Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
1983
Steuerfreiheit für Aktiengewinne

Die gute Idee des Friedrich Merz

Bei der Wahl zum neuen CDU-Parteichef hat Friedrich Merz eine knappe Niederlage erlitten und wird sich wohl wieder aus der aktiven Politik zurückziehen. Die CDU sollte jetzt dafür sorgen, dass es einem guten Vorschlag von ihm nicht genauso ergeht, kommentiert FUCHSBRIEFE – Chefredakteur Ralf Vielhaber.

Der Kandidat ist wieder weg, aber seine Idee aus dem Wettbewerb um den Spitzenposten der CDU bleibt – hoffentlich. Friedrich Merz will die Aktienanlage bei der Altersvorsorge steuerlich begünstigen. Ein guter, ein richtiger, ein wichtiger Vorschlag, den die Union weiterverfolgen sollte. Und sich nicht stören an unsachgemäßen Kommentaren politischer Journalisten aus dem süddeutschen Hinterwald.

Zu behaupten, Aktienanlage sei vor allem etwas für Gutverdiener, ein „Kapitalisten-Gag", ist dummes Zeug. Leider war davon mehr als genug zu lesen und zu hören. Inzwischen kann sich jedermann zumindest auf lange Sicht beinahe risikolose Aktienportfolios zusammenstellen. Etwa auf einer der zahlreichen Fintec-Plattformen (Just-ETF, Liquid,etc.). Wer sich dort einen Indexfonds auswählt, der alle großen Werte weltweit beinhaltet, und bei einer Direktanlagebank anlegt, kann nichts falsch machen.

Sein Vermögen ist sicherer als auf einem Sparkonto. Es ist nämlich als Sondervermögen vor dem Gläubigerzugriff geschützt. Und auf dieser Basis lässt sich ein Sparplan schon mit wenigen Euro im Monat sinnvoll anlegen.

Gerade junge Menschen profitieren davon immens im Alter. Nimmt man nur eine Durchschnittsverzinsung von 5% über 30 Jahre an, ergibt sich bei einer monatlichen Sparsumme von 50 Euro eine Ausschüttung von knapp 42.000 Euro. Nimmt man 2% Inflation an, sind es real immer noch fast 30.000 Euro.

Wer so auf sein Alter zusteuert und am Ende sogar einen Nettobetrag ausbezahlt bekommt, muss vor Armut weniger Angst haben. Wer sich dagegen auf den Staat verlässt, sehr wohl. Der streicht gerade die Windfall Profits der letzten Finanzkrise durch Nullzinsen ein und nutzt das sprudelnde Steuergeld für seine ineffiziente Umverteilungsmaschinerie, die an das Heute, aber nicht an das Morgen denkt und teure Rentengeschenke zulasten künftiger Generationen macht.

Fazit:

Traurig ist an der Sache vor allem eins: dass so wenige Menschen in Deutschland wissen, wie und wo man sich kostengünstig einen Sparplan zusammenstellt. Und dass sinnvolle Maßnahmen für den arbeitenden Mittelstand als „Verhöhnung der Leute, die wenig verdienen" diskreditiert werden, findet
Ihr

Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • BFH: Steuerfreiheit von Corona-Sonderzahlungen bestätigt

Corona-Sonderzahlungen bleiben steuerfrei

Der Bundesfinanzhof hat eine wegweisende Entscheidung zur Steuerfreiheit von Corona-Sonderzahlungen getroffen. Die ist für Unternehmen positiv.
  • Fuchs plus
  • Immobilien und Steuern: Wie Vermögende ihre Belastung reduzieren können

Immobilien: Steuerstrategien für Vermögende

Gerüchte über eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes werfen Fragen zur Steueroptimierung auf. Strategien wie die Immobilien-GmbH, Ehegattenschaukel und Einbringung in eine GmbH & Co. KG bieten Möglichkeiten zur Reduzierung der Steuerlast.
  • Fuchs plus
  • Firmenfahrzeug: Wann der Kostenabzug scheitert

Privat-Pkw auf Dienstreisen

Ein Arbeitnehmer nutzte seinen Privatwagen für Dienstreisen, obwohl ein Firmenwagen zur Verfügung stand. Kann er die Kosten dafür steuerlich geltend machen?
Zum Seitenanfang