Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
3958
Immobilien | Recht

Kein Recht auf Aufklärung

Eine Immobilie wie eine Katze im Sack zu kaufen und sich nur auf die Beschreibungen des Verkäufers zu verlassen, ist blauäugig.
Kaufinteressenten dürfen keine ausführliche Aufklärung über alle früheren Mängel und Bauschäden erwarten. Ein Recht auf umfassende Aufklärung beim Kauf einer Immobilie gibt es nicht, sagt Holger Freitag. Er ist Vertrauensanwalt des Verbandes Privater Bauherren. Viele Käufer sind beim Immobilienerwerb zu naiv und gehen ihrer Pflicht nicht nach, sich selbst zu informieren. Die Folge sind Gerichtsprozesse, bei denen allerdings dem Verkäufer Arglist nachgewiesen werden muss. Das gelingt nur selten. Was der Verkäufer erwähnen muss und wann der Käufer in der Pflicht ist, sich zu informieren, fassen wir im Folgenden zusammen:
  • Der Verkäufer muss ungefragt nur auf die Besonderheiten des Hauses hinweisen, die den Käufer vom Kauf abhalten könnten. Dazu gehören gesundheitsschädliche Baustoffe wie Asbest, Bleirohre oder Schwammbefall. Selbst wenn der Schaden bereits behoben wurde, muss der Verkäufer dies erwähnen.
  • Weiß der Verkäufer selbst nichts davon (z. B. weil er das Haus selbst erst vor kurzer Zeit erworben hat) ist der Käufer im Nachteil.
  • Der Verkäufer muss ehrlich antworten, wenn er gefragt wird. Der Käufer sollte seine Antworten in einem gemeinsamen Protokoll festhalten.
  • Der Verkäufer muss nicht auf einen ehemals bestehenden und endgültig behobenen Schaden hinweisen (z. B. Wasserschaden).
  • Sieht der Käufer bei der Besichtigung etwas für ihn Verdächtiges, sollte er hartnäckig und ausführlich nachfragen. Denn der Verkäufer muss nichts erwähnen, was der Käufer bei der Besichtigung selbst sehen könnte (z. B. Verfärbungen auf den Wänden).

Fazit: Beim Kauf sollten Sie sehr hartnäckig alles abfragen, was Ihnen ein- oder auffällt und die Antworten sorgfältig protokollieren. Mit einem unabhängigen Gutachter sind Sie auf der sicheren Seite. Als Verkäufer sollten Sie ehrlich sein, aber nur das Wichtigste von sich aus erzählen. Ein Makler kann diesen Job für Sie übernehmen.

Neueste Artikel
  • Gesamtschau und Wochenbericht in KW 32 für PP V, PP VII, PP VIII und PP IX

FUCHS Performance-Projekte: Die Gewinner setzen auf Stabilität

Illustriert mit Microsoft Copilot
Die KW 32 zeichnet ein bemerkenswert konsistentes Bild über alle vier FUCHS Performance-Projekte hinweg. Genève Invest, die Fürst Fugger Privatbank und die Liechtensteinische Landesbank setzen die stärksten Akzente der Woche, während das Benchmarkdepot in Projekt 5 seine Führungsrolle verteidigt. Auffällig ist dabei nicht nur die Rendite. Viele Wochengewinner notieren gleichzeitig auf Höchstständen und weisen kaum aktuelle Rückschläge auf. Lesen Sie hier.
  • Fuchs plus
  • Wochenbericht zu Projekt IX in KW 32: Gewinner ohne Aktionismus

Liechtensteinische Landesbank führt das Wochenranking an

Illustriert mit Microsoft Copilot
Die Wochenwertung im Performance-Projekt 9 entwickelt eine eigene Dynamik. Die Liechtensteinische Landesbank erzielt den höchsten Vermögenszuwachs und setzt sich an die Spitze der Wochengewinner. Dahinter folgen DRH Vermögensverwaltung und die Bank für Tirol und Vorarlberg mit ebenfalls beeindruckenden Ergebnissen. Gleichzeitig bleibt das Benchmarkdepot ohne eine einzige dokumentierte Transaktion. Entsteht die beste Performance derzeit durch aktives Handeln oder durch Positionierung?
  • Fuchs plus
  • Wochenbericht zu Projekt VIII: Wer liefert Rendite ohne Rückschläge?

Genève Invest führt das Wochenranking an, die Verfolger erhöhen den Druck

Illustriert mit Microsoft Copilot
Genève Invest steht im Mittelpunkt dieser Woche. Mit dem höchsten Vermögenszuwachs des Feldes setzt das Haus ein deutliches Zeichen und untermauert zugleich seine führende Position beim Gesamtvermögen. Dahinter rücken die Zürcher Kantonalbank Österreich, Hauck Aufhäuser Lampe und die Landes-Hypothekenbank Steiermark mit bemerkenswerten Wertsteigerungen nach vorn. Doch die spannendere Frage lautet: Entsteht Erfolg derzeit durch mehr Risiko oder durch konsequente Stabilität im Depotmanagement?
Zum Seitenanfang