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Vermögensverwaltung 4.0

Aufbruch ins neue Zeitalter

Die Vermögensverwaltung ist eine Spätzünder-Branche. Sie hat erst vor einigen Jahren so richtig damit begonnen, ihre Prozesse zu durchforsten, effizienter zu werden, aber auch zu verstehen, was dem Kunden wirklich wichtig ist. Jetzt drücken Robo-Advisor und Indexfonds auf die Margen. Doch künftig wird es die Branche mit noch ganz anderen Herausforderungen zu tun haben. Für den Kunden bedeutet das vor allem Gutes.

Die Vermögensverwaltung steht vor einem weiteren gewaltigen Umbruch. Nachdem sich kostengünstige „Internet-Berater" (Robo-Advisor) wie beispielsweise Quirion, Liqid, Scalable bereits am Markt etabliert haben, steht nach Ansicht von Profis nun die nächste Stufe an: Die großen US-Konzerne wie Amazon, Google, Facebook, Apple werden die Bühne betreten. Davon ist etwa vwd-Geschäftsführer Udo Kersting überzeugt. Vwd ist ein Datendienstleister und Betreiber einer Handelsplattform für Vermögensverwalter.

Kersting rechnet mit „Apple Invest" in einigen Jahren. Seiner Ansicht folgten auch Christian Hank (Fina Soft) und Kris Grgurevic (niiio) auf der diesjährigen Tagung „Qualität im Vermögensmanagement" der FUCHS | RICHTER PRÜFINSTANZ. Noch sind die hohen regulativen Anforderungen in der Finanzbranche eine hohe Markteintrittshürde. Aber auch diese werde nicht ewig die Plattformen davon abhalten, den Markt anzugehen.

Anlageberatung wird professioneller und kostengünstiger

Für viele Kunden wird die professionalisierte Anlageberatung dadurch nochmals (deutlich) preiswerter. Und auch qualitativ besser. Die Transparenz erhöht sich, es wird mehr und bessere Leistungsvergleiche geben. Es werden sich im Reporting neue Standards herausbilden.

Dennoch wird die persönliche Beratung nicht verschwinden. Im Gegenteil: Auch sie dürfte besser werden. Denn der Wettbewerbsdruck wird die Branche zwingen, sich voll auf ihr Kerngeschäft, die individuelle Beratung zu konzentrieren. Alles andere wird ausgelagert.

Mehr Zeit für den Kunden durch mehr und bessere Technik

Wer als Anbieter überleben will, wird technisch aufrüsten müssen. Nur so bleibt am Ende mehr wertvolle und teure Zeit für den Kunden bleibt. Nach Aussage von Kersting werde heute nur ein Viertel bis ein Drittel der Beraterzeit produktiv für den Kunden genutzt. Aufgrund zahlreicher Systembrüche in der genutzten Software und Hardware (mangelnde Kompatibilität der unterschiedlichen Anbietersysteme) für den Geschäftsalltag sowie der hohen regulatorischen Anforderungen von Seiten der Finanzaufsicht werde unendlich viel Zeit verplempert. Hier habe die Branche noch enorme Effizienzpotenziale, die sich positiv für den Kunden auswirken werden.

 

Fazit:

Am Ende wird eine Mischung aus persönlicher Beratung Unterstützung durch lernende Systeme das Private Banking der Zukunft ausmachen (Hybrid-Beratung). Für die meisten Kunden dürfte es auf jeden Fall ein Qualitätssprung werden.

 

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