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Hauptstadt-Notizen
  • FUCHS-Briefe
  • Abschreckendes Brüsseler Postengeschacher

Briten froh über „leave“

London: Froh über leave

Das war noch mal ein Push für die Brexiteers ...Nach der Nominierung einer Nicht-Spitzenkandidatin – Ursula von der Leyen – für den Chefsessel der Kommission, haben viele Briten den Eindruck mit „leave Europe" die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Europa hat Probleme, zu seinen Werten zu stehen, auch zu seinen demokratischen. Gerade weil Frankreich den Ton bei der Nominierung angab und das den Wählern verkaufte verfahren preisgab, wird es künftig umso schwerer fallen, Clubmitglieder noch der Regelverletzung und „Verrat an den Werten Europas" zu bezichtigen. Daran ändert auch nichts die Tatsache, dass die EVP als Wahlsiegerin mit Manfred Weber einen denkbar schwachen Spitzenkandidaten für das Amt des Kommissionschefs aufgestellt hat. Dass dieser für viele Staatschefs nicht auf Augenhöhe spielen würde, hätte von vorneherein klar sein müssen. Dumm gemacht, dumm gelaufen, hört man dazu in Berlins politischen Kreisen.

  • FUCHS-Briefe
  • Peking handelt früher als erwartet

China liberalisiert Asset Management-Markt

Peking: China liberalisiert Anlagemanagement

China gestattet Ausländern von 2020 an generell den mehrheitlichen Besitz von Asset Management - Firmen im Lande. Ursprünglich war das erst für einen späteren Zeitpunkt vorgesehen gewesen. Eine ausländische Kapitalmehrheit haben die Chinesen nur l in wenigen Fällen zugelassen. Die drei derzeitigen Ausnahmen sind UBS aus der Schweiz, Nomura aus Japan und JP Morgan aus den Vereinigten Staaten. Hintergrund: China will selbst im Asset Management in Europa und Nordamerika aktiv werden. Ohne die Öffnung des chinesischen Marktes wäre das nicht möglich.

  • FUCHS-Briefe
  • Betrieb | Förderung

Innovative Geschäftsmodelle

Das BMWi fördert mit einem neuen Programm die Entwicklung nichttechnischer Innovationen. Dazu gehören neue digitale Geschäftsmodelle, neue Designansätze oder Softwareentwicklungen...
  • FUCHS-Briefe
  • Umweltverbände verzeichnen kontinuierlichen Zuwachs

Berlin: Öko-Partikularinteressen boomen

In Deutschland formiert sich eine neue, breite und außerparlamentarische Umweltbewegung. Darauf deuten die Mitgliederzahlen der Umwelt- und Ökoverbände hin. Die drei großen Interessengruppen NABU, Greenpeace und BUND kommen auf insgesamt 1,731 Mio. Mitglieder. Im Gegensatz dazu komme alle im Bundestag vertretenen Parteien gerade einmal auf 1,2 Mio. Mitglieder. Während die Volksparteien kontinuierlich Mitglieder verlieren, wächst die Zahl der Aktiven bei den kleinen Parteien und den Umweltverbänden kontinuierlich an. Von diesem Trend werden die Grünen noch geraume Zeit profitieren. Denn die NGOs erwiesen sich in ihrer Mehrzahl als Speerspitze grüner Politik.
  • FUCHS-Briefe
  • Weltweiter Wohnimmobilienboom

Häuser vielfach deutlich teurer als vor der Finanzkrise

London: Teure Häuser

Die (realen) Preise für Wohnimmobilien sind inzwischen in vielen Ländern höher als zum Zeitpunkt der Finanzkrise – die auch eine Immobilienkrise war. In Neuseeland, Australien, Kanada und Deutschland liegen sie mittlerweile deutlich über dem damaligen Niveau. In Kanada und Neuseeland sind sie sogar 40% überm damaligen Gipfel. Aber auch in Ländern, die damals einen spekulativen (Bau)boom erlebten, wie Irland, USA oder Großbritannien, sind die Preise bereits wieder knapp vor den damaligen Höchstständen. Nur Spanien liegt noch etwas zurück. In Italien sinken die Hauspreise dagegen kontinuierlich. Insgesamt beträgt der Wert des weltweiten Wohn-Immobilienbestandes geschätzt 200 Billionen US-Dollar.

  • FUCHS-Briefe
  • 1,6 Kinder pro Frau

In Deutschland steigt die Geburtenrate

Berlin: Wieder mehr Kinder


In Deutschland kommen wieder deutlich mehr Kinder zur Welt. Und das bei einem kontinuierlichen Anstieg der Geburtenrate. Die zusammengefasste Geburtenziffer ist zwischen 2011 und 2017 von 1,39 Kindern je Frau auf 1,57 Kinder je Frau gestiegen. In den neuen Ländern betrug sie 2017 sogar 1,61 Kinder je Frau. Der Tiefpunkt lag hier im Jahr 1994 bei weniger als 0,8 Kinder je Frau. Das entnehmen wir der 14. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung. Für die künftige Fertilitätsentwicklung ergibt sich ein voraussichtlicher Anstieg der endgültigen Kinderzahl bei den Frauen der 1970er und 1980er Jahrgänge auf etwa 1,6 Kinder je Frau. Die Zahl der Babys mit einer ausländischen Mutter nahm zwischen 2011 und 2017 um 64% zu. Ihr Anteil an allen Geburten stieg von 17% auf 23%.

  • FUCHS-Briefe
  • Energie

Schäden an der Infrastruktur durch Extremwetter

Die Europäische Umweltagentur warnt vor Schäden an der europäischen Energie-Infrastruktur durch Extremwetter und Klimawandel. Die Schäden könnten bis Ende des Jahrhunderts auf mehrere Milliarden Euro im Jahr ansteigen ....
  • FUCHS-Briefe
  • Keiner will, zwei sollen

Berlin: SPD sucht Doppelspitze

Die SPD nimmt jede Herausforderung an. Nachdem es schon keinen einzelnen Bewerber für das Amt des Parteichefs gegeben hat, will sie jetzt eine Doppelspitze installieren. Die funktioniert nach Jahren des Übens und Austarierens jetzt leidlich bei den Grünen. Die Sozialdemokratie hat damit keine oder her schlechte Erfahrungen (wir denken an das flotte Trio Ende der 1990er aus Gerhard Schröder, Oskar Lafontaine und Rudolf Scharping, das sich ordentlich zerkeilte). Auch der Vorschlag von Bundestags-Vize und Ex-Fraktionschef Thomas Oppermann zeigt die Orientierungslosigkeit der Partei: Er will alle Menschen über den Parteivorsitz mitstimmen lassen, die 5 Euro zahlen.
  • FUCHS-Briefe
  • UN revidieren Bevölkerungsprognose leicht

Weniger Menschen bis 2100 als bisher angenommen

New York: Weniger Menschen

Die UN schrauben ihre Prognose für die Entwicklung Weltbevölkerung nach unten. Demnach werden 2050 9,7 Mrd. und 21100 10,9 Mrd. Menschen auf der Erde leben. Das sind 37 Mio. weniger als noch vor zwei Jahren angenommen worden war. Soweit die Standard-Annahme. In der Maximalschätzung werden es 15,6 Mrd. Menschen sein. Die USA werden ihre Bevölkerungszahl in etwa halten. Europa schrumpft (in der mittleren Variante) von heute 748 Mio. auf dann 630 Mio. Der Grund für die leicht rückläufige Entwicklung sind fallende Geburtenraten jetzt auch in zahlreichen Entwicklungsländern. In Kenia werden Frauen demnach um 2060 im Schnitt nur noch 2,1 Kinder zur Welt bringen. Vor zwei Jahren war diese Fertilitätsrate erst für 2070 „vorgesehen". 1980 waren es noch 6,5. Während sich Afrikas Bevölkerung dennoch bis 2100 auf rund 4,2 Mrd. hochschraubt, geht sie in den entwickelten Ländern drastisch zurück. Südkoreas Bevölkerung schrumpft demnach von heute 51 Mio. auf 30 Mio. Menschen in 2100. Dort bringt eine Frau heute nur noch 1,1 Kinder zur Welt.

  • FUCHS-Briefe
  • Politik | Brüssel

Klima-Konfrontation auf dem EU-Gipfel

Auf dem EU-Gipfel in Brüssel wird Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) heute zur Erreichung der Klimaziele Deutschlands Stellung beziehen. Spätestens im Nachgang dürfte es zu einer offenen Konfrontation mit Paris kommen. Denn dort hat gerade eine Expertenkommission den Weg zur Erreichung der CO2-Ziele aufgezeigt – und Paris hat sich dem Vernehmen nach dafür entschieden, dem Ratschlag der Experten zu folgen. Demnach dürfte Frankreich in den nächsten Jahren über 50 Mrd. Euro in die bestehenden 58 AKW investieren (FB vom 19.06.18). Sogar über den Neubau eines weiteren AKW wird debattiert. Damit wird Frankreich die ambitionierten CO2-Ziele sehr bequem erreichen.
  • FUCHS-Briefe
  • Hauptstadt-Notizen | Berlin

Einigung bei Grundsteuer

Die Große Koalition hat sich auf einen Grundsteuerkompromiss geeinigt.
  • FUCHS-Briefe
  • Zinssenkungen sicher

Fed fürchtet Krieg in Nahost

Washington|NY: Fed fürchtet Krieg in Nahost

Auch in der US-Notenbank Fed befürchtet man einen Krieg in Nahost. Dies teilte uns am Wochenende ein Mitarbeiter mit, den wir im Rahmen eines Kongresses in Wien sprechen konnten – natürlich informell und nicht als offizielles Statement der Fed. Damit wächst auch die Rezessionsgefahr für die USA, so unser Informant. Diese kündigt sich ohnehin in der inverse Zinsstruktur an. Die Fed würde das sehr ernst nehmen. Daher würden auch mit Sicherheit Zinsschritte erfolgen, wenn auch noch nicht unbedingt vor August. Mit großer Sorge sehe man ein mögliches Eingreifen Russlands und eine Eskalation.

  • FUCHS-Briefe
  • Hauptstadt-Notizen

Berlin: Unter Spannung, ohne Strom

Die rot-grün-rot regierte Hauptstadt übt schon mal das Leben mit dem „Blackout". In Berlin häufen sich in diesem Jahr die Stromausfälle. Erst im Februar erlebte die Stadt den größten Stromausfall seit Jahrzehnten im Stadtteil Treptow-Köpenick. Im März waren der Alexanderplatz und Umgebung lahmgelegt. Heute (13.6.) waren ganze Straßenzüge in Steglitz und Mitte – darunter die Albrechtstraße, in der der Verlag FUCHSBRIEFE sitzt – für Stunden ohne Strom. Die Ursache waren stets unterschiedlich. In 20 Jahren am Standort haben wir noch nie eine so lange Störung und derart viel Beeinträchtigungen in einer solchen Zeitspanne erlebt.
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  • FUCHS-Briefe
  • Hauptstadt-Notizen

Neue Hauptstadt geplant

Indonesien will eine neue Hauptstadt bauen. Ziel ist eine Entlastung Jakartas, dessen Infrastruktur extrem belastet ist. Die neue Hauptstadt wird voraussichtlich auf Borneo gebaut....
  • FUCHS-Briefe
  • G-20-Treffen in Osaka

Demografie-Gipfel der Staatschefs

Tokio: Großaufgebot an Regierungschefs

Japan fiebert dem G-20-Gipfel Ende Juni in Osaka entgegen. Am 28. und 29.6. treffen sich diesmal nicht nur die Chefs der 20 Mitgliedsländer. Zusätzlich werden die Spitzen von acht weiteren eingeladenen Staaten dabei sein, darunter die Niederlande, Spanien, Thailand und der Senegal. Außerdem sind die Vertreter von neun internationalen Organisationen vor Ort (UN, WTO, WHO, IWF, Weltbank etc.). In Tokio erwartet man keine nennenswerten Proteste gegen den Gipfel. Eines der zentralen Themen wird sein, wie sich Vertrauen in ein multilaterales Wirtschaftssystem wiederherstellen lässt. Zudem werden die Japaner das Thema „alternde Gesellschaften" vorn auf die Agenda setzen. Japan beabsichtigt unter anderem einen Gesellschaftspakt, bei dem die Alten bis zum Alter von 75 arbeiten.

  • FUCHS-Briefe
  • Detaillierte Bewegungsmuster von Smartphone-Besitzern

London steuert Werbe-Gebühren durch Personenerfassung

Werbungskosten nach Maß


Wer in London ein Handy bei sich hat, steht künftig ständig unter Beobachtung. Transport for London (TfL), die Londoner Verkehrsbehörde, führt die detaillierte Erfassung aller Fahrgäste von Bahnen und Bussen ein, soweit sie mit einem Smarttelefon ausgestattet sind. Sie werden während ihres gesamten Aufenthalts im Verkehrsbereich laufend beobachtet und registriert. Offiziell soll so das Verkehrsaufkommen schneller erfasst werden und man könne damit schneller auf Veränderungen reagieren. Die Gebühren für vermietete Werbeflächen sollen künftig über das nachgewiesene Personenaufkommen an diesen Flächen gesteuert werden. Davon verspricht man sich erhebliche Mehreinnahmen. Nach Auskunft von TfL gibt es für diese Methodik schon jetzt Interesse aus dem Ausland, vor allem aus New York und aus Australien. Dass die Daten auch zum Profiling einzelner Personen verwendet werden könnten, sein nur am Rande erwähnt.

  • FUCHS-Briefe
  • Erste Jahr Schonfrist zur DSGVO ist herum

Künftig mehr Strafen bei Datenschutzvergehen

Beim Datenschutz ziehen die Behörden jetzt die Zügel an. Davon geht die WP-Gesellschaft EY aus. Die DSGVO trat Ende Mai 2018 in Kraft. In Deutschland gab es 54 Verwarnungen und 42 mal wurden Bußgelder verhängt – im Schnitt über 16.100 EUR. Damit liegt Deutschland im Europavergleich laut EY weit vorne. Besonders die Aufsichtsbehörden in Schleswig-Holstein, Berlin und Hamburg würden in Zukunft höhere Bußgelder verlangen.
  • FUCHS-Briefe
  • Neues Werk bei Cambridge geplant

Huawei bleibt in Großbritannien am Ball

Der chinesische Telekommunikationskonzern Huawei geht in Europa in die Offensive. Das chinesische Unternehmen, das von den Amerikaner stark unter Druck gesetzt wird, hat angekündigt, in der britischen Universitätsstadt Cambridge ein Werk für die Entwicklung und Produktion besonders leistungsstarker Chips zu bauen. Das Grundstück wurde bereits für 37,5 Mio. Pfund erworben. Die Baupläne sind fertig. Beschäftigt werden sollen etwa 400 Mitarbeiter.
  • FUCHS-Briefe
  • Kampf um den SPD-Fraktionsvorsitz

Nahles‘ schlauer Schritt

SPD Fraktions- und Parteichefin Andrea Nahles wirkt nicht immer geschickt, wenn sie (in der Öffentlichkeit) auftritt. Mit ihrem Schachzug, die Wahl zum Fraktionsvorsitz von Herbst auf nächsten Dienstag vorzuziehen, hat sie sich selbst übertroffen. Denn ihre Widersacher und Konkurrenten – u.a. hat der große Wahlverlierer von 2017, Hinterbänkler Martin Schulz, Ambitionen auf das Amt – müssen jetzt aus dem Stand gegen Nahles antreten und kann kaum Getreue hinter sich sammeln. Besonders gut verankert ist der aus Brüssel nach Berlin gewechselte Schulz nach wie vor noch nicht. Bei aller Empörung in der Funktionärsriege – die Aussichten, das Amt zu behalten, sind für Nahles nicht schlecht.
  • FUCHS-Briefe
  • Tories können sich Neuwahlen nicht leisten

Brexit – the hard way

Sie hätte gar nicht stattfinden sollen und doch ist sie die wahrscheinlich bedeutendste Wahl vom Wochenende gewesen: die der Briten. Sie haben der neuen Brexit-Partei von Nigel Farage die allermeisten Stimmen (31,7%) gegeben. Labour (14%) und Konservative (8,7%): weit abgeschlagen. Das bedeutet: Nach Theresa Mays Abtritt am 7. Juni wird ihr Nachfolger – voraussichtlich Boris Johnson – voll auf Konfrontation mit der EU setzen. Neuwahlen kann er sich ebenso wenig leisten wie Labour-Chef Jeremy Corbin. Denn dann würde Farage wohl neuer Premier. Bis zum 31. Oktober läuft die Galgenfrist der Briten. Vor September wird die neue EU-Kommission nicht handlungsfähig sein. Das Beste, was also herauskommen kann, ist die erneute Verschiebung. Diesmal wird sie von der EU erbeten werden müssen.
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