Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1814
Umrüstung auf E-Wärme ist enorm teuer

Elektrowärme lohnt sich noch kaum

Der Umstieg auf Elektrowärme statt Erdgas wird für die Industrie lohnt sich für Unternehmen noch lange nicht. Das zeigen Berechnungen von Agora Energiewende für verschiedene Anwendungsfälle. FUCHSBRIEFE werden einen Blick auf die Details.

Die Kosten für einen Umstieg auf elektrische Wärme sind für Unternehmen noch erheblich. Sie liegen zwischen 0,97 Mio. Euro bis 1,3 Mio. Euro pro MWh (thermisch) für eine Wärmepumpe. Das hat die Agora Energiewende errechnet. Hinzu kommen dann sogar noch die Installationskosten. Agora rechnet dabei mit einem Multiplikator von 0,7 bis 1,5 auf den Anlagenwert. Elektrodenkessel kosten etwa 100 bis 250 Euro/ kW. Für die Installation liegt der Multiplikator bei etwa 1,5 des Anlagenwertes. 

Selbst bei niedrigen Temperaturen sind die Kosten für Erdgas heute noch geringer als die von Elektro-Wärme. Das könnte sich aber in wenigen Jahren ändern. Höchsttemperaturwärmepumpen können Wärme bis zu 200°C erzeugen. Über ein Drittel aller industrieller Prozesse kommt mit solchen Temperaturen aus (z.B. Prozesse der Lebensmittelindustrie, der Papierindustrie oder auch in der Gummi- und Kunststoffindustrie.

Höhere Temperaturen mit Strom noch wesentlich teurer

Höhere Temperaturen mit Strom zu erzeugen, ist noch wesentlich teurer. Sie erzeugen Wärme zwischen 200°C und 500°C (benötigt für etwa 10% aller industriellen Wärmeprozesse). Der kostet derzeit aber etwa das doppelte jährlich gegenüber einem erdgasbetriebenen Dampfkessel oder einer Erdgas-KWK-Anlage.

Ein Elektrodenkessel lohnt sich gegenüber Erdgas aktuell nur, wenn Ihre Kunden bereit sind, für dekarbonisierte Produkte einen Aufpreis zu bezahlen. Erst ab 2035 dürften die Kosten von Erdgas und Elektrodenkessel vergleichbar werden. Und das auch nur unter der Voraussetzung, dass die CO2-Preise ab 2030 bei mindestens 100 Euro liegen.

Fazit: Die Wärmeerzeugung mit Strom lohnt sich für Unternehmen noch nicht. Nur für Prozesse bis 200°C sind Wärmepumpen bereits ähnlich teuer wie Gaskessel. Lassen Sie vor einer Investitionen immer eine Energieberatung durchführen. Sie berechnet Amortisationsszenarien für Ihre Investitionen.

Hinweis: Ein neues Förderprogramm wird die Nutzung von Strom zur Wärmeerzeugung bald etwas günstiger machen. Voraussetzung ist, das mit der Umstellung mindestens 40% der Emissionen eingespart werden können. Gefördert werden Projekte ab Kosten von 500.000 Euro bei KMU bzw. ab 1 Mio. Investitionsgröße bei größeren Unternehmen. Das Förderprogramm ist von der EU genehmigt und soll bald starten.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Brückeneinsturz von Baltimore

Hafen von Baltimore wieder geöffnet

Verschwommenes Bild vom Hafen in Baltimore und Bild von einem Sperrschild verlaufen ineinander © Adobe Firefly, KI-generiertes Bild
Der Hafen von Baltimore ist wieder rund um die Uhr geöffnet. Auch größere Schiffe können den wichtigen Umschlagplatz an der Ostküste der USA nun wieder anlaufen.
  • Fuchs plus
  • Stiftungsvermögen 2024: Credo Vermögensmanagement GmbH

CREDO baut Nähe zum Kunden auf

Thumb Stiftungsvermögen 2024, © Grafik Redaktion Fuchsbriefe mit Envato Elements
Eule, Segelboot, Keimling und Füllhalter – mit diesen Bildmotiven begrüßt CREDO auf der Website seine Gäste. Die Eule beobachtet genau, das Segelboot manövriert durch stürmische Zeiten, der Keimling steht für gesundes Wachstum und der Füllhalter soll Unabhängigkeit symbolisieren. Nicht schlecht gelöst. CREDO bedeutet laut Website „Ich glaube". Glauben und Vertrauen seien die wertvollsten Güter, der Ursprung des Unternehmens liege in kirchlichen Mandaten. Das passt perfekt zur Stiftung Fliege.
  • Einblick in den «Trusted Wealth Manager 2024»

Wie Oberbanscheidt & Cie. Transparenz und Kundenvertrauen in Vermögensverwaltung fördert

Grafik envato elements, Redaktion Fuchsbriefe
Die Oberbanscheidt & Cie. Vermögensverwaltungs GmbH mit Sitz in Kleve zeigt sich im neuesten «Trusted Wealth Manager» offen für Transparenz und Kundenkommunikation. Das Unternehmen bekräftigte seine Bereitschaft, Teile des Selbstauskunftsfragebogens zu beantworten, als Ergänzung zum laufenden Monitoring der FUCHS | RICHTER Prüfinstanz, was die Grundlage für eine vertrauensvolle Beziehung zu seinen Kunden bildet.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Europäische Geldpolitik entgleist

EZB wird bald Inflation importieren

Europäische Zentralbank © Michael Zegers / imageBROKER / picture alliance
Die EZB steuert unter Christine Lagarde einen riskanten Glaubwürdigkeitskurs. Im nächsten Monat wird die Europäische Zentralbank die Leitzinsen senken. So wurde es durch Aussagen mehrerer EZB-Ratsmitglieder angekündigt. Das läuft aber konträr zum inzwischen sanft einsetzenden Aufschwung. Die EZB beschwört damit auch die Geister, die sie noch gar nicht losgeworden ist.
  • Fuchs plus
  • Werden Diamanten zu einem Massenprodukt?

Unruhe am Diamantenmarkt

Diamanten könnten zu einem Massenprodukt werden. Diese Entwicklung zeichnet sich beim Blick auf die Entwicklungen am Diamantmarkt ab. Jetzt hat sogar De Beers den Preis für seine Schmuck-Kollektion aus künstlichen Diamanten um 40% gesenkt. Viele Händler nehmen die synthetischen Steine ins Sortiment und hoffen auf ein Mengen-Geschäft.
  • Fuchs plus
  • Profiteur der geopolitischen Spannungen mit China

Japan erlebt ein Wirtschafts-Revival

Japan ist wieder zu einem Anziehungspunkt für Unternehmen, Milliardäre, Touristen und Anleger geworden. Das Land der aufgehenden Sonne erlebt nach mehr als 30 Jahren Stagnation einen Wirtschafts-Frühling. Das liegt auch daran, dass es erhebliche Umschichtungen von China nach Japan gibt.
Zum Seitenanfang