Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
0,00 €
3360
Produktcheck: Deutsche Edelfisch DEG GmbH & Co. II KG Genussrechte

Investment in nachhaltige Fischzucht

Relativ konjunkturunabhängig gestaltet sich das Geschäft mit Fischen und deren Aufzucht. Die Deutsche Edelfisch bietet mit einer Genussrechtsbeteiligung an Aquakultur-Kreislaufanlagen eine renditestarke und nachhaltige Investmentlösung an, die bislang auf dem deutschen Anlagemarkt einmalig sein dürfte. Wir haben das Produkt näher unter die Lupe genommen.

Genussscheine sind eine interessante alternative Anlagemöglichkeit. Sie können helfen, ein Depot unabhängig von der Richtung der Zins- und Aktienmärkte zu diversifizieren. Darüber hinaus erwirtschaften sie attraktive Renditen. Ähnlich wie Nachrangdarlehen, Stille Gesellschaften oder Hybridanleihen, gehören Genussrechte zum Mezzanine-Kapital. Sie sind also eine Mischform aus Eigen- und Fremdkapital. Als Anlageform sind sie eine Mischform aus Aktie und Anleihe. Genussrechtsinhaber erhalten in der Regel eine attraktive Grundverzinsung und kommen darüber hinaus in den Genuss einer Gewinnbeteiligung der jeweiligen Unternehmung. Auf der anderen Seite besteht – ähnlich wie bei Aktien – das grundsätzliche Risiko des Totalverlusts.

Die Deutsche Edelfisch bietet mit einer Genussrechtsbeteiligung an Aquakultur-Kreislaufanlagen eine renditestarke nachhaltige Investmentlösung an. Die ist bislang auf dem deutschen Anlagemarkt einmalig – und wir haben das Konzept auf der Invest in Stuttgart unter die Lupe genommen. Die 2014 gegründete Deutsche Edelfisch DEG Capital GmbH gehört zum Unternehmensverbund der ZKSC AG in Meggen in der Schweiz. Dieses Unternehmen plant, baut und betreibt Indoor-Aquakultur-Fischzuchtanlagen zur kommerziellen Aufzucht von Edelfischen wie Zander, Stör und Egli. Unter dem Namen Deutsche Edelzucht soll das in der Schweiz erprobte Konzept nun mit Aquakultur-Kreislaufanlagen in Deutschland fortgesetzt werden.

Weltbank rechnet mit solidem Wachstum

Fischzucht ist ein weltweiter Wachstumsmarkt. Die wachsende Weltbevölkerung will ernährt werden. Doch geeignete Anbauflächen für Agrarprodukte sind endlich. Fischzucht ist ein Ansatz, die Ernährungsprobleme zu lösen. Während zur Herstellung von 1 kg Fleisch eine Vielzahl Kilogramm Futtermittel benötigt werden, ist die Fischproduktion deutlich ressourcenschonender und effektiver. Laut einer Studie der Weltbank ist Aquakultur der Lebensmittelsektor mit dem stärksten Wachstum weltweit (ca. +8% p.a.). Und Indoor-Aquakulturen ermöglichen eine ökologische Fischproduktion ohne Einsatz von Antibiotika oder Chemikalien. Die Kreislauf-Anlagen der Deutsche Edelfisch verfügen über eine aufwendige Reinigungstechnik, mit der das Wasser in den Bassins stets sauber und frisch gehalten wird. Dadurch wird gewährleistet, dass die Fische artgerecht gehalten werden können. Ergebnis: Die Fische haben Bioqualität.

Der große Vorteil dieser Technik ist die universelle Einsetzbarkeit. Die Fische müssen nicht erst gefangen und über tausende Kilometer hinweg zum Verbraucher transportiert werden. Da dieses Verfahren jedoch aktuell noch mit einem höheren finanziellen Aufwand verbunden ist, sind solche Anlagen nur dann rentabel, wenn sie entsprechend groß sind und in ihnen teure Edelfische wie Zander aufgezogen werden.

Investition in Anlage in Mecklenburg-Vorpommern

Anleger können sich am Aufbau und dem Betrieb einer Zanderproduktionsanlage in Mecklenburg-Vorpommern beteiligen. Das notwendige Kapital von 8,9 Mio. Euro (inkl. Vertriebskosten) soll durch die Ausgabe von Genussrechten bei privaten Investoren eingesammelt werden. Diese Genussrechte sind mit einer von 3,00 auf 8,00% steigenden Grundverzinsung und ab dem fünften Jahr operativer Tätigkeit mit einer Gewinnbeteiligung von 3% p.a. ausgestattet. Die Laufzeit der Genussrechte ist unbefristet. Eine ordentliche Kündigung ist erstmals zum 31.12.2025 möglich. Die Genussrechte können mit einer Mindestanlage von 1.000 Euro über die Deutsche Edelfisch DEG GmbH & Co. II KG gezeichnet werden (www.edelfisch.eu bzw. www.edelfisch-investment.de). Eine Notierungsaufnahme der Genussrechte ist nicht geplant, eine Veräußerung während der Mindestlaufzeit somit nicht bzw. nur eingeschränkt möglich.

Interessant: Eine EU-Förderung in Höhe von mehr als 30% der Aufbaukosten der Produktionsanlage schafft einen komfortablen Sicherheitspuffer für die Investoren. Laut Aussagen der Deutsche Edelfisch, rechnet sich das Projekt jedoch auch ohne EU-Zuschuss.

kap190411_5-6

i

Deutsche Edelfisch DEG GmbH & Co. II KG Genussrechte

Auflagedatum: in Zeichnungsphase

Stärken-Schwächen-Profil

  • unkorrelierte Asset Klasse

FUCHS-Bewertung 4/5

Bewertungsfazit: Das Geschäftsmodell der Deutsche Edelfisch finden wir spannend und innovativ. Die Genussscheine bieten neben einer attraktiven Grundverzinsung eine solide Gewinnbeteiligung an. Bei einer Beteiligungsdauer von 10 Jahren errechnet sich eine (geplante) Rendite von 7,5% p.a. Ob der wirtschaftliche Erfolg wie geplant eintritt, ist zwar ungewiss, die EU-Förderung des Projekts mit mehr als 30 Prozent Zuschuss zu den Aufbaukosten der Anlage gibt Investoren jedoch eine gewisse Grundsicherheit.

Produktcharakteristika

geplantes Emissionsvolumen (incl. Vertriebskosten): 8,9 Mio. EUR

  • Genussrecht als Ertrags- und Risikodiversifizierer für das Portfolio

Ausschüttungsart: ausschüttend

  • Auquakultur ist ein Wachstumsmarkt

Mindestzeichnungsumme: 1.000 Euro (empfohlen ab 5.000 € Zeichnungssumme)

  • Indoor-Aquakultur ist nachhaltig und ökologisch

Kosten und Provisionen: 15% (werden Anleger nicht gesondert in Rechnung gestellt, bereits in Kalkulation)

  • kein Börsenhandel der Genussrechte (vorzeitiger Ausstieg nicht (oder nur schwer) möglich)

Anlagestrategie: unternehmerische Beteiligung, Mezzanine-Kapital, Genussrechte

  • Rendite und Gewinnbeteiligung ist vom wirtschaftlichen Erfolg abhängig, nicht garantiert

Fazit: Die Genussrechte der Deutsche Edelfisch DEG GmbH & Co. II KG eignen sich für langfristig orientierte und erfahrene Anleger als renditeträchtige Depotbeimischung in einem ausbalancierten Portfolio. Genussrechte sind eine unternehmerische Beteiligung, die am Erfolg sowie am Misserfolg des Unternehmens beteiligt sind.

Meist gelesene Artikel
  • Das FUCHS Broker-Rating 2021 ist da!

Nur die Wenigsten überzeugen

Das FUCH Broker-Rating 2021 ist da! Copyright: Verlag Fuchsbriefe
Im diesjährigen Broker-Rating wollten wir die Broker mit einem echten Traumkunden aus der Reserve locken. Mit der Aussicht auf eine lange Bindung und viele Trades, müssten sich die Häuser um uns reißen. Genutzt haben die Offerte die Wenigsten. Das Rating offenbart etwas Licht und sehr viel Schatten.
  • Fuchs plus
  • Basisregister und Wirtschaftsnummer kommen

Once Only für Register

Basisregister und Wirtschaftsnummer kommen. Copyright: Pixabay
Das Kabinett hat die Schaffung eines Basisregisters beschlossen. Das soll den bürokratischen Aufwand für Unternehmen reduzieren und die Verwaltung effizienter machen. Profiteur ist dabei vor allem eine Behörde.
  • Fuchs plus
  • Die Entscheidung fällt im 4. Quartal

Dollar stabil. Vorerst

Dollar stabil. Vorerst. Copyright: Pixabay
Das Virus macht Sommerpause. Und das Wohlgefühl steigt allenthalben mit den Temperaturen. Der aufgestaute Konsum bricht sich Bahn. Das sind gute Voraussetzungen für einen stabilen Dollar. Vorerst.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Ladungsträger-Management

Nix paletti mit Paletten

Nix paletti mit Paletten. Copyright: Pixabay
Weniger Holz, höhere Nachfrage, lange Lieferzeiten: Paletten sind ein exklusives, teures Gut. Gibt es Alternativen?
  • Fuchs plus
  • Der stramme Marsch in die Staatswirtschaft

Die EU frustriert die Unternehmer

Die EU frustriert die Unternehmer. Copyright: Pixabay
Die EU frustriert mit einer unternehmensfeindlichen Politik. Einerseits werden ständig neue Regelungen eingeführt und alte strenger gefasst. Andererseits verfolgt die EU eine gesteuerte Wirtschaftspolitik, die hohe Kosten verursacht, aber wenig bringt.
  • Digitalisierung löst nicht das Bürokratieproblem

Entschlackungskur für Europa

Fuchsbriefe-Chefredakteur Ralf Vielhaber. @Foto: Verlag FUCHSBRIEFE
Europa bestimmt, verordnet, vereinheitlicht. Und eine Regierung misst sich oft an der Zahl der verabschiedeten Gesetze. So wächst der Berg an bürokratischen Vorschriften immer weiter. Diesen Mühlstein auf dem Weg in die Zukunft müssen wir schnellstens loswerden, findet Fuchsbriefe-Chefredakteur Ralf Vielhaber.
Zum Seitenanfang