Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1683
Export: Steuern und Zoll

Sonderregeln für Lieferungen in Sondergebiete

Exporteure müssen oft viele Regeln beachten. Besondere Präzision ist bei Lieferungen in Sondergebiete nötig. Denn hier gibt es sowohl steuerrechtlich als auch zollrechtlich Besonderheiten. FUCHSBRIEFE geben Ihnen eine aktuelle Orientierung.

FUCHSBRIEFE geben Ihnen eine Orientierung, wie Exporte in sogenannte Sondergebiete korrekt zoll- und steuerrechtlich abzuwickeln sind. Denn es stellen sich für Unternehmer immer wieder dieselben Fragen: Handelt es sich um eine Ausfuhr oder innergemeinschaftliche Lieferung? Ist eine Ausfuhranmeldung nötig? 

Sondergebiete sind sowohl steuerrechtlich als auch zollrechtlich zu behandeln. Kompliziert wird es, wenn ein Drittlandgebiet zollrechtlich zum Unionsgebiet gehört. Für die zollrechtliche Behandlung ist zunächst zu prüfen, ob es sich bei einer Lieferung um eine Ausfuhr handelt.

Spezielle Inseln

Es gibt Gebiete, die weder zum Zollgebiet noch zum Mehrwertsteuergebiet der EU zählen.  Sendungen auf Gebiete wie die Inseln Färöer, Gibraltar, Helgoland werden darum wie Sendungen in ein Drittland behandelt. Für Anmeldung/Rechnung gilt:

  • Ausfuhranmeldung (Code: EX)
  • umsatzsteuerfreie Lieferung mit Ausfuhrnachweis (ATLAS-Ausgangsvermerk oder Alternativ-Nachweis)

Daneben gibt es Gebiete, die zum Zollgebiet, aber nicht zum Mehrwertsteuergebiet der EU gehören. Für Sendungen auf Gebiete wie die Kanarischen Inseln oder die überseeischen französischen Departements gilt:

  • Ausfuhranmeldung (Code: CO)
  • umsatzsteuerfreie Lieferung mit Ausfuhrnachweis (ATLAS-Ausgangsvermerk oder Alternativ-Nachweis)
  • Nachweis des Unionscharakters der Waren mit einem T2L- oder T2LF-Dokument. Diese werden ab März 2024 ersetzt durch das System Proof of Union Status (PoUS). Der Nachweis über Handelsdokumente bleibt bis August 2025 möglich (T2L-Vermerk auf Rechnung, ab 15.000 Euro Sichtvermerk der Zollstelle).

Sonderregeln für Andorra und San Marino

Zwischen EU und Andorra sowie mit San Marino besteht eine Zollunion. Die meisten Waren bewegen sich zollfrei zwischen den Gebieten. Ausgenommen sind bestimmte EGKS-Waren (Kohle/Stahl). Für den Warenverkehr gilt hier ansonsten:

  • Ausfuhranmeldung; Hinweis für Lieferungen nach San Marino: EU-Ausgangszollstelle ist Rimini
  • umsatzsteuerfreie Lieferung mit Ausfuhrnachweis (ATLAS-Ausgangsvermerk oder Alternativ-Nachweis)
  • Nachweis des Unionscharakters der Waren mit einem T2L- oder T2LF-Dokument. Diese werden ab März 2024 ersetzt durch das neue System Proof of Union Status (PoUS)Der Nachweis über Handelsdokumente bleibt bis August 2025 möglich (T2L-Vermerk auf Rechnung, ab 15.000 Euro Sichtvermerk der Zollstelle).
Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Brückeneinsturz von Baltimore

Hafen von Baltimore wieder geöffnet

Verschwommenes Bild vom Hafen in Baltimore und Bild von einem Sperrschild verlaufen ineinander © Adobe Firefly, KI-generiertes Bild
Der Hafen von Baltimore ist wieder rund um die Uhr geöffnet. Auch größere Schiffe können den wichtigen Umschlagplatz an der Ostküste der USA nun wieder anlaufen.
  • Fuchs plus
  • Stiftungsvermögen 2024: Credo Vermögensmanagement GmbH

CREDO baut Nähe zum Kunden auf

Thumb Stiftungsvermögen 2024, © Grafik Redaktion Fuchsbriefe mit Envato Elements
Eule, Segelboot, Keimling und Füllhalter – mit diesen Bildmotiven begrüßt CREDO auf der Website seine Gäste. Die Eule beobachtet genau, das Segelboot manövriert durch stürmische Zeiten, der Keimling steht für gesundes Wachstum und der Füllhalter soll Unabhängigkeit symbolisieren. Nicht schlecht gelöst. CREDO bedeutet laut Website „Ich glaube". Glauben und Vertrauen seien die wertvollsten Güter, der Ursprung des Unternehmens liege in kirchlichen Mandaten. Das passt perfekt zur Stiftung Fliege.
  • Einblick in den «Trusted Wealth Manager 2024»

Wie Oberbanscheidt & Cie. Transparenz und Kundenvertrauen in Vermögensverwaltung fördert

Grafik envato elements, Redaktion Fuchsbriefe
Die Oberbanscheidt & Cie. Vermögensverwaltungs GmbH mit Sitz in Kleve zeigt sich im neuesten «Trusted Wealth Manager» offen für Transparenz und Kundenkommunikation. Das Unternehmen bekräftigte seine Bereitschaft, Teile des Selbstauskunftsfragebogens zu beantworten, als Ergänzung zum laufenden Monitoring der FUCHS | RICHTER Prüfinstanz, was die Grundlage für eine vertrauensvolle Beziehung zu seinen Kunden bildet.
Neueste Artikel
  • Editorial

Trauer um Sven Jösting

FUCHSBRIEFE trauern um Sven Jösting. Unser Wasserstoff-Experte und Aktien-Analyst ist unerwartet verstorben.
  • Fuchs plus
  • PPAs boomen

Vervierfachung der Strom-Direktabnahmeverträge

Urban Area © urbans78 / stock.adobe.com
Die Zahl der Strom-Direktabnahmeverträge (PPA) von Betreibern von Wind- und Solarparks hat sich im vorigen Jahr vervierfacht. Der Markt, der lange bei Werten um 1 GW im Jahr dümpelte, kommt damit in Schwung. Für Großunternehmen wird es in wenigen Jahren wohl zum Standard bei der Energiebeschaffung gehören, KMU werden folgen.
  • Fuchs plus
  • Anlagechancen im Inselreich Philippinen

Zinssenkungen werden Peso-Turbo

Hafen von Manila © Joseph Oropel / stock.adobe.com
Die Philippinen sind ein riesiger Markt, in Depots deutsche Anleger aber kaum vertreten. Dabei bieten eine gute Peso-Perspektive und attraktiv bewertete Unternehmen Anleger einige Chancen.
Zum Seitenanfang