Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
982
Unfall mit Firmenwagen

Fahrlässig ausgeparkt – Gehalt gekürzt

Fahrlässiges Ausparken mit dem Dienstwagen kann für Arbeitnehmer teuer werden. © picture alliance / dpa Themendienst
Ein Urteil, das so manchen Firmenwagennutzer ins Schwitzen bringen wird. Parkt er fahrlässig aus, haftet er. Und das geht schnell.
Parkt Ihr Angestellter mit dem Firmen-Pkw grob fahrlässig aus, haftet er. Das zeigt ein aktueller Fall, der vors Arbeitsgericht ging. Die Mitarbeiterin eines Geldtransport-Unternehmens nutzte einen Renault Kangoo (Kastenwagen) als Dienstwagen. Dieser ist Vollkasko versichert mit einer Selbstbeteiligung von 300 Euro. Das ist passiert: Nach einem Kundenbesuch der Arbeitnehmerin war das Fahrzeug zugeparkt. Vorwärts konnte die Klägerin die Parklücke nicht verlassen. Sie versuchte es rückwärts und fuhr gegen einen Pfeiler. Schaden: 2.054,33 Euro. Die Haftpflichtversicherung zahlt zwar den Schaden, aber der Arbeitgeber blieb auf der Eigenbeteiligung in Höhe von 300 Euro sitzen. Die will er von der Fahrerin erstatten haben. Zu Recht, wie das Arbeitsgericht feststellt. (Urteil AZ. 11 Ca 1707/16) Rückwärtsfahren ist gefährlich, sagen die Richter. Dies gilt erst recht bei einem Kastenwagen, der das Sichtfeld noch weiter begrenzt. Zudem hat die Beschäftigte es unterlassen, den Fahrweg auf Hindernisse zu prüfen. Notfalls hätte sie aussteigen müssen, um das zu checken. Auch das Herauswinken aus der Parklücke durch einen Passanten wäre möglich gewesen. Da die Mitarbeiterin keine Vorkehrungen traf, war ihr Verhalten grob fahrlässig. Konsequenz: Sie muss die Selbstbeteiligung des Arbeitgebers in Höhe von 300 Euro übernehmen. Es war Okay, dass Gehalt drei Monate um 100 Euro zu kürzen. Ein grobes Missverhältnis zwischen Verdienst und Schaden bestand nicht.

Fazit: Liegt bei einem Unfall mit dem Firmenfahrzeug grobe Fahrlässigkeit vor, kann der Arbeitgeber die zu zahlende Selbstbeteiligung bei seiner Vollkaskoversicherung vom Gehalt des Mitarbeiters abziehen.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Liechtensteinische Landesbank AG, TOPS 2020: Beratungsgespräch

Modern und flexibel

Die Liechtensteinische Landesbank konnte im Beratungsgespräch überzeugen. Copyright: Verlag FUCHSBRIEFE
Im konservativen Private Banking hat der Einsatz technischer Hilfsmittel noch immer Seltenheitswert. Bei der LLB treffen wir auf zwei junge, hochmotivierte Berater, die ihre Themen mithilfe von Powerpoint und Bildschirm gut zu veranschaulichen wissen. Auch ein digitales Tool zur Bestimmung des Anlegertyps zeigt, dass das Haus im digitalen Zeitalter angekommen ist. Im Beratungsprozess sehen wir kundenorientiertes und auf unsere Situation abgestimmtes Private Banking mit flexiblen Ideen zur Integration unserer verschiedenen Ziele. Hier würden wir unser Geld durchaus anlegen.
  • Fuchs plus
  • In aller Kürze

Eigentümerliste ohne Email

Verwalter von Wohnungsteigentümer-Gemeinschaften müssen auf Verlangen von Eigentümern bestimmte Daten herausgeben. Doch welche?
  • Fuchs plus
  • Windkraft - günstiger Abriss für Türme

Günstiger Abriss von Windkrafttürmen

Ein deutsches Unternehmen hat eine günstige Technik für den Abriss von Windkrafttürmen entwickelt. Die Arbeiten können dadurch von sechs bis acht Wochen auf wenige Tage verkürzt werden. Die Kosten sinken stark...
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Schweinpest in China bringt Marktverwerfungen weltweit

Hoffnung auf fette Gewinne mit magerem Schwein

In China wütet die Schweinepest. Copyright: Pixabay
China hat die Schweinpest. Und andere haben Schwein. Das können sie jetzt zu immer höheren Preisen nach China verkaufen. Denn die Nachfrage ist konstant hoch. Warum ein Einstieg jetzt günstig ist.
  • Fuchs plus
  • Vorgezogener Importstopp befürchtet

Der Nickelpreis ist vorerst ausgereizt

War das ein Tempo, mit dem der Preis für Nickel nach oben schoss. Doch jetzt stockt die Rally. Dabei droht aus Indonesien ein Ausfuhrstopp ....
  • Fuchs plus
  • Die Haltung der Bundestagsfraktionen zu Kryptogeld (2): Die Grünen

Kryptowährungen als inklusives Geld

Die Grünen haben ihr Image als Verbotspartei weg. Doch in Sachen Kryptowährung ist das Urteil fehl am Platz. Hier ist die Partei offen für Aaahs und Ooohs. Denn sie sehen einen besonderen Nutzen.
Zum Seitenanfang