Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
739
Innovationsstandort Deutschland

Gefährliches Desinteresse

Deutschlands Schüler interessieren sich kaum für Naturwissenschaften. Das gefährdet den Innovationsstandort D.
Die Innovationstätigkeit einer Volkswirtschaft hängt von der Begeisterung von Schülern für Naturwissenschaften ab. Ein geringes Interesse an Naturwissenschaften ist eine zentrale Ursache für eine schlechte Innovations-Perspektive. Darauf deutet jedenfalls der kürzlich veröffentlichte Innovationsindikator 2015 hin. Er vergleicht das Innovationsumfeld in verschiedenen Ländern. Auf Basis dieser Erkenntnis hat der Standort Deutschland langfristig ein wachsendes Innovationsproblem. Zwar bescheinigt das ZEW Deutschland derzeit einen guten fünften Platz im Innovationsranking. Deutschland ist sogar die bestplatzierte große Volkswirtschaft und hat sich seit dem Jahr 2000 nach vorne gearbeitet. Damals lag es wie auch noch 2005 auf dem 10. Platz. Problematisch ist allerdings die sinkende Akzeptanz für neue Technologien und das geringe Interesse an den sogenannten MINT-Fächern (Mathe, Informatik, Naturwissenschaft, Technik). Ein Blick auf die Auswahl der Leistungskurse in Abiturklassen untermauert die Prognose. In diesen werden die MINT-Fächer immer seltener gewählt. Sie kommen zusammen auf einen Anteil an den Leistungskursen von nur noch 16%. Grund: Bei Schülern haben die Naturwissenschaften ein verstaubtes Image. Während im Englischunterricht eine coole Exkursion nach London angeboten wird, verbinden sie mit dem Fach Physik öden Frontalunterricht. Hinzu kommt die Erwartung, in geisteswissenschaftlichen Fächern leichter ein sehr gutes Abitur machen zu können. Die Auswahl der Abitur-Leistungskurse schlägt direkt auf die bevorzugte Studienwahl durch, verstetigt die Entwicklung. Auch hier zeigen sich laut ZEW grundlegende und langfristig wirkende Verschiebungen. Zugelegt haben auf der Beliebtheitsskala die Studienrichtungen Deutsch und Englisch. Aus dem MINT-Bereich ist nur im Fach Mathematik die Nachfrage gegenüber dem Vorjahr gewachsen. Das zeigt das MINT-Nachwuchsbarometer 2015.

Fazit: Der Grundstein für die Innovationsfähigkeit einer Volkswirtschaft wird schon in der Schule gelegt. Unternehmen haben ein hohes Eigeninteresse daran, Schüler schon so früh wie möglich für MINT-Fächer zu begeistern. Das kann im Rahmen von langfristigen regionalen Schul- und Hochschulkooperationen versucht werden.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs-Depot

Deutsche Bank aufstocken

Wir verkleinern den Umfang unseres Depots weiter. Denn die Vossloh-Aktie ist durch unseren Stoppkurs gefallen. Wir verkaufen die Restposition und realisieren dabei noch ein Plus von 10%.
  • Fuchs plus
  • Bankhaus Neelmeyer AG, Vermögensmanagement TOPS 2019: Qualifikation

Kölle trifft Hanse

Die Ampel des Bankhaus Neelmeyer steht auf Rot.
Dass wir als Kölner die Dienste einer Bremer Bank in Anspruch nehmen wollen, rührt die langjährigen Berater des Bankhauses Neelmeyer sichtlich. Auch sonst geben sie eine gute Figur ab. Wenn da nicht ein paar vermeidbare Schnitzer gewesen wären, hätten die Bremer deutlich weiter oben landen und die Qualifikationshürde nehmen können.
  • Fuchs plus
  • Salzburger Sparkasse Bank AG, Vermögensmanagement TOPS 2019: Qualifikation

Zu wenig geboten

Die Ampel der Salzburger Sparkasse steht auf Rot.
„Das modernste Banking Österreichs: Girokonto und Digitales Banking, Sparen und Kredit, Anlegen und Vorsorgen – hier finden Sie alles für Ihr Geldleben." Die Salzburger Sparkasse geht in die Vollen, wenn es um ein Lob für das eigene Leistungsangebot geht. Das Geldinstitut hat als Kunden auch den wohlhabenderen Bürger im Auge, leistet sich für das Private Banking eine eigene Website. Wir testeten, ob dieser Anspruch eingelöst werden kann.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Gebühren im Private Banking bleiben moderat

Drei Viertel der Banken sind weiter provisionsabhängig

HSBC eine der größten Banken mit einem großen Private Banking Angebot©Picture Alliance
Die Anlage-Regulierungsrichtlinie MiFID II hat die Banken mit hohem Mehraufwand belastet. Dennoch zeigt sich das bisher kaum in den Gebühren. Dies ergibt sich aus der Analyse der Standardkonditionen im Private Banking im deutschsprachigen Raum durch die FUCHS | RICHTER PRÜFINSTANZ.
  • Fuchs plus
  • Banken senken Freibeträge

Strafzinsen für vermögende Privatanleger

HSBC eine der größten Banken mit einem großen Private Banking Angebot©Picture Alliance
Die Banken werden die Strafzinsen der EZB ab dem nächsten Jahr aggressiver an ihre Kunden weitergeben. Das verschärft den Anlagenotstand. Für Vermögende nimmt das Problem der realen Geldentwertung zu.
  • Fuchs plus
  • Immer mehr kostengünstige ETF im Angebot

Nachhaltige Aktienanlage einfach und kostengünstig möglich

Der Wunsch, bei der Auswahl seiner Aktienanlage auf Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung zu achten, ist in der Beratungspraxis insbesondere bei jungen Anlegern und Stiftungen festzustellen. Letztere schreiben diesen Willen zunehmend in ihren Anlagerichtlinien fest. Lange Zeit war die Krux, dass dieser Wunsch häufig mit deutlich höheren Kosten verknüpft war. Die Umsetzung mit Hilfe der günstigen Indexfonds war nicht möglich. Dies hat sich mittlerweile geändert.
Zum Seitenanfang