Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1013
Mietrecht

Schieflage durch Modernisierungsumlage

Das bestehende Mietrecht geht bei der Modernisierungsumlage von falschen Voraussetzungen aus.
Die Modernisierungsumlage bringt nicht viel. Die Überwälzbarkeit von (energetischen) Modernisierungskosten auf Mieter ist momentan noch mit 11% gesetzlich im BGB verankert. Sie soll aber gemäß Koalitionsvertrag auf 10% abgesenkt werden. Schon die bestehende Regelung geht von falschen Voraussetzungen über die tatsächlich erzielbare Rendite aus. Das stellt die Deutsche Immobilien-Akademie (DIA) der Uni Freiburg fest. Die Rendite kann insbesondere durch eine zeitliche Beschränkung auf die Amortisation der Sanierungskosten negativ werden – und so noch stärkere Auswirkungen auf die wirtschaftliche Situation des Vermieters als die Mietpreisbremse haben. Zwar heißt es von Beteiligten der zur Mietrechts-Novellierung einberufenen Expertenkommission um das Justizministerium, dass die Amortisationsregelung ein Fehler war und daher wegfallen würde (FB vom 21.5.) Aber auch an der generell fehlgehenden Einschätzung erzielbarer Renditen ändere dies nicht viel. Laut DIA ist die geplante Regelung zur Absenkung der Modernisierungsumlage ohnehin nicht geeignet, das Ziel – Überwindung des Vermieter-Mieter-Dilemmas – zu erreichen. Zudem werden Anreize zur energetischen Sanierung für Vermieter abgewürgt. Denn die Überwälzbarkeit der Kosten ist vom Sanierungserfolg entkoppelt. Gleichzeitig werde aber auch eine unangemessene Belastungen der Mieter nicht verhindert sowie der Missbrauch der Sanierung zur Entmietung nicht eingedämmt, stellt die DIA in ihrem Gutachten fest.

Fazit: Ob die Mietrechtsänderung mit Blick auf die politisch gewollten energetischen Sanierungen den Erfordernissen eines gesunden Marktes gerecht wird, zeigt sich bis zum Ende des Sommers.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • In Kooperation mit der Finanzoo GmbH

Anglogold taktisch reduzieren

Übereinandergestapelte Goldbarren. © Filograph / Getty Images / iStock
Unsere Spekulation auf einen steilen Anstieg der Gold-Aktien ging gut auf. Wir hatten dazu auf Anglogold gesetzt, die auf Basis der automatischen Bilanzanalyse von Finanzoo fundamental unterbewertet waren. Das hat gut funktioniert. Jetzt sendet die Software aber ein anderes Signal.
  • Fuchs plus
  • Tauwetter nach sechs Jahren Eiszeit

Australien und China wollen wieder miteinander sprechen

Südsee-Atoll. © senaiaksoy / Getty Images / iStock
Den G20-Gipfel wird Australiens Premierminister auch zu offiziellen Gesprächen mit Chinas Präsidenten nutzen. Das ist auch ein Signal an eine dritte Partei, die in der Region um Einfluss buhlt.
  • Inhalte, Angebote und Diskussionen

Verlag Fuchsbriefe jetzt auch bei LinkedIn

Icon von LinkedIn auf dem Bildschirm eines Smartphones. © scyther5 / Getty Images / iStock
Mit unserer erweiterten Social Media Präsenz erreichen Sie die FUCHSBRIEFE jetzt auch bei LinkedIn.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Bank of Canada deutet weitere Drosselung des Zinstempos an

Tauben-Töne aus Ottawa

© metrokom / iStock / Thinkstock
Die Inflation ist noch nicht auf "Wunsch-Niveau". Dennoch deutet Kanadas Notenbankchef eine Drosselung des Zinserhöhungstempos an. Das hat Auswirkungen auf die Währungskurse und eröffnet weitere interessante Anlageperspektiven in Kanada.
  • Fuchs plus
  • Euro-Geldhüter laufen der Entwicklung hinterher

EZB laviert sich in die Stagflation

Europäische Zentralbank in Frankfurt am Main. © Bernd Wittelsbach / iStock
Die EZB sucht den richtigen geldpolitischen Pfad in der aktuellen Krise. Ihr Problem ist, dass sie extrem politisiert ist und darum der realen Entwicklung hinterher läuft. Das führt zu einem Lavieren in der Geldpolitik, das dauerhaft sehr teuer wird.
  • Fuchs plus
  • Wird das "Weiße Gold" bald wieder günstiger?

Zuckerpreis bekommt Gegenwind

Zuckersorten. © Printemps - Fotolia
Der Zuckerpreis springt wild auf und ab. Nach kräftigen Kursgewinnen geht es nun wieder zügig abwärts. Ist das eine Kaufgelegenheit oder lohnt es sich, auf weiter fallende Preise zu setzen?
Zum Seitenanfang