Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1241
Käufer weichen in die zweite und dritte Reihe aus

Ungebremste Preisrally am Kunstmarkt

Am Kunstmarkt geht ein Rekordjahr zu Ende. Für 2018 stehen die Zeichen weiter auf starke Preissteigerungen. Kunst-Sammler und Investoren gehen darum immer weiter ins Risiko.

Das Auktions-Jahr geht mit Rekorden dem Ende entgegen. Auf einer der jüngsten Versteigerungen wurde ein Gemälde von Marc Chagall für 28,5 Mio. Euro zugeschlagen. Die New Yorker Niederlassung von Christie's versteigerte ein Gemälde von Leonardo da Vinci (Porträt „Salvator Mundi") für 450 Mio. US-Dollar (Schätzpreis waren 100 Mio. Dollar) an die Louvre-Kopie in Abu Dhabi.

Ist mit diesen Rekorden nun das Ende der Fahnenstange erreicht? Wohl eher nicht. Zwar wird die Luft auch für seltene Spitzenstücke in dieser Höhe langsam dünn. In der zweiten und dritten Reihe werden die Preise für Kunst und Sammlerstücke aber weiter anziehen. Es ist nach wie vor viel Geld im Markt und auf der Suche nach Anlagemöglichkeiten. Außerdem wächst die kunstinteressierte und kaufwillige obere Mittelschicht in Russland, Arabien, Indien, China oder auch in Südamerika und teilweise in Afrika weiter.

Institutionelle Investoren greifen wieder zu Kunst

Neben diesen Privatanlegern mischen zunehmend institutionelle Investoren im Markt mit. Auf der Suche nach rentierlichen Anlagen, die möglichst wenig mit andern Anlageklassen korelliert sind, treten vermehrt amerikanische und britische Investmentfonds als Käufer auf.

Das wird die Preise für viele Kunstwerke auch im nächsten Jahr in der Breite des Marktes weiter anschieben. Schon heute ist ein gewisser Preisdruck bei klassischen oder modernen Gemälde spürbar. Teilweise erzielen Bilder von weitgehend unbekannten KünstlernErlöse im zweistelligen Millionenbereich.

Das spüren auch die etablierten Auktionshäuser. Von Bassenge über Grisebach, Ketterer bis Lempertz – fast alle haben einige Schwierigkeiten, für das erwartete Boomjahr 2018 an hochwertige Ware für die in- und ausländische Klientel zu kommen. Wo die Nachfrage so hoch ist, mischt sich auch das eine oder andere wenig prestige- und renditeträchtige Objekt in die Auktionen.

Privatanleger müssten stärker ins Risiko gehen

Für Privatanleger, die Objekte zum Kauf suchen, ist dieses Umfeld schwierig. Denn die Preissteigerungen verschieben das Chance-Risiko-Verhältnis immer weiter in Richtung Risiko. Zugleich steigen die Erwartungen. Angesichts der Preisrally liegt die mittlere RenditeErwartung inzwischen bei 10% p.a. Entsprechend steigt auch die Umschlaggeschwindigkeit von Kunstwerken.

Die Nachfrage privater Anleger erstreckt sich in viele Bereiche. Intensiv gesucht werden Gemälde namhafter Künstler, Kupferfiguren, gut erhaltene Kleinmöbel aus den vergangenen 300 Jahren, Schmuck, Jugendstil und Gegenstände des Art Deco. Meiden sollten Investoren dagegen Porzellan (auch Meissen), die meisten alten Bücher und Bilder völlig unbekannter Maler.

Fazit: Die Nachfrage am Kunstmarkt ist und bleibt sehr hoch. Die erste Reihe ist in vielen Segmenten teuer, die Nachfrage verschiebt sich massiv in die zweite und dritte Reihe und kleinere Segmente. Insgesamt wächst damit das Risiko im Kunstmarkt.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Brückeneinsturz von Baltimore

Hafen von Baltimore wieder geöffnet

Verschwommenes Bild vom Hafen in Baltimore und Bild von einem Sperrschild verlaufen ineinander © Adobe Firefly, KI-generiertes Bild
Der Hafen von Baltimore ist wieder rund um die Uhr geöffnet. Auch größere Schiffe können den wichtigen Umschlagplatz an der Ostküste der USA nun wieder anlaufen.
  • Fuchs plus
  • Stiftungsvermögen 2024: Partners VermögensManagement AG

Vorschlag der Partners wird als zu leicht befunden

Thumb Stiftungsvermögen 2024, © Grafik Redaktion Fuchsbriefe mit Envato Elements
Die Partners VermögensManagement AG führt sich bei der Stiftung Fliege mit einem ungewöhnlich ausführlichen und persönlich gehaltenen Anschreiben ein, das ein echtes Interesse an dem Mandat erkennen lässt. Der Vermögensverwalter geht bereits hier auf das bestehende Portfolio und den Veränderungsbedarf ein, erläutert Erfahrungen bei Stiftungsmanagement und nachhaltiger Vermögensanlage und garantiert die geforderte Ausschüttung für den Stiftungszweck. Ein toller Auftakt, der auf mehr hoffen lässt
  • Einblick in den «Trusted Wealth Manager 2024»

Wie Oberbanscheidt & Cie. Transparenz und Kundenvertrauen in Vermögensverwaltung fördert

Grafik envato elements, Redaktion Fuchsbriefe
Die Oberbanscheidt & Cie. Vermögensverwaltungs GmbH mit Sitz in Kleve zeigt sich im neuesten «Trusted Wealth Manager» offen für Transparenz und Kundenkommunikation. Das Unternehmen bekräftigte seine Bereitschaft, Teile des Selbstauskunftsfragebogens zu beantworten, als Ergänzung zum laufenden Monitoring der FUCHS | RICHTER Prüfinstanz, was die Grundlage für eine vertrauensvolle Beziehung zu seinen Kunden bildet.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Sixt: Hoffen auf EM-Vermietungs-Boom

Sixt-Aktie ist fundamental aussichtsreich

Sixt © Stefan Kiefer / imageBROKER / picture alliance
Wenn zur EM hunderttausende Touristen und Fans in Deutschland unterwegs sind, wird das auch der Autovermieter Sixt spüren. Das Unternehmen erwartet nun nach dem holprigen Jahresstart einen kräftigen Schub.
  • Fuchs plus
  • Gefährlicher Nvidia-Nonsens

EZB geht mit Zinsschritt voran - in die falsche Richtung

Die Europäische Zentralbank wird in der nächsten Woche mit einer Zinssenkung vor der US-Notenbank Fed vorangehen. Das wird ein Novum sein - allerdings nur, weil die EZB vor der Fed die Zinsen senkt. Kein Novum ist, dass die EZB wieder die falsche Zinspolitik mache und in die falsche Richtung läuft. Damit wird sie Inflation importieren und die Aktienmärkte in Bewegung setzen.
  • Fuchs plus
  • FUCHS-Depot vom 30.05.2024

Gewinn bei Talanx mitnehmen

© KanawatTH / Getty Images / iStock
Wir waren vorige Woche sehr aktiv und haben Silber-Gewinne realisiert. Auch in dieser Woche haben wir einige Aktionen vor.
Zum Seitenanfang