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Kinderkonto und ETF-Sparplan

Steuerfreies Startkapital für Kinder aufbauen

Wer sein Geld geschickt anlegt, kann für seine Kinder ein ordentliches Startkapital zusammensparen - und das "ganz nebenbei". Mit einem kleinen Kniff gelingt das sogar steuerfrei. So können aus 100 Euro von der Geburt bis zum 18. Geburtstag mehr als 45.000 Euro werden.

Vermögende können ihren Kindern schon mit einem „schmalen Taler“ und etwas Zeit ganz nebenbei ein ansehnliches Startkapital aufbauen. Basis dafür ist das Kindergeld, das Eltern für jedes Kind bekommen. Mit einem kleinen Kniff können sie ihren Kindern sogar ein steuerfreies Startkapital verschaffen.

Zwei Effekte helfen beim Vermögensaufbau: der Zinseszins-Effekt und einer Steuervorteil. Wer das Kindergeld nicht braucht, um seine Kinder direkt zu versorgen, kann es in einem ETF-Sparplan anlegen. Pro Kind gibt es immerhin 250 Euro pro Monat. Von der Geburt bis zum 18. Geburtstag summiert sich das auf 54.000 Euro an direkten Zahlungen.

Zinseszins-Effekt und Steuervorteil nutzen

Der Zinseszins-Effekt hat erhebliche Wirkung. Wer zur Geburt seines Kindes 1.000 Euro in einen global investierenden Indexfonds investiert und monatlich nur 100 Euro einzahlt, kann bis zum 18. Geburtstag des Kindes ein Vermögen von 46.000 Euro erreichen. Das gelingt bei einer langfristigen Rendite von 7%. Selbst wenn der Sparplan erst zum Schulbeginn des Kindes abgeschlossen wird, wächst das Kapital in zwölf Jahren auf knapp 25.000 Euro.

Steuerlich gelingt die Optimierung, indem Eltern das Wertpapierdepot auf den Namen des Kindes einrichten. In dem Fall muss der Nachwuchs bis zum 18. Geburtstag keine Steuern auf die Kapitalerträge der ETF zahlen. Mit dem Kinderdepot bekommt der Nachwuchs in den Genuss von steuerlichen Freibeträgen von fast 13.000 Euro pro Jahr (Sparerpauschbetrag 1.000 Euro, Grundfreibetrag 11.604 Euro). Würden die Eltern den ETF im eigenen Depot besparen, verfielen diese Freibeträge komplett.

Kinder dürfen ab 18 auf das Geld zugreifen

Wichtig bei der Gestaltung: Werden die Kinder volljährig, bekommen sie die Verfügungsgewalt über das Vermögen. Sie können dann sofort ohne Beschränkung über das Vermögen verfügen. Darauf weist Mirko Kohlbrecher von Spiekermann & Co aus Osnabrück hin. Wenn die Kinder das Geld weiterarbeiten lassen, dann werden aus den knapp 46.000 Euro bis zum 25. Geburtstag fast 74.000 Euro und die 25.000 Euro verdoppeln sich auf über 50.000 Euro.

Für den Vermögensaufbau eignen sich am besten ETFs, die das Geld auf weltweite Indizes mit vielen Aktien streuen. Die vermeiden, dass Geld in riskante Sektor-Wetten oder Modethemen angelegt wird. Vor allem etablierte und günstige ETF auf Indizes wie MSCI World oder FTSE World bieten sich dafür an. Ebenfalls attraktiv sind Sparpläne in ETF, die regelmäßig Dividenden ausschütten und am besten noch thesaurieren.

Fazit: Es ist möglich, schon mit relativ wenig Kapital ein gutes Startkapital für den Nachwuchs aufzubauen. Der Schlüsselfaktor dafür ist Zeit. Das Modell dürfte auch für Großeltern funktionieren, die einen Sparplan auf einem Kinderdepot für ihre Enkel einrichten.

Hinweis: Eine Online-Rechner, in dem Sie unterschiedliche Spar-Szenarien durchspielen können, finden Sie unter: https://www.zinsen-berechnen.de/sparrechner.php

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