wird der Nickelpreis aus fundamentaler Sicht von einem absehbaren Angebotsdefizit im laufenden Jahr. So hat die International Nickel Study Group INSG ihre Frühjahrsprognose eines Angebotsüberschusses im laufenden Jahr gestrichen. Sie stellte nun ein Defizit von 134.000 Tonnen in Aussicht. „Während die Produktion 2021 wohl enttäuschen wird, dürfte die Nachfrage höher ausfallen, vor allem weil die Edelstahlproduktion in der ersten Jahreshälfte mit hohem Wachstum positiv überraschte." 

Preisfrage: Über- oder Unterangebot?

Fakt ist aber auch, dass laut der monatlichen INSG-Statistik das Angebot bereits in den ersten sieben Monaten 160.000 Tonnen unter der Nachfrage lag. Mit anderen Worten geht die INSG implizit von einem besser versorgten Markt in den verbleibenden Monaten des Jahres aus. So war jedenfalls die Interpretation der Rohstoffhändler an der Börse. Dazu passt auch, dass die INSG für das kommende Jahr einen Angebotsüberschuss in Höhe von 76.000 Tonnen prognostiziert. 

Die Elektromobilität habe zwar durch den stärkeren Bedarf für Batterien einen positiven Einfluss und entsprechend werde die Nickelnachfrage auch im nächsten Jahr deutlich steigen. Gleichzeitig erwartet die INSG jedoch einen noch stärkeren Anstieg der Nickelproduktion. Das liegt auch daran, weil in Indonesien – der größte Nickelproduzent der Welt – das Minenangebot nach dem Rücksetzer im Jahr 2020 kräftig steigern will. Bezogen auf die erwartete Nickelproduktion von 3,1 Millionen Tonnen im Jahr 2022 fällt der Überschuss aber ziemlich bescheiden aus. Vom aktuellen Kursniveau aus ist somit aus unserer Sicht eher mit steigenden Notierungen zu rechnen.

Fazit: Mittel- und langfristig orientierte Anleger nutzen den Rücksetzer und bauen sich Nickel-Long-Positionen auf. Dafür eignet sich ein ungehebeltes Nickel-ETC (ISIN: DE 000 A0K RJ4 4).

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