Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
2124
Spendenabzug bei Dotation an den Vermögensstock einer Stiftung

Ohne Sonderbescheid geht nichts

Die Spenden an eine Stiftung sind sehr steuerzahlerfreundlich geregelt. Bis zu 2 Mio. Euro können bei Ehepaaren abzugsfähig sein. Und der Spender hat noch weitere lukrative „Freiheiten" gegenüber dem Finanzamt. Aber es gibt eine gravierende Voraussetzung.

Wenn Sie in den Vermögensstock einer Stiftung einzahlen, können Sie selbst bestimmen, wann sie den Sonderausgabenabzug in Anspruch nehmen. Nach § 10b Abs. 1a EStG können Sie bis zu 1 Mio. Euro zusätzlich zum normalen Spendenabzug innerhalb eines Zeitraums von zehn Jahren als Sonderausgaben absetzen. Bei zusammenveranlagen Ehegatten sind es sogar bis zu 2 Mio. Euro.

Finanzamt muss jährlichen Feststellungsbescheid ausstellen

Das Finanzamt muss den noch nicht ausgenutzte Spendenabzug jedes Jahr in einem eigenen Bescheid feststellen. Ohne diesen Feststellungsbescheid ist ein Steuerabzug für diese sog. Vermögensstockspenden bei der Einkommensteuer nicht möglich. Gibt es noch keinen Feststellungsbescheid, muss er ggf. nachgeholt werden.
Wird ein Grundstück in den Vermögensstock einer Stiftung eingebracht, wird es knifflig. Die Spende gilt zu dem Zeitpunkt bzw. in dem Jahr als geleistet, in dem von Besitz, Gefahr, Nutzungen und Lasten auf die Stiftung übergehen. Das kann frühestens der Tag der notariellen Überlassung sein. Wird der Übergang im notariellen Vertrag auf ein früheres Jahr rückbezogen, wird das bei der Einkommensteuer nicht anerkannt.

Fazit

Achten Sie unbedingt darauf, dass Sie den gesonderten Feststellungsbescheid von Ihrem Finanzamt erhalten.

Urteil: BFH X R 11/17

Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Wochenbericht zu Projekt IX in KW 33: Stabilität schlägt Aktionismus

Volksbank Vorarlberg gewinnt die Woche, BTV verteidigt die Vermögensführung vor Deka und Berliner Sparkasse

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Im Performance-Projekt 9 (Stiftungsportfolio) zeigt sich in KW 33 ein bemerkenswertes Spannungsfeld zwischen langfristiger Stärke und kurzfristiger Dynamik. Während die Bank für Tirol und Vorarlberg die Gesamtwertung anführt und das Benchmarkdepot dicht hinter der Spitzengruppe bleibt, sorgt die Volksbank Vorarlberg mit dem höchsten Vermögenszuwachs für Aufsehen. Lesen Sie hier.
  • Fuchs plus
  • Wochenbericht zu Projekt VIII: Rendite, Risiko und die Suche nach Alpha

Plutos glänzt im Wochenvergleich, Hansen & Heinrich und Genève Invest überzeugen langfristig

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Das Rennen im Performance-Projekt 8 gewinnt in KW 33 deutlich an Schärfe. Während Genève Invest die Gesamtwertung weiterhin anführt, sorgen Plutos Vermögensverwaltung, Eyb & Wallwitz und Nordea Investment Funds mit den stärksten Wochenzuwächsen für Bewegung im Feld. Gleichzeitig zeigt sich eine bemerkenswerte Entwicklung: Einige der erfolgreichsten Portfolios erzielen hohe Vermögen ohne auffällige Rückschläge. Wo entsteht der Vorsprung wirklich und welche Strategien setzen sich durch?
  • Fuchs plus
  • Wochenbericht zu Projekt VII in KW 33: Aktive Manager greifen an

Minveo setzt das Ausrufezeichen, A&Q Asset Management und Volksbank Kraichgau überzeugen

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Im Performance-Projekt 7 verdichtet sich das Bild einer zweigeteilten Konkurrenz. Während Fürst Fugger Privatbank, BTG Pactual Europe und Frankfurter Bankgesellschaft die Gesamtwertung dominieren, sorgen Minveo, A&Q Asset Management und das Family Office Volksbank Kraichgau für die stärkste Dynamik der Woche. Gleichzeitig zeigen die wenigen Transaktionen des Feldes, dass gezielte Umschichtungen enorme Wirkung entfalten können. Doch schlägt Aktivität tatsächlich die Zurückhaltung dauerhaft?
Zum Seitenanfang