Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
891
Steuern

Kühne Träume von Automation

Die automatische Bearbeitung von Steuererklärungen ist eine Vision, deren Verwirklichung noch lange auf sich warten lässt.
Meldungen über eine automatische Bearbeitung von Steuererklärungen ab 2016 auf breiter Front sind falsch. Automatisch bedeutet: Ein Computer übernimmt die vollständige Prüfung bis zur Ausstellung und Zusendung des gültigen Bescheids. Weder gibt es dafür eine amtliche Planung noch die nötigen technischen Voraussetzungen. Das bestätigen uns verschiedene mit der Materie befasste Fachleute. Und das Bundesfinanzministerium (BMF) versichert FUCHS, dass es sich um einen laufenden Prozess der Verbesserung handelt. „Ein konkreter Zeitpunkt für die Umsetzung eventueller Ergebnisse steht noch nicht fest.“ An der Verfeinerung der Plausibilitätsprüfungen arbeiten Bund und Länder schon seit zehn Jahren. Dass es bereits 2016 zu Durchbrüchen bei ihrer Automatisierung kommen wird, hält die DATEV für ausgeschlossen. Und selbst dann: „Finanzbeamte und Steuerberater werden nicht arbeitslos“. Der Effizienzgewinn falle gar nicht so hoch aus, denn: Bereits heute werden elektronisch eingereichte Lohnsteuererklärungen durchgewinkt. Es erfolgen nur stichweise Plausibilitätsproben. Grund: Laut Deutscher Steuergewerkschaft sind von 130.000 Stellen in den Finanzämtern über 10% nicht besetzt. Übrigens: Das bereits bestehende Angebot zur Automatisierung wird kaum angenommen. So nutzten nach Angaben des Bundeszentralamtes für Steuern gerade einmal 14.000 Bundesbürger die seit März mögliche digital vorbereitete Steuererklärung. Verglichen mit der Gesamtzahl der Steuererklärungen ist das ein Wert im Promillebereich.

Fazit: Die vollautomatische Bearbeitung von Steuererklärungen bleibt vorerst eine Illusion. Zumal die Erfahrungen mit dem gescheiterten ELENA-System schrecken. Der 2012 geplante Elektronische Einkommensnachweis wurde nach acht Jahren Vorarbeit 2010 beerdigt.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Nachhaltigkeit beim Stiftungsvermögen: Tiefe Einblicke und Diversität in Kooperationen

Von Datenlieferanten bis Beratungsnetzwerke: Wie Vermögensmanager ihre Nachhaltigkeitsstrategien stärken

Kollage Verlag Fuchsbriefe © Bild: envato elements
Um die nachhaltige Kapitalanlage zu stärken, setzen Vermögensmanager auf die Zusammenarbeit mit externen Instituten. Eine Analyse der FUCHS | RICHTER Prüfinstanz von 25 Organisationen enthüllt nicht nur eine reiche Vielfalt an Kooperationen, sondern auch signifikante Unterschiede in der Integration dieser Partnerschaften in ihre Nachhaltigkeitsstrategien.
  • Fuchs plus
  • Neue Produktionskette für Chemiefasern

Nachhaltige Polyesterfasern für Japan

Textilien © fomkin20 / stock.adobe.com
Sieben Unternehmen haben eine neue Produktionskette für Chemiefasern aufgebaut und benötigen kein Rohöl mehr in der Produktion. Erste Kleidungsstücke aus diesen Fasern kommen zur Zeit in Japan auf den Markt.
  • Fuchs plus
  • Logistik und Nachhaltigkeit

Elektro-LKW bei Österreichischer Post

Die Österreichische Post hat erstmals zwei Elektro-Lkw im Einsatz. Transportiert werden internationale Sendungen. Damit lassen sich rund 117 Tonnen direkte CO2-Emissionen pro Jahr einsparen.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Risiko: Negative Margen durch schwankende Kurse

Währungsrisiken vermeiden

Wenn Kurse von Währungen schwanken, kann das für Unternehmen bedeuten, dass sie durch zuvor geschlossene Verträge nun Verluste machen. Offene Restzahlungen werden so allenfalls zu einem Risiko. Mit dem richtigen Management kann das vermieden werden.
  • Fuchs plus
  • Neue Wärmepumpe effizient bei unterschiedlichen Temperaturen

Wärmepumpe für die Industrie

Wärmepumpe © 2023 Bundesverband Wärmepumpe (BWP) e.V.
Die ETH hat eine neuartige Wärmepumpe entwickelt, die verschiedene Temperaturen effizient erzeugen kann. Gerade Industriebetriebe könnten großen Nutzen davon haben.
  • Fuchs plus
  • Trendwende-Anzeichen in der Türkei

Notenbank bleibt restriktiv

Der Verfall der Türkischen Lira kennt seit Jahren kein Halten. Gegenüber dem Euro verlor die Devise des Lands am Bosporus mehr als 70% ihres Werts. Die Hoffnungen in die geldpolitische Wende wurden vorerst enttäuscht. Allerdings gewährt der Lira-Rückgang Investoren einen Abschlag auf die Vermögenswerte des Landes. Zusätzliche Chancen winken bei einem Kurswechsel der Währung.
Zum Seitenanfang