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Norwegischer Öl-Gigant geht stärker in Richtung CO2-Speicherung und Wasserstoff

Guter Kaufzeitpunkt bei der Equinor-Aktie

Kohlenstoffspeicherung als Fotografie © Adobe Firefly, KI-generiertes Bild
Das norwegische Unternehmen Equinor ist einer der größten Öl- und Gasförderer Europas. Das hochprofitabel wirtschaftende Unternehmen will sich von seinem fossilen Geschäft aber unabhängiger machen. Das Fundament dafür ist bereits gelegt.

Equinor ist ein norwegischer Öl-Gigant, der sich mit CO2-Speicherungen, Erneuerbaren Energien und Wasserstoff neue Geschäftsbereiche aufbaut. Das Unternehmen ist noch aber überwiegend in der Öl- und Gasförderung aktiv und im norwegischen Kontinentalschelf der führende Betreiber. 

CO2-Speicherung wird großes Geschäft

Im Segment CO2-Speicherung schloss sich Equinor vor anderthalb Jahren mit dem Energiekonzern Wintershall DEA zusammen. Die beiden Unternehmen wollen gemeinsam die Entwicklung einer umfassenden und sicheren Wertschöpfungskette für die Abscheidung, den Transport und die unterseeische Speicherung von CO2 (CCS) voranzutreiben. Das Projekt soll kontinentaleuropäische CO2-Emittenten mit Offshore-Lagerstätten auf dem norwegischen Festland verbinden. Bis 2032 soll eine Pipeline zwischen 10% und 20% der industriellen CO2-Emissionen Deutschlands nach Norwegen leiten. 

Equinor ist zudem einer der wichtigsten Gaslieferanten Deutschlands. Mit dem staatlichen deutschen Energieunternehmen Sefe (ehemals Gazprom Germania) haben die Norweger Ende Dezember einen zehnjährigen Gasliefervertrag geschlossen. Von Beginn dieses Jahres bis 2034 sollen 111 Terawattstunden Erdgas geliefert werden. Diese Menge deckt rund ein Drittel des Bedarfs der deutschen Industrie. Zudem soll Sefe ein langfristiger Abnehmer von Equinors CO2-armen Wasserstoff werden.

Hohe Dividenden und guter Kaufzeitpunkt

Die Equinor-Aktie ist für Dividendenfreunde interessant und zudem günstig bewertet. Die Norweger zahlen seit 21 Jahren eine Dividende sowie nach Geschäftslage Sonderdividenden aus. Die Dividendenrendite liegt bei fast 13%. Aus fundamentaler Sicht ist Equinor mit einem KGV um 7 und einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von rund 1,7 inzwischen günstig bewertet. 

Ein aktueller Rücksetzer in der Aktie eröffnet mittel- und langfristig orientierten Anlegern derzeit eine Einstiegsgelegenheit. Der Rückgang der Ölpreise seit Ende September belastet Equinor. Der Titel handelt inzwischen rund 22% unterhalb des 2023er Jahreshochs. Mit Blick auf den Chart ist die Aktie im Kursbereich zwischen 280 und 300 NOK solide unterstützt.

Empfehlung: kaufen Kursziel: 348 NOK; Stopp-Loss unter 274 NOK
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