Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
249
Oldtimer

Automobile: Mit angezogener Handbremse

Die Aktivitäten am Markt für klassische Automoible verlaufen träge. Die Preise steigen eher zufällig.
Die Preise klassischer Autos sind 2016 unterdurchschnittlich gestiegen. Um 9% gingen sie nach oben. Der langjährige Durchschnitt, gemessen am HAGI TOP Index, liegt bei 13%. Der Index misst seit 1980 die Wertentwicklung von 50 ausgewählten Fahrzeugen Der Markt konsolidiert damit bei niedrigeren Umsätzen und auf hohem Niveau weiter. Innerhalb des Marktes gibt es aktuell wenig Verschiebungen. Die Mercedes 300 SL Flügeltürer, von denen insgesamt rund 1.200 gebaut wurden, sind weiter solide nachgefragt (Preisspanne 1,5 bis 2 Mio. Euro). Die Preise für das 280 SE 3.5 Cabrio stagnieren bei rund 450.000 Euro. Die Preise für den 190 SL aus den 50er Jahren gehen sogar leicht auf rund 150.000 Euro zurück. Begehrt bleiben die Blue Chips unter den Klassikern. Porsche 911 R.S.2.7 Lightweight von 1973 (Stückzahl ca. 500) kosten leicht bis zu 1 Mio. Euro – wenn die Qualität perfekt ist. Deutlich unsicherer und volatiler ist die Preisentwicklung beim Carrera GT von 2003. Der ursprünglich für Le Mans entwickelte Straßensportwagen notiert heute für mehr als eine dreiviertel Million. 2014 war es aber schon mal 250.000 Euro mehr. Aussichtsreich sind die Verschiebungen hin zu vernachlässigten Marken wie Jaguar und Lamborghini. Diese werden in der Klassikwelt zunehmend entdeckt. Der Jaguar XJ 220 profitiert z. B. davon, dass Jaguar erstmals seit Jahrzehnten neue Reifen für das Auto anbietet. Und die Klassikabteilung von Lamborghini sichert jetzt die Ersatzteilversorgung auch weniger bekannter Wagen ab. Das könnte zu einem erheblichen Preisanstieg bei diesen Fahrzeugen führen.

Fazit: Die Aktivitäten am Markt für klassische Autos verlangsamen sich weiter. Die Preise steigen, allerdings aufgrund des vielfach sehr dünnen Umsatzes eher zufällig. Langfristig aussichtsreich sind die bisher vernachlässigten Marken.

Meist gelesene Artikel
  • Zum Zwecke der Wirtschaftsspionage

Britische Geheimdienste verkaufen sensible Daten

Britische Geheimdienste verkaufen gesammelte Daten an Dritte. Copyright: Picture Alliance
Die britischen Geheimdienste verkaufen in großem Umfang anlasslos gesammelte Daten. Darunter sind auch sehr sensible Informationen. Auch deutsche Unternehmen mit Bezug zu Großbritannien müssen sich sorgen.
  • Ausländische Finanzportale locken mit hohen Zinsen für Tagesgeld

Finanzportale bieten hohe Zinsen

Neuartige Finanzportale wie Weltsparen, Zinspilot und Savedo bieten hohe Zinsen auf Festgeld, indem sie deutsche Sparer an Banken im EU-Raum vermitteln. Anleger sollten darauf achten, ihre Risiken zu minimieren...
  • Produktcheck

Jyske Stable Strategy schafft, was der Name verspricht

Der Jyske Invest Stable Strategy ist ein klassischer Mischfonds. Er legt den Fokus auf besonders risikoarme, aber dennoch lukrative Anlagestrategien. Damit gelingt dem Fondsmanagement eine beachtliche Durchschnittsrendite.
Neueste Artikel
  • Keine Lösung für die britische Provinz in Sicht

London pokert um die Zukunft Nordirlands

Was passiert mit Nordirland beim Brexit?
Die Brexit-Verhandlungen sind auch Ausschlag gebend für das Schicksal Nordirlands. Wird die britische Provinz durch eine harte Grenze isoliert, droht wirtschaftlich der Absturz und innenpolitisch heiße Auseinandersetzungen und Gewalt. London pokert hoch.
  • US-Wirtschaft

Widersprüchliche Konjunktursignale aus den USA

Quelle: Phily-Fed, New York
Die Daten, die aus der US-Wirtschaft kommen, senden widersprüchliche Signale aus. Vor allem die Arbeitslosenzahlen setzen Fragezeichen. Das wird die Grundhaltung der neuen FED-Führung beeinflussen.
  • Venezuela bedient seine Schulden nicht mehr

Caracas muss auf den Ölpreis hoffen

Venezuela ist zahlungsunfähig. Das Land kann Anleihen nicht bedienen. Hohe Schulden hat die Regierung bei Russland und China. Im nächsten Jahr dürften weitere Anleihen nicht bedient werden. Es gibt aber einen Hoffnungsschimmer.
Zum Seitenanfang