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Die Bundesbank hat ihre Rolle ausgespielt

Vom Steuermann zum Leichmatrosen

Ihm ist das Lachen im EZB-Rat vergangen: Bundesbankpräsident Jens Weidmann. @ Pressefoto Bundesbank: Frank Rumpenhorst
Die Tradition der Bundesbank lebt in der EZB fort, versprachen einst Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) und Finanzminister Theo Waigel (CSU). Heute wissen wir, dass das die Unwahrheit war. Denn jeder, der sich mit Politik beschäftigt und deren Mechanismen kennt, musste wissen, dass sich auch im EZB-Rat Mehrheiten und nicht Traditionen durchsetzen. Der vorzeitige Abgang von Jens Weidmann macht das mehr als deutlich.

Die stabilitätspolitische Rolle der Bundesbank in Europa endet mit Jens Weidmanns Abgang endgültig. Die Bundesbank vertrat auch nicht immer die reine Lehre, aber sie vertrat eine Lehre. Und sie hatte einen lange Zeit Preisstabilität gebracht: nicht nur den deutschen, auch den Europäern und eine Zeitlang auch den Amerikanern.

Staatsfinanzierung von der Notenbank zum Nulltarif – ein Irrglaube

Doch schon seit Längerem weht ein ganz anderer internationaler Wind. „Alles geht“ in der Geldpolitik, glauben die Angelsachsen, und die meisten Europäer folgen da nur allzu gerne – spätestens seit der "Regentschaft" Mario Draghis. Denn das brachte im zweiten Jahrzehnt des neuen Jahrtausends Staatsfinanzierung ohne Schmerzen.

Das lieben Franzosen, Italiener, Spanier, Griechen, Portugiesen gleichermaßen (vor allem deren Politiker). Ihre Abgesandten haben Weidmann im Rat in die Ecke gedrängt. Da stand er zwar nicht ganz alleine, aber schien nach außen dennoch isoliert. Jetzt ist er es satt, stets gute Miene zum bösen Spiel machen zu müssen – und verlässt das (sinkende?) Euro-Schiff. Rückendeckung aus der deutschen Politik hatte er ohnehin keine.

Fazit: Die Schmerzen (Geldentwertung) kommen jetzt, wo Weidmann geht. Er wird sie als Bürger ertragen müssen, aber nicht mehr als Geldpolitiker verantworten. Eins wird er aber geschafft haben: dem letzten schläfrigen Deutschen die Augen geöffnet.

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