Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1399
Vielversprechender Start

Disney steigt ins Streaming-Geschäft ein

Nun steigt auch Disney in das Streaming-Geschäft ein. Und es läuft gut. Angetrieben durch übertroffene Erwartungen steigt die Disney-Aktie auf ein neues Allzeithoch.

Jetzt steigt auch Walt Disney steigt in das Streaminggeschäft ein und erschließt sich weitere Vertriebskanäle. Anfang November startete Disneys Streaming-Dienst Disney+ in den USA, Kanada und den Niederlanden. Andere europäische Märkte wie Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien oder Spanien folgen am 31. März 2020.

Der Entertainmentkonzern hat einen vergleichsweise leichten Start. Während Netflix auf (teuere) Eigenproduktionen setzt, wärmt Disney in gewohnter Manier zunächst alle möglichen Klassiker wie Star Wars, die Comic-Verfilmungen um die Marvel-Superhelden, Pixars-Animationsfilme oder bekannte Märchenklassiker wieder auf. Um Inhalte braucht sich Disney somit kaum Gedanken machen. Daneben punktet Disney mit einem günstigen Preis. Für 6,99 Dollar im Monat können Nutzer auf sämtliche Filme und Serien von Disney+ zugreifen. Bei Netflix geht es ab 8,99 Dollar los, das Premiumpaket kostet aber sogar 15,99 Dollar monatlich.

Fulminanter Start

Der Start von Disney+ kann als gelungen bezeichnet werden. Bereits am ersten Tag hatten sich mehr als 10 Mio. Nutzer angemeldet. Dies lag weit über den Schätzungen von Branchenanalysten und schob die Disney-Aktie vor wenigen Tagen auf ein neues Allzeithoch.

Vor dem Hintergrund, dass der Dienst bislang nicht weltweit verfügbar ist, sind diese ersten Zahlen mehr als beeindruckend. Auch wenn sich nicht alle User direkt in zahlende Abonennten umwandeln lassen, sondern viele zunächst die siebentägige Testversion nutzen werden, sprechen die Anmeldungen dafür, dass das Angebot des Mickey Maus-Erfinders auf fruchtbaren Boden fällt. Bis 2024 peilt der Medienriese dann 60 und 80 Mio. regelmäßige Nutzer an.

Umsatz steigt stabil an

Fundamental kann sich die Geschäftsentwicklung von Disney auch ohne den neuen Dienst sehen lassen. Nach der Übernahme von 21st Century kletterte der Konzernumsatz im vierten Quartal 2018/19 um 34% auf 19,1 Mrd. Dollar. Allerdings sank der Nettogewinn um zwei Drittel auf 785 Mio. Dollar. Hier machten sich die Kosten der Übernahme von 21st Century sowie deren Integration und die Investitionen für Disney+ bemerkbar.

Nach dem Sprung in bislang unbekannte Kurshöhen ist aus technischer Sicht der Weg für weiter steigende Kurse frei. Disneys starke Marke macht die Aktie weiterhin interessant. Hinzu kommen stetig steigende Dividenden. Langfristig orientierte Anleger kaufen erste Stücke und nutzen Rücksetzer zum Ausbau ihres Investments.

KAP191121

i

Kennzahlen

Kursentwicklung

Umsatz (2018)*: 59,47 Mrd.

Gewinn je Aktie (2018)*: 8,36

Marktkapitalisierung*:262,06 Mrd.

KGV (2020e): 22,7

Div.-Rendite: 1,18%

* in USD

Empfehlung: erste Stücke kaufen, bei Schwäche Position ausbauen

Kursziel: 166 USD, Stop-Loss: unter 128 USD (SK Nasdaq)

ISIN: US 254 687 106 0 | Kurs: 148,38 USD

Kurschance: 12% | Verlustrisiko: 13%

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Doppelter Urlaubsanspruch bei unrechtmäßiger Kündigung?

Bundesarbeitsgericht löst auf

Bei einer zeitlichen Überschneidung einer rechtswidrigen Kündigung mit einer neuen Beschäftigung könnte theoretisch ein doppelter Urlaubsanspruch entstehen. Das Bundesarbeitsgericht musste jetzt entscheiden, wie damit umzugehen ist.
  • Fuchs plus
  • Stiftungsvermögen 2024: Die Bank im Bistum Essen eG in der Ausschreibung

Die BiB ist kein Zug, auf den die Stiftung aufspringen will

Thumb Stiftungvermögen 2024. © Collage: Verlag FUCHSBRIEFE, Bild: envato elements
Die Bank im Bistum Essen (BiB) begrüßt die Stiftung Fliege, die ihre drei Millionen Euro Kapital neu anlegen will, mit einem überaus empathischen Schreiben. Sie bittet ausführlich um Entschuldigung, weil sie durch Krankheit bedingt nicht in der Lage gewesen sei, den erbetenen Anlagevorschlag fristgerecht einzureichen. Man fühlt sich ein wenig wie unter Freunden und möchte gern einen Sympathiebonus vergeben. Ob das nach Studium des Anlagevorschlags auch noch so ist, wird sich zeigen.
  • Fuchs plus
  • Dekarbonisierung: Andere Standorte attraktiver als Deutschland

Skandinavien bei Dekarbonisierung weit vorn

Obwohl die deutsche Regierung die ganze Wirtschaft auf Klimaneutralität trimmen will - wie die EU - bietet Deutschland keine guten Rahmenbedingungen für eine Dekarbonisierungsstrategie. Das zeigt eine Umfrage von EY unter Unternehmen. Andere Standorte sind attraktiver.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Die Inflationsprognose der Fed

Inflation: Es sind die Löhne, Dummkopf

303.000 neue Jobs sind im März außerhalb der Landwirtschaft entstanden. 200.000 waren vom Markt erwartet worden. Zudem hat der Konsumentenpreisindex im März um 3,5% auf Jahresbasis zugelegt. Bei der Fed gehen deshalb die Warnsignale an. Die Fed Cleveland hat aufgedeckt, warum das so ist.
  • Fuchs plus
  • Europa schwächelt, China holt Schwung

Trendwende für den Yuan voraus

Das große Bild für den Wechselkurs von Euro und Yuan verändert sich. Die fundamentalen und geldpolitischen Faktoren in der Eurozone und in China deuten auf eine Trendwende bei EUR|CNY hin. Anleger und Unternehmer sollten das antizipieren.
  • Fuchs plus
  • Kasachstan bietet Anlegern Chancen

Kasachstan: Grüner Wasserstoff ist eine Zukunftstechnologie

Der laufende Rohstoff-Boom beschert Kasachstan sprudelnde Exporteinnahmen. Insbesondere Energieträger wie Uran, Öl und Destillate geben auch der Währung Schwung. Die Wirtschaft wächst mit mehr als 5% und der Realzins liegt bei über 5,5%. Wie können Anleger von den Chancen des Landes profitieren?
Zum Seitenanfang