Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
271
Bei Stellenwegfall nach Wahltag

Zukunftsängste bei SPD-Mitarbeitern

In der SPD-Zentrale grassiert die Angst um die Arbeitsplätze. Zahlreiche bei der Partei Beschäftigte wären bei einer Wahlniederlage betroffen. Und zittern müssen nicht nur die Kleinen.
In der Berliner SPD-Zentrale grassiert die Furcht vor dem Wahltag. Bei einem Verlust der Regierungsbeteiligung würden attraktive Arbeitsplätze knapp. Verschärft wird der Mangel an gut dotierten Posten durch die Wahlniederlagen in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen. Bei einem nicht unwahrscheinlichen Verlust von Niedersachsen verschärft sich das Problem. Die 200 Mitarbeiter im Willy-Brandt-Haus plagen Zukunftsängste. Dabei geht es zunächst auch darum, wer künftig für sie personell zuständig sein wird. Bundesgeschäftsführerin Juliane Seifert ist erst seit einem Jahr im Amt. Berufen hat sie noch die jetzige Familienministerin und damalige Generalsekretärin Katharina Barlay. Das spricht nicht für einen Verbleib. Denn in der Opposition braucht der neue General eine schlagkräftige Truppe und Vertraute an seiner Seite. Der derzeitige Generalsekretär Hubertus Heil wird kaum in seinem Amt bleiben (wollen). Er sprang bekanntlich nur ein, weil Barlay für Manuela Schwesig – jetzt Ministerpräsidentin in Mecklenburg-Vorpommern – nachrückte. Dem Niedersachsen wird nachgesagt, auf den Posten des SPD-Fraktionsvorsitzenden zu schielen. Dort sitzt Thomas Oppermann zwar auf Abruf. Den ersten Zugriff auf seine Nachfolge hätte aber natürlich ein (gescheiterter) Kanzlerkandidat Martin Schulz. Doch der kandidiert nicht einmal in einem Wahlkreis, sondern nur als Spitzenkandidat in Nordrhein-Westfalen. Deshalb kann er ein schlechtes Zweitstimmenergebnis nicht durch ein deutlich besseres als Direktkandidat zumindest etwas ausgleichen. Ob ihn die Genossen als Parteivorsitzenden bestätigen werden, ist ebenfalls fraglich. Der Fraktionsvorsitz als Schaltstelle der Opposition könnte deshalb auch für Andrea Nahles reizvoll (und greifbar) sein. Die SPD-Finanzen werden auf jeden Fall Sparmaßnahmen erzwingen. Denn ein schlechtes Wahlergebnis führt zu geringen Einnahmen aus der Wahlkampfkostenerstattung. Dazu kommen geringere Beiträge der Fraktionsmitglieder und der Wegfall der Zahlungen der einstigen Minister und Staatssekretäre. Etliche Mitarbeiter der SPD-Zentrale müssen daher um ihren Arbeitsplatz bangen. Das motiviert natürlich nicht sonderlich im Wahlkampf. Zumal eine Belohnung mit einem Posten in einem Ministerium unwahrscheinlich ist. Und um die Posten bei den Gewerkschaften, in den wenigen verbliebenen SPD-Bundesländern und bei der Friedrich-Ebert-Stiftung rangeln sich viele Bewerber.

Fazit: Die SPD steht vor personellen Umbrüchen – und das nicht nur an der Spitze, sondern auch im Mittel- und Unterbau.

Meist gelesene Artikel
  • Auswertung Vermögensstrategie TOPS 2018

Raiffeisen Privatbank kommt oft ohne Begründungen aus

Mit insgesamt 74,9 Punkten in allen vier Wertungskategorien erreichte die Raiffeisen Privatbank Liechtenstein AG ein Gut und Platz 16 in der Gesamtwertung.
Die Raiffeisen Privatbank in Liechtenstein sendet uns ein präzises Protokoll mit den Inhalten des Gesprächs während unseres Besuchs, danach einen Strategievorschlag mit einem Anlagevorschlag für das neue Portfolio. Dabei bleiben jedoch einige Fragen offen;  in einem Aspekt arbeitet das Haus dann aber wieder vorbildlich. 
  • Ausblick 2018

Es läuft (zu) rund

Wenn es dem Esel zu gut geht, dann geht er auf's Eis. Diese Gefahr besteht derzeit wieder. Es läuft rund in der Weltwirtschaft und die Unternehmen haben mächtig Rückenwind bei Zinsen und immer noch auf der Währungsseite. In solchen Zeiten werden die größten Fehler gemacht.
  • Aktien

Neue Hochs voraus

Die US-Notenbank wird 2018 ihre Zinsen wohl anheben und die Anleihenkäufe reduzieren. Das wird nicht spurlos an den Aktienmärkten vorbeigehen.
2018 beginnt vielversprechend. Der Dow wird von den Auswirkungen der Steuerreform getrieben, der DAX fährt in seinem Windschatten. Die Rally des Vorjahres wird fortgesetzt. Im Verlauf des Jahres dürfte es jedoch turbulenter zugehen.
Neueste Artikel
  • Die Baisse ist beendet

Die Industriemetalle erholen sich

Seit Juni 2017 ziehen die Preise für Rohstoffe wieder an. Nachfrage und Spekulation erzeugen einen neuen Aufwärtstrend.
  • Mächtige Überraschung

China hält den Kurs

Das Datenpaket aus Peking lieferte letzte Woche Zahlen und Daten über Prognosen für die wirtschaftliche Entwicklung Chinas. Eine Zahl fällt dabei jedoch aus dem Rahmen.
Zum Seitenanfang