Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
3237
Asien kürzt das Angebot

Zinn wird bald wieder deutlich teurer

In der Industrie ist Zinn nach wie vor ein gefragter Rohstoff. Die Angebotsverknappung sollte sich bald bemerkbar machen. Copyright: Pixabay
Investieren in Zinn, das ergibt gerade Sinn. Denn große Produzenten fahren ihr Angebot gerade massiv zurück. Das ist zwar eine Reaktion auf den stark gefallenen Zinnpreis. Aufgrund der Angebotsverknappung wird der Preis des weißen Metalls aber bald wieder steigen. Darauf können Anleger setzen.

Der Zinnpreis ist seit Monatsbeginn regelrecht eingebrochen. Anfang März kostete eine Tonne des weißglänzenden Industriemetalls noch rund 17.000 US-Dollar. Inzwischen ist Zinn rund 20% günstiger für 13.700 US-Dollar je Tonne zu haben. Zur Einordnung: Vor einem Jahr mussten Händler für einen Tonne Zinn noch mehr als 21.000 US-Dollar auf den Tisch legen. Auf dem aktuellen Kursniveau handelt Zinn so tief, wie seit vier Jahren nicht mehr.

Hintergrund des jüngsten Preisverfalls: Der weltgrößte Zinnexporteur – Indonesien – hatte angekündigt, seine Produktion und Exporte temporär zu beschränken, da derzeit viele Verarbeiter ihre Produktion mangels Nachfrage gestoppt haben. Angaben des indonesischen Handelsministeriums zufolge lagen die Zinnexporte im Februar noch um 34% über dem Vorjahreswert und ebenfalls über dem hohen Januarwert. Zu den aktuellen Preisen arbeiten jedoch viele indonesische Produzenten defizitär. Somit ist die Begrenzung der Exporte ein folgerichtiger Schritt. 

Signifikante Angebotsverknappung

Aus technischer Sicht ist der Zinnpreis bei Kursen zwischen 13.500 und 13.000 US-Dollar je Tonne solide unterstützt. Die Drosselung der Zinnproduktion in Indonesien sollte den Preis auf mittlere Sicht unterstützen. Auch China, mit einem Anteil von rund 32% an der Zinnförderung weltweite Nummer Eins, hat die Zinnproduktion in diesem Jahr erheblich runter gefahren. Sowohl Shaghai Metal Markets, die den asiatischen Zinnmarkt beobachtet, als auch der Branchenverband International Tin Association gehen davon aus, dass diese Angebotsverknappung sich auf mittlere Sicht auf die Preise auswirken dürfte.

Fazit: Zinn handelt auf einem Vier-Jahrestief und in der Nähe einer bedeutenden technischen Kursunterstützung.

Empfehlung: Das weltweite Angebot sinkt. Mit einem ungehebleten Zinn-ETC (Beispiel ISIN: DE 000 PB8 T1N 2) können Anleger an steigenden Zinnnotierungen partizipieren.

Neueste Artikel
  • Gesamtschau und Wochenbericht in KW 29 für PP V, PP VII, PP VIII und PP IX

FUCHS-Performanceprojekte: Risikodisziplin bleibt der entscheidende Erfolgsfaktor

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Vier Projekte, hunderte Anlageentscheidungen und völlig unterschiedliche Strategien. Dennoch zeigt die aktuelle Auswertung der FUCHS-Performance-Projekte ein erstaunlich einheitliches Bild. Nicht die aggressivsten Portfolios stehen vorne, sondern die Manager mit der konsequentesten Risikokontrolle. Während einzelne Häuser spektakuläre Vermögensstände erreichen, überzeugen andere durch außergewöhnliche Stabilität. Lesen Sie hier.
  • Fuchs plus
  • Wochenbericht zu Projekt IX in KW 29: Vermögensverwalter im Belastungstest

BTV, Berliner Sparkasse, Deka und LLB vor der Benchmark

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Das Benchmarkdepot setzt auch in Projekt 9 (Stiftungsportfolio) hohe Maßstäbe. Dennoch gelingt vier Vermögensverwaltern der Sprung über die Referenzmarke. Während die Bank für Tirol und Vorarlberg das Feld beim Vermögensstand anführt, überzeugen Berliner Sparkasse, Deka Vermögensmanagement und die Liechtensteinische Landesbank mit konstant starken Ergebnissen. Die aktuellen Zahlen zeigen, wer Risiken kontrolliert und warum die Mehrheit der Teilnehmer hinter der Benchmark zurückbleibt.
  • Fuchs plus
  • Wochenbericht zu Projekt VIII: Sieben schlagen die Benchmark

Genève Invest, Hansen & Heinrich und FV Frankfurter Vermögen vorne

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Das Benchmarkdepot gilt in Projekt 8 als Messlatte für aktives Fondsmanagement. Dennoch haben sieben Vermögensverwalter den Referenzwert inzwischen übertroffen. Während Genève Invest den größten Vermögensvorsprung erzielt, überzeugt FRÜH & PARTNER mit einer außergewöhnlichen Kombination aus Rendite und Risikokontrolle. Viele bekannte Namen bleiben dagegen hinter dem Maßstab zurück. Die aktuellen Zahlen zeigen, wer echten Mehrwert schafft und wer Anlegern aktuell wenig Mehrertrag bietet.
Zum Seitenanfang