Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
641
Investitionsverschiebung in China

China bremst Ökostrom-Ausbau

Parkplatz mit Solarpanelen: China hat ein Problem mit seinen erneuerbaren Energien. © picture alliance / Shen Guo/Imaginechina/dpa
Chinas Nationale Energiebehörde hat die Ausbauziele für die Öko-Energien reduziert. Das wird zu einer Investitionsverschiebung zu kleineren Anlagen führen und die internationale Konkurrenz erhöhen.
China tritt beim Ausbau seiner erneuerbaren Energien voll auf die Bremse. Vorrangig betroffen sind Windkraft und Photovoltaik-Anlagen (PV). Deren weiterer Ausbau wird kräftig zusammengestrichen. Die Nationale Energiebehörde hat die Ausbauziele für die Öko-Energien massiv reduziert. Demnach soll die installierte Solarleistung bis 2020 nur noch auf 110 Gigawatt (GW) steigen. Bisher war ein Ausbau bis auf 150 GW geplant. Auch der Ausbau der Windenergie soll weniger schnell gehen. Entgegen den ursprünglichen Planungen wird das Ausbauvolumen bis 2020 um 16% auf nur noch 210 GW bis 2020 gesenkt. Der Grund für die massive Reduktion des Wind- und PV-Ausbaus sind fehlende Stromleitungskapazitäten. China hat in den vergangenen Jahren den Ausbau der Erneuerbaren Energien so massiv gefördert, dass nun die Netze mit Ökostrom überlastet sind. Vielerorts sind die chinesischen Stromnetze angesichts des großen Öko-Stromangebots zu alt. In etlichen Regionen gibt es gar keine Anbindung von den großen Erzeugerprojekten (offshore) zu den Abnehmern. Das Problem ist aus Deutschland wohlbekannt und reiht sich ein in eine Serie von Transformationsproblemen (FB vom 18.7.2016). Die beschlossenen Ausbaukürzungen betreffen in erster Linie große Energieparks. Kleine und somit dezentrale Anlagen werden weiter gefördert und zugelassen wie bisher. Peking will damit erreichen, die dezentrale Stromversorgung auf dem Land trotz Ausbaubeschränkungen zu verbessern.

Fazit: China bremst den Ausbau großer Ökostrom-Projekte in den kommenden Jahren. Das wird zu einer Investitionsverschiebung zu kleineren Anlagen führen und die internationale Konkurrenz erhöhen. Unternehmerische Chancen bestehen bei Infrastrukturinvestments in Leitungen und Umspannwerke.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • M.M.Warburg & CO KGaA, Vermögensmanagement TOPS 2019: Qualifikation

Vertane Zeit

Die Ampel der M.M. Warburg steht auf Rot.
Mittelmäßige Leistungen lassen sich eher verzeihen, wenn man nur Mittelmäßigkeit erwartet. Im Falle der Warburg-Bank erwarten wir allerdings Besonderes – und zwar im positiven Sinne. Die Realität ernüchtert uns allerdings auf ziemlich eindeutige Art.
  • Fuchs plus
  • UBS Europe SE, Vermögensmanagement TOPS 2019: Qualifikation

Die UBS enttäuscht (erst) am Ende

Die UBS Europe hat die grüne Ampel verdient.
Auf ihrer Internetseite trägt die Bank ordentlich auf: „Wir bei UBS Wealth Management haben eine klare Mission: Wir arbeiten mit Ihnen an einer besseren Zukunft - für Ihre Anlagen, für Ihr Unternehmen und schließlich auch für Ihre Familie." Uns würde erst mal eine gute Vermögensberatung reichen. Die bekommen wir durchaus. Aber am Ende ...
  • Fuchs plus
  • Schwäbische Bank AG, Vermögensmanagement TOPS 2019: Qualifikation

Lange Diskussion, begrenzter Ertrag

Die Ampel der Schwäbischen Bank steht auf Rot.
Seit 2015 ist die Schwäbische Bank eine hundertprozentige Tochter des Hamburger Bankhauses M.M. Warburg & CO. Wir sind an einem individuellen Angebot interessiert, und dachten, dass die schwäbische Dependance einer Hamburger Institution unter den Geldhäusern immer einen Besuch wert sei. Jetzt denken wir das nicht mehr.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Eine Hedgefonds hat sich schwer verspekuliert

Schwere Verwerfung im Energiemarkt

AM Markt für Energierohstoffe vollzieht sich derzeit eine ungewöhnliche Entwicklung. Copyright: Pixabay
Im Energiesektor stimmt etwas nicht. Während der Ölpreis seit Anfang November mit einem Minus von rund 13% deutlich einbrach, sprang der Preis für Erdgas (Natural Gas) im gleichen Zeitraum um satte 38% an. Das hat keine „natürlichen Ursachen".
  • Fuchs plus
  • Kräftige Kursverluste seit Jahresbeginn

Warum Silber wieder auftaucht

Silber gehört in diesem Jahr bislang zu den Assets die am schlechtesten gelaufen sind. Der Kursverlust gegenüber dem Jahresbeginn (damals knapp 17 USD je Feinunze) summiert sich inzwischen auf knapp 18%. So geht es nicht weiter ...
  • Fuchs plus
  • Haltefrist beachten

Die steuerliche Behandlung von Kryptowährungen

Der Fiskus ist zwar nicht immer sonderlich schnell, aber im Zweifel unerbittlich. Deshalb gilt es, bei Geschäften mit Kryptowährungen, die nötige Vorsicht und Sorgfalt walten zu lassen. Wer damit offen umgeht – auch als Betrieb – hat nichts zu befürchten. Im Gegenteil: Er ist privat steuerlich begünstigt.
Zum Seitenanfang