Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
2300

Die Lust kommt beim Lernen

In unserer heutigen Gesellschaft scheint lernen immer „Lust" machen zu müssen. Dabei stresst der Schulaltag viele Kinder und auch Studierende sind heutzutage schneller vom „Burnout" bedroht.

Hatten Sie stets „Lust" zu lernen? Bei mir kommt sie immer dann, sobald ich mich in eine Sache eingearbeitet habe. Am leichtesten fällt es mir, wenn ich mit Neugier und Interesse an eine Sache herangehe. Die kann man sicherlich wecken, aber: Aller Anfang ist schwer. Lernen ist erst mal Mühsal.

In unserer heutigen Gesellschaft scheint lernen immer „Lust" machen zu müssen. So jedenfalls sieht es unter anderem der Chefredakteur des Tagesspiegel, Claus-Hinrich Casdorff, der sich auf eine Umfrage des Meinungsforschungsinstitut YouGov- bezieht. Danach sagen 70% der Eltern, ihre Kinder würden vom Schulalltag „gestresst". Und Studierende seien viel schneller als früher vom „Burnout" bedroht. Casdorff: „Was uns das lehrt? Wie gefährlich die Situation ist, wenn schon Kinder in der zweiten Klasse keine Lust mehr aufs Lernen haben."

Lernen bedeutet Anstrengung

Ich meine: Die Eltern, die so argumentieren, sind das Problem. Natürlich lässt sich Lernstoff auf unterschiedliche Weise vermitteln. Aber Lernen bedeutet immer auch Anstrengung. Das gilt so im Sport, in der Beherrschung eines Instruments und bei der Beherrschung logischen Denkens, einer Sprache, einfach von allem, was man sich – mehr oder weniger mühsam – beibringen muss. Die Wenigsten lernen ein Leben lang so locker wie Kleinkinder eine Sprache. Kinder aber, die stundenlang am Mobiltelefon daddeln dürfen, haben Konzentrationsprobleme, die die Mühsal noch einmal verstärken.

Eine konträre Haltung zu Casdorff vermittelt die ehemalige US-Außenministerin Condoleeza Rice. Sie unterrichtet heute als Professorin an der Stanford University und sagte in einem Interview mit der Neuen Zürcher Zeitung: „Es ist nicht meine Aufgabe, dafür zu sorgen, dass sich Leute in meinen Kursen wohl fühlen, im Gegenteil – es ist mein Job, sie dazu zu bringen, die Wohlfühlzone zu verlassen."

Wikipedia kein Ersatz für Grundwissen

Es geht nicht darum, Kindern wieder Stoff einzutrichtern, wie es vor allem aus asiatischen Ländern berichtet wird. Aber Wikipedia ist kein hinreichender Ersatz von erlerntem Grundwissen. Selbstmotivation, Lust an der Überwindung von Unlust, die Bereitschaft, die Wohlfühlzone zu verlassen – das ist es, was vor allem Eltern vermitteln müssen, da sie als Grundlage für lebenslanges Lernen unumgänglich ist. Die Lust kommt beim Lernen,

meint Ihr

Neueste Artikel
  • Gesamtschau und Wochenbericht für KW 41: PP V, PP VII, PP VIII und PP IX

Vier Projekte, vier Sieger: Zürcher Kantonalbank, Fürst Fugger, Landes-Hypothekenbank und Kaiser Partner dominieren die Wochenwertung

Illustriert mit Canva und ChatGPT
KW 41 bringt Bewegung in die Performance-Projekte. Während Zürcher Kantonalbank Österreich AG, Fürst Fugger Privatbank AG, Landes-Hypothekenbank Steiermark AG und Kaiser Partner Privatbank AG die Wochenwertungen gewinnen, verteidigen Benchmarkdepot, Genève Invest, BTG Pactual Europe und BTV ihre Spitzenplätze. Im Fokus der Handelsaktivitäten stehen Salesforce, Société Générale und Marvell Technology. Für Anleger treffen damit Momentum, Strategie und langfristige Stabilität direkt aufeinander.
  • Fuchs plus
  • Wochenbericht zu Projekt IX in KW 41: Die Spitze rückt zusammen

Kaiser Partner, Hansen & Heinrich und Liechtensteinische Landesbank gewinnen die Woche

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Im Performance-Projekt 9 liefern sich die führenden Stiftungsportfolios ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Das Benchmarkdepot hält Rang vier sowohl beim Gesamtvermögen als auch bei der Wochenentwicklung. Gleichzeitig sorgen die Handelsaktivitäten für Aufmerksamkeit: Salesforce, Société Générale und Marvell Technology gehören zu den meistbewegten Wertpapieren der Woche. Für Anleger besonders spannend: Nicht die aktivsten Manager erzielen die besten Ergebnisse, sondern die konstantesten Strategen.
  • Fuchs plus
  • Wochenbericht zu Projekt VIII in KW 41: Wer den schnellsten Rennstall stellt

Landes-Hypothekenbank, Bank Gutmann und Schoellerbank gewinnen die Woche

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Im Performance-Projekt 8 bleibt das Rennen um die Spitzenplätze hochspannend. Während Genève Invest die Gesamtwertung anführt, feiern Landes-Hypothekenbank Steiermark AG, Bank Gutmann AG und Schoellerbank die stärksten Vermögenszuwächse der Woche. Das Benchmarkdepot gerät damit von zwei Seiten unter Druck. Für Anleger entsteht ein faszinierendes Bild: Langfristige Stärke und aktuelles Momentum fallen auseinander. Wer am Ende gewinnt, entscheidet sich erst auf den letzten Runden. Lesen Sie hier.
Zum Seitenanfang