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Bayernwahl

Blaues Auge für die CSU

Ganz Deutschland schaute gebannten Blickes auf den Ausgang der Bayernwahl. Denn nicht nur auf Landesebene waren Konsequenzen zu erwarten. Fuchsbriefe blickt auf die Auswirkungen und den Status Quo nach Bayern und vor Hessen.

Das politische Beben der Bayern-Wahl erschüttert Berlin mehr als München. Auch wenn die CSU gemessen an den eigenen Ansprüchen miserabel abschnitt, sie ist mit einem blauen Auge davongekommen. 37,2% – das ist deutlich oberhalb der „Söder muss gehen-Grenze" von 35%. Zudem:

  • In Bayern regiert künftig eine konservative Koalition aus CSU und Freien Wählern. Sie haben zusammen 112 der erforderlichen 103 Sitze im Landtag. Eine stabile Mehrheit. Ein weiterer Partner ist unnötig.
  • Markus Söder bleibt Ministerpräsident.
  • Die Grünen haben wie erwartet gut abgeschnitten (17,5%). Aber sie haben die CSU nicht von der Macht verdrängt. Sie können keinen Politikwechsel in Bayern herbeiführen. Sie haben vor allem die SPD kannibalisiert (saldiert 200.000 Stimmen).
  • Die AfD kam zweistellig aus der Wahl; aber auch nur knapp mit 10,2%.
  • Die CSU verliert saldiert doppelt so viele Wähler an AfD, FW und FDP (ca. 360.000) wie an die Grünen (170.000). Das verlangt nicht nach einem Politikwechsel Richtung Schwarz-Grün in Bayern.

Fazit:

Das Beben von Bayern hat dann doch weniger Schäden verursacht als viele CSU-Anhänger befürchtet hatten.

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