Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
500
US-Sanktionen mit Folgen

Russland: Sorge um Absatzmarkt Europa

Die neuen US-Sanktionen haben für Russland eine andere Qualität. Kritisch für Moskau ist der offen deklarierte Eigennutz für die USA.
Der Aufschrei „Handelskrieg“ aus Moskau nach der Verkündung der neuen US-Sanktionen ist berechtigt. Die Strafmaßnahmen zielen schließlich auf das Herzstück des russischen Wirtschaftssystems. Die Erdöl- und Erdgasindustrie und deren Export über internationale Pipelines ist eine der wichtigsten Einnahmequellen für das Land. Die neuen US-Sanktionen haben für Russland eine andere Qualität. Es geht nicht mehr nur um Einreiseverbote, Boykotte bestimmter (Staats-)Unternehmen oder Vermögenseinfrierungen reicher Oligarchen. Diesmal erlässt der von den digitalen Wahlinterventionen des Vorjahres aufgebrachte US-Kongress in seltener Einmütigkeit (beide Parteien) gezielte Strafmaßnahmen. die den größten russischen Wirtschaftszweig entscheidend behindern. Und er tut es in Gesetzesform, die weit bindender ist als die früheren Präsidialdekrete in Sanktionsfragen, die für den Präsidenten immer disponibel blieben. Kritisch für Moskau ist der offen deklarierte Eigennutz für die USA. Im Gesetz wird die Ostseepipeline Nord Stream II ausdrücklich als unerwünscht genannt - mit dem Zusatz, dass für Amerika der Export seiner eigenen Energieressourcen Vorrang haben solle. Aber auch andere russische Exportprojekte in Richtung China sind von den Strafmaßnahmen betroffen. Sanktioniert werden der Bau, Unterhalt, Reparatur oder Modernisierung russischer Energie-Pipelines ab einem jährlichen Auftragsvolumen von mindestens 1 Mio. US-Dollar.

Fazit: Russland fürchtet um seine Möglichkeiten, sein Öl und Gas künftig frei exportieren zu können. Selbst wenn es nicht zu harten US-Sanktionen kommt, dürfte der russische Absatz nach Europa unter Druck geraten – bei den Mengen und den Preisen.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • WALSER PRIVATBANK | Vermögensstrategie, Portfolioqualität und Gesamtbewertung TOPS 2019

WALSER PRIVATBANK: Weitblick, in der Tat

Die WALSER PRIVATBANK erhält in der Gesamtwertung das rating »Sehr gut«.
„Individuelle Beratung, keine Patentrezepte", und „Zukunft braucht feste Wurzeln", wirbt die Walser Privatbank. Und tatsächlich zeigt das Haus aus dem Kleinwalsertal, dass auch im Zeitalter von MiFID Private Banking eine eindeutig individuelle Dienstleistung sein kann.
  • Fuchs plus
  • DZ Privatbank | Vermögensstrategie, Portfolioqualität und Gesamtbewertung TOPS 2019

DZ PRIVATBANK S.A.: Kleine Schwächen in der Kür

Die DZ Privatbank erhält in der Gesamtwertung das rating »Sehr gut«.
Die DZ Privatbank schenkt dem Kunden einen fulminanten Auftakt im Beratungsgespräch, an den sie auch zunächst nahtlos mit Gesprächsprotokoll und Anlagevorschlag anknüpft. Doch eine gute, gar herausragende Vermögensstrategie erfordert noch mehr.
  • Fuchs plus
  • Neue Bank AG | Vermögensstrategie, Portfolioqualität und Gesamtbewertung TOPS 2019

Neue Bank: Verliebt in Text und gute Lösungen

Die Neue Bank AG erhält in der Gesamtwertung das rating »Gut«.
Seit 1991 ist die Neue Bank inzwischen am Markt und sieht sich selbst in der Tradition einer klassischen Privatbank. Dem wird sie auch meistenteils gerecht, wenn da nicht der eine und andere (Anfänger)Fehler wäre.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Profiteur der US-Sanktionen gegen Russland

Palladiumpreis in luftiger Höhe

Der Palladiumpreis hat sich in bisher nicht bekannte Höhen-Regionen geschoben. Und sich von der Preisentwicklung anderer Metalle vollkommen abgekoppelt. Ein Grund sind die Sanktionen der USA gegen Russland. Wir sagen, wie Anleger profitieren können.
  • Fuchs plus
  • Handelsstreit belastet stark

Kupferpreis von allen Seiten unter Druck

Der Handelsstreit zwischen den USA und China belastet den Kupferpreis stark. Die Konjunktursorgen haben ihn schon länger nach unten getrieben. Jetzt kommt ein angebotsseitiger Faktor hinzu.
  • Fuchs plus
  • Die Tücken eines ICOs für Investoren

Wenn bei der Kryptogeld-Ausgabe „überschüssige Münzen“ entstehen

Bei Initial-Coin-Offerings können Situationen entstehen, die dem Investor nicht gefallen. Bei der „Geldausgabe" entstehen „überschüssige Münzen" (Coins). Das kann zu einem deutlichen Wertverlust führen. Deshalb muss der Anleger vor dem Investment ein Papier ganz genau lesen.
Zum Seitenanfang