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Anleger nutzen den Asien-Dämfer

Adidas will mit veganem Schuh wieder in Tritt kommen

Der Adidas Flagship Store in Shanghai. Copyright: Adidas
Beim Sportartikelhersteller adidas stammen drei Viertel des Konzernumsatzes aus Verkäufen außerhalb des Euro-Raums. Die schwache Gemeinschaftswährung dürfte den Kurs der Marke mit den „drei Streifen“ darum schon bald wieder auf Trab bringen.

Aktuell haben die Herzogenauracher mit Problemen im Wachstumsmarkt China zu kämpfen. Ein Boykott in China, höhere Frachtraten und stillstehende Fabriken in Vietnam haben dem Konzern das Ergebnis im dritten Quartal gehörig verhagelt. Rechnet man alle externen Negativfaktoren heraus, wäre der Umsatz im Quartal Unternehmensangaben zufolge um 14% gestiegen, statt der ausgewiesenen 3%.

Der Sportartikelhersteller erlöst jedoch 75% aller Umsätze nicht im Euroraum. Daher dürfte der schwache Euro dem Unternehmen und der Aktie bald wieder Schwung geben. Adidas ist eines der weltweit führenden Unternehmen der Sportartikelbranche und nach dem US-Konzern Nike die Nummer Zwei. Das umfangreiche Produktsortiment umfasst Sportschuhe, Bekleidung und Zubehör. Dabei setzt der Traditionskonzern auf eine große Vielfalt an Artikeln und bietet sowohl Spitzensportlern eine bestmögliche Ausrüstung als auch Freizeitbekleidung für Amateure, die den neuesten Modetrends folgt.

Ein veganer Schuh soll für neuen Tritt sorgen

Das Portfolio ist sowohl auf den Massenmarkt als auch auf Nischenbereiche von Sport- und Freizeitbekleidung ausgelegt. Bei der Kreation der Produkte stehen innovative Entwicklungen wie neue Dämpfungstechnologien, Lightweigth, Nachhaltigkeit und digitale Sporttechnologien im Fokus. Neuestes Beispiel ist ein veganer Sneaker, der aus einer biologisch abbaubaren, pilzbasierten Lederalternative hergestellt wird. Zur Entwicklung der neuen Schuhe hat sich adidas mit Bolt Threads zusammen getan, einem Biotech-Unternehmen, das das innovative Pilzleder produziert. Wann der neue Schuh zu haben ist, steht noch nicht fest. Der Sportartikel-Hersteller will mit Recyclingschuhen und innovativen Materialien seine Klimabilanz aufpolieren und bei der Generation Z punkten.

Außerdem steuert adidas in China mit einem „Action Plan“ nun gegen. Dieser sieht unter anderem vor, die Marke Adidas und die digitale Präsenz in der Volksrepublik zu stärken, die lokale Produktion für den chinesischen Markt hochzufahren und das Ladennetzwerk sowie die Lagerbestände zu optimieren. Adidas will in IT-Infrastruktur und IT-Talente investieren, überschüssige Produkte sollen aus dem Markt genommen werden. Bei der Ladeninfrastruktur sollen mehr als 100 neue Terrex, Y-3 und Stella-Konzept-Verkaufspunkte in wichtigen Städten wie Shanghai entstehen.

Aktie mit Asien-Dämpfer

Die Probleme in Asien haben der erfolgsverwöhnten Aktie einen deutlichen Dämpfer verpasst. Dennoch ist der langfristige Aufwärtstrend bei Adidas auch nach dem zuletzt kräftigen Rücksetzer intakt. Ein KGV von rund 28 für das kommende Jahr ist für „adidas-Verhältnisse“ ebenfalls vergleichsweise günstig – nicht zu vergessen, neben der Dividendenrendite von rund 1,5% läuft auch noch ein Aktienrückkaufprogramm. Kaufen und an schwachen Börsentagen aufstocken.

Empfehlung: kaufen Kursziel: 358,60 EUR, Stop-Loss: unter 248,50 EUR (SK Xetra)

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