Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
235
Investitionsförderung

Ostdeutschland wird weiter subventioniert

Die Investitionsförderung in Ostdeutschland wird auch in den kommenden Jahren bestehen bleiben, denn der Osten ist immer noch wirtschaftlich schwach.
In Ostdeutschland wird es auch in Zukunft eine flächendeckende Investitionsförderung geben. Daran wird auch die Reform des Länderfinanzausgleichs ab 2020 nichts ändern. Die GRW-Förderung für alle neuen Bundesländer wird weiterbestehen. Ostdeutschland hat weiter einen erheblichen wirtschaftlichen Rückstand auf den gesamtdeutschen Durchschnitt. Pro Kopf werden nur zwischen 76% und 89% des gesamtdeutschen BIP erwirtschaftet. Die westdeutschen Großregionen liegen über 100%. Das zeigt eine Studie des IWH. Ostdeutschland ist über alle Kreise relativ gleichmäßig schwach. In Westdeutschland gibt es wesentlich größere Unterschiede. Das zeigte die Differenzierung der Großregionen nach Kreisen. Im Osten hat der wirtschaftsstärkste Kreis ein 1,6 mal höheres BIP je Erwerbstätigem als der schwächste. Im Westen ist das BIP pro Einwohner im erfolgreichsten Kreis 2,8 mal höher als im schwächsten. Seit 2014 wächst die Wirtschaft im Osten zwar stärker als im Westen. Das war zuletzt Anfang der Neunziger Jahre bis 1996 so. Grundlegende Wirtschaftsdaten sprechen aber dagegen, dass der Aufholprozess lange anhält. So sind die Sachkapitalinvestitionen nicht höher als im Westen. Die Produktivität ist geringer und schließt nur langsam zur westdeutschen auf. Nicht zuletzt verhindert eine geringere Innovationstätigkeit einen langanhaltenden Aufholprozess. Die Unterschiede werden somit noch lange bestehen bleiben.

Fazit: Um Fördermittel für den Osten müssen Sie sich wenig Sorgen machen. Um die östlichen Bundesländer schon mehr.

Hinweis: Unternehmen sollten bei Investitionen auf die verfügbaren Arbeitskräfte achten, denn diese fehlen im Osten häufig.

Meist gelesene Artikel
  • Zum Zwecke der Wirtschaftsspionage

Britische Geheimdienste verkaufen sensible Daten

Britische Geheimdienste verkaufen gesammelte Daten an Dritte. Copyright: Picture Alliance
Die britischen Geheimdienste verkaufen in großem Umfang anlasslos gesammelte Daten. Darunter sind auch sehr sensible Informationen. Auch deutsche Unternehmen mit Bezug zu Großbritannien müssen sich sorgen.
  • Ausländische Finanzportale locken mit hohen Zinsen für Tagesgeld

Finanzportale bieten hohe Zinsen

Neuartige Finanzportale wie Weltsparen, Zinspilot und Savedo bieten hohe Zinsen auf Festgeld, indem sie deutsche Sparer an Banken im EU-Raum vermitteln. Anleger sollten darauf achten, ihre Risiken zu minimieren...
  • Venezuela bedient seine Schulden nicht mehr

Caracas muss auf den Ölpreis hoffen

Venezuela ist zahlungsunfähig. Das Land kann Anleihen nicht bedienen. Hohe Schulden hat die Regierung bei Russland und China. Im nächsten Jahr dürften weitere Anleihen nicht bedient werden. Es gibt aber einen Hoffnungsschimmer.
Neueste Artikel
  • Keine Lösung für die britische Provinz in Sicht

London pokert um die Zukunft Nordirlands

Was passiert mit Nordirland beim Brexit?
Die Brexit-Verhandlungen sind auch Ausschlag gebend für das Schicksal Nordirlands. Wird die britische Provinz durch eine harte Grenze isoliert, droht wirtschaftlich der Absturz und innenpolitisch heiße Auseinandersetzungen und Gewalt. London pokert hoch.
  • US-Wirtschaft

Widersprüchliche Konjunktursignale aus den USA

Quelle: Phily-Fed, New York
Die Daten, die aus der US-Wirtschaft kommen, senden widersprüchliche Signale aus. Vor allem die Arbeitslosenzahlen setzen Fragezeichen. Das wird die Grundhaltung der neuen FED-Führung beeinflussen.
  • Venezuela bedient seine Schulden nicht mehr

Caracas muss auf den Ölpreis hoffen

Venezuela ist zahlungsunfähig. Das Land kann Anleihen nicht bedienen. Hohe Schulden hat die Regierung bei Russland und China. Im nächsten Jahr dürften weitere Anleihen nicht bedient werden. Es gibt aber einen Hoffnungsschimmer.
Zum Seitenanfang