Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1045
Spendenabzug bei Dotation an den Vermögensstock einer Stiftung

Ohne Sonderbescheid geht nichts

Die Spenden an eine Stiftung sind sehr steuerzahlerfreundlich geregelt. Bis zu 2 Mio. Euro können bei Ehepaaren abzugsfähig sein. Und der Spender hat noch weitere lukrative „Freiheiten" gegenüber dem Finanzamt. Aber es gibt eine gravierende Voraussetzung.

Wenn Sie in den Vermögensstock einer Stiftung einzahlen, können Sie selbst bestimmen, wann sie den Sonderausgabenabzug in Anspruch nehmen. Nach § 10b Abs. 1a EStG können Sie bis zu 1 Mio. Euro zusätzlich zum normalen Spendenabzug innerhalb eines Zeitraums von zehn Jahren als Sonderausgaben absetzen. Bei zusammenveranlagen Ehegatten sind es sogar bis zu 2 Mio. Euro.

Finanzamt muss jährlichen Feststellungsbescheid ausstellen

Das Finanzamt muss den noch nicht ausgenutzte Spendenabzug jedes Jahr in einem eigenen Bescheid feststellen. Ohne diesen Feststellungsbescheid ist ein Steuerabzug für diese sog. Vermögensstockspenden bei der Einkommensteuer nicht möglich. Gibt es noch keinen Feststellungsbescheid, muss er ggf. nachgeholt werden.
Wird ein Grundstück in den Vermögensstock einer Stiftung eingebracht, wird es knifflig. Die Spende gilt zu dem Zeitpunkt bzw. in dem Jahr als geleistet, in dem von Besitz, Gefahr, Nutzungen und Lasten auf die Stiftung übergehen. Das kann frühestens der Tag der notariellen Überlassung sein. Wird der Übergang im notariellen Vertrag auf ein früheres Jahr rückbezogen, wird das bei der Einkommensteuer nicht anerkannt.

Fazit

Achten Sie unbedingt darauf, dass Sie den gesonderten Feststellungsbescheid von Ihrem Finanzamt erhalten.

Urteil: BFH X R 11/17

Meist gelesene Artikel
  • Juristische Hindernisse stehen nach Zeitungsbericht im Weg

M.M. Warburg: Cum-Ex-Mitarbeiter bleiben vorerst an Bord

Seit vielen Monaten ist die Hamburger Privatbank M.M. Warburg mit der juristischen Aufarbeitung des Cum-Ex-Skandals belastet. Die Geister, die sie rief, wird sie nun nicht los.
  • Die Sozialstaats-Lobby ist viel zu mächtig

Deutschlands verkehrte Welt

FUCHSBRIEFE-Herausgeber Ralf Vielhaber. © Verlag FUCHSBRIEFE
Unser Staat gängelt die Leistungsträger und bemuttert die Leistungslosen. Bedingungsloses Grundeinkommen: Der Name ist Programm. Noch wurde es im Gesetzgebungsverfahren abgelehnt. Doch schon das Bürgergeld führt in die falsche Richtung.
  • "Wir machen Qualität im Private Banking transparent"!

FUCHS|RICHTER: 20 Jahre und kein bisschen leise

20 Jahre FUCHS|RICHTER Prüfinstanz. © erstellt mit Canva
20 Jahre und kein bisschen leise – die FUCHS|RICHTER Prüfinstanz feiert Jubiläum. Seit 20 Jahren machen Fuchsbriefe Verlagschef Ralf Vielhaber und der geschäftsführende Gesellschafter des IQF, Dr. Jörg Richter, Qualität im Private Banking transparent. Es profitieren nicht nur vermögende Privatanleger, sondern auch Stiftungen und Kleinanleger.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Abweichende Verleihdauer ist zulässig

Tarifvertrag kann Zeitarbeit verlängern

Teamarbeit. © Robert Kneschke / stock.adobe.com
Die Zeitarbeit will kein Schmuddelkind auf dem deutschen Arbeitsmarkt mehr sein. Diesem Ziel sind die aktuell knapp 820.000 Leiharbeiter mit dem Urteil des Bundesarbeitsgerichts (BAG) ein Stück näher gekommen.
  • Fuchs plus
  • Landverkäufe im Metaverse brechen ein

Grundsätzliches Interesse an virtueller Welt bleibt hoch

Virtual Reality. © gremlin / Getty Images / iStock
Die virtuelle Welt des Metaverse bleibt vorerst wenig greifbar. Die reale Nachfrage nach Land und Immobilien in dem virtuellen Universum bricht brutal ein. Dennoch bleibt das grundsätzliche Interesse an der virtuellen Welt hoch.
  • Fuchs plus
  • Euro-Geldhüter haben nur einen begrenzten Spielraum

EZB hilft drei Euro-Ländern

EZB bei Nacht. © RK MEDIA / stock.adobe.com
Es sind vor allem drei Länder in der Eurozone, die die Europäische Zentralbank daran hindern, beherzt gegen die Inflation vorzugehen. Europas Geldhüter werden daher eine unliebsame Entscheidung mit weitreichenden Auswirkungen treffen müssen.
Zum Seitenanfang