Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
0,00 €
1117
Gibraltar

Steueroase mit Verfallsdatum?

Die Steueroase Gibraltar wirbt intensiv um Europas Reiche.
Die Steueroase Gibraltar wirbt intensiv um Europas Reiche. Doch es zittert vor einem EU-Austritt Großbritanniens. Das britische Überseegebiet am Südzipfel der Iberischen Halbinsel muss sich davor fürchten, in Europa gänzlich isoliert zu sein, wenn die „Schutzmacht“ nach einem Referendum aus der Gemeinschaft austreten sollte. Die Beziehungen zum direkten Nachbarn Spanien sind angespannt. Wer die Grenze überschreiten will, fühlt sich angesichts der überlangen Abfertigungszeiten schikaniert. Das 30.000-Seelen-Territorium zieht besonders Finanzdienstleister an. Gründe sind sein günstiger Körperschaftsteuersatz von 10% und Sondersteuersätze für Millionäre und „Gastarbeiter“ mit besonderen Fähigkeiten. Es gibt weder eine Mehrwert- noch Kapitalertrags-, Vermögens-, Erbschafts- oder Schenkungssteuer. Gerade Schweizer Privatbanken und Vermögensverwalter siedeln sich verstärkt in Gibraltar an. Denn wegen dessen EU-Mitgliedschaft via Großbritannien können dort domizilierte Finanzdienstleister Kunden in der EU „bearbeiten“ und ihre Produkte vermarkten (Passporting). Von der Schweiz aus dürfen sie das nicht. Verlässt Großbritannien die EU, entfällt auch das Privileg für Gibraltar. Das könnte den heute schnell wachsenden Finanzplatz in eine ernste Krise stürzen. 8,7 Mrd. Euro werden auf Gibraltar verwaltet. Allerdings: unversteuerte Gelder haben dort schon heute keinen Platz mehr. Gibraltar hat Abkommen zum automatischen Informationsaustausch mit 27 Staaten abgeschlossen. Weitere werden folgen. Dies kann also kein Anlegermotiv für den Gang auf den iberischen Südzipfel (mehr) sein.

Fazit: Auch wenn Gibraltar eine aggressive Anwerbungspolitik für Wohlhabende betreibt und mit extrem attraktiven Steuersätzen lockt: Als Daueraufenthaltsort bietet es wenig und könnte bei einem EU-Austritt der Briten wirtschaftlich schnell wieder abgehängt werden.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • In Kooperation mit der Finanzoo GmbH

Borgwarner verkaufen

Im Musterdepot bei unserem Partner Finanzoo haben wir erneut Handlungsbedarf. Seit März 2019 haben wir Borgwarner im Portfolio und liegen gut im Plus. Nun machen wir aufgrund der Unternehmensmeldungen Kasse.
  • Fuchs plus
  • Kaffee wird teurer

Angebot dünnt aus und Container fehlen

Jetzt wird der Kaffee-Preis heiß. Einerseits mangelt es an Containern zum Transport der braunen Bohne. Andererseits gehen auf der Angebotsseite gut 30 Millionen Sack Kaffee verloren. Der Trinkgenuss dürfte somit bald wieder teurer werden.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Goldrausch erfasst Städte und Länder

Miami zahlt Gehälter in Bitcoin

Miami zahlt Gehälter in Bitcoin. Copyright: Pexels
Bitcoin und Co. sorgen für Schlagzeilen. Rasanter Kursanstieg, heftiger Verfall, Einsteig von Paypal und Tesla – und jetzt ziehen auch noch öffentliche Hände weltweit nach …
  • Fuchs plus
  • Zwei Jahre Haft gegen Zuma beantragt

Südafrika entgleist

Die Zondo-Kommission hat beim Verfassungsgericht eine Haftstrafe von zwei Jahren gegen Ex-Präsident Jacob Zuma beantragt wegen Missachtung des Gerichts („contempt of court“). Zuma weigert sich trotz der Abweisung seiner Einsprüche durch alle Instanzen, einer Vorladung Folge zu leisten. Unterdessen verschärft sich die Wirtschaftskrise Südafrikas zusehends und heizt damit die Krise zusätzlich an.
  • Produktcheck im Video: HB Fonds Substanz Plus

Sicherheit für das Portfolio

Videobesprechung HB Substanz Plus. Copyright: Verlag Fuchsbriefe
Die Hoerner Bank bietet mit dem HB Fonds – Substanz Plus eine Vermögensstrategie an, bei der der mittelfristige Kapitalerhalt im Vordergrund steht. FUCHS-Kapital hat den Fonds näher unter die Lupe genommen. Unsere Analyse gibt es hier in der Videobesprechung.
Zum Seitenanfang