Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
0,00 €
1132
Integrität von Menschen leicht angreifbar

Gefährliche Gesichtserkennungs-App

Gesichtserkennungssoftware wird nicht nur von Behörden und Geheimdiensten gerne benutzt. Sie hat auch privat einen hohen Spaßfaktor. Insbesondere, wenn sich den erkannten Personen anderen Gesichter überstülpen lassen. Doch dann hört der Spaß auch schnell auf. Eine Software aus China landete selbst in Peking beinahe auf dem Verbotsindex.

Gesichtserkennungssoftware entwickelt sich zu einer gefährlichen Waffe. Sie kann Personen in ihrem Kern zerstören: in ihrer (Menschen)würde. Die Integrität eines lässt sich mit wenigen Klicks inzwischen.

Die bedenkliche, kommerziell erhältliche Software kommt aus China. Und selbst dort sieht man den Einsatz mit großen Bedenken. Das Ministerium für Industrie und Information in Peking hat dazu Stellung bezogen. Ein Software-Entwicklungsunternehmen schrammte nur knapp an einem Verbot zum Vertrieb bestimmter Software durch das Ministerium vorbei. Es wurde aber öffentlich aufgefordert „sein Geschäftsmodell zu berichtigen und zu verbessern".

Die Rede ist von der Zao-App. Die Software ermöglicht es, Gesichter zu erkennen und zugleich drastisch zu verändern. Dem Gesicht einer Person können im Nu die Gesichtszüge einer anderen Person „übergestreift" werden. Das Zao-Programm war nach kurzer Zeit am Markt die am meisten heruntergeladene App (Application = Softwareprogramm) in China.

Computer-Software zur Gesichtserkennung und Auswertung der Datenbestände ist selbst in China nicht unumstritten.

Der Spaß an der Sache hört schnell auf. So sieht das Ministerium in Peking die Gefahr, dass Gangstern oder Unfallopfern die Gesichtszüge unbeteiligter Dritter verliehen werden. Dazu reichen wenige Selfie-Bilder dieser Person aus. Oder: Einer Person, die ein Bordell betritt, können die Gesichtszüge eines Bekannten oder des eigenen Chefs übergestreift werden. Dessen Integrität wiederherzustellen, ist im Netz ein beinahe aussichtsloses Unterfangen.

Fazit

Aus Spaß wird Ernst – dies kann man bei den Möglichkeiten, die Software heute bietet – mit Fug und recht sagen. Das Problem: Es gibt keine Möglichkeit, Missbrauch wirklich zu verhindern.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Japanischer Yen mit starkem Wochenverlauf

Beflügelnde Tendenzen

In Japan freute man sich in der vergangenen Woche gleich über eine Vielzahl von Gute-Laune-Nachrichten. Das stärkte den Yen sowohl zum Euro als auch zum Dollar.
  • Fuchs plus
  • In Kooperation mit der Finanzoo GmbH

Chemiekonzern Tosoh verkaufen

Der japanische Chemiekonzern Tosoh liegt seit längerem in unserem Finanzoo-Depot. Die automatische Bilanzanalyse zeigt, dass die Aktie weiter fundamental unterbewertet ist. Dennoch trennen wir uns von dem Wert.
  • Fuchs plus
  • Neues Verfahren zur Stahlgewinnung setzt sich durch

Umweltfreundliche Stahlproduktion auf dem Vormarsch

Die Produktion von Stahl ist auch die Produktion von CO2. Oder besser gesagt: war. Denn ein schon lange in der Erprobung befindliches umweltschonendes Verfahren schafft gerade den Durchbruch.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Bison.de und Bitcoin.de: Zwei, die sich ergänzen

Den richtigen Krypto-Handelsplatz finden

In Deutschland lassen sich Kryptowährungen ur auf zwei Handelsplätze kaufen und verkaufen. FUCHS-DEVISEN nehmen unter die Lupe, welcher sich (wofür besser) eignet. Dazu ziehen wir drei Kriterien heran.
  • Der 17. Private Banking Gipfel - Teil 2

Der diesjährige Vermögensmanager Test

Teil 2 des 17. Private Banking Gipfels im Video. Copyright: Verlag Fuchsbriefe
Alljährlich schickt die FUCHS | RICHTER PRÜFINSTANZ ihre Testkunden zu Banken und Vermögensverwaltern. Die Besten werden jeden November auf dem Private Banking Gipfel ausgezeichnet. Wie der diesjährige Test ablief? Sie erfahren es im zweiten Teil unseres Gipfel-Videos!
  • Fuchs plus
  • Ein Ausweg in Sicht, der keiner ist

Unruhige Wochen für Euro, Zloty, Forint

Das durch die veränderten Mehrheitsverhältnisse erstarkte EU-Parlament hat den Regierungen eine Verschärfung des Rechtsstaatsmechanismus abgetrotzt, die für dien Regime in Budapest und Warschau nicht hinnehmbar ist. Eine Kompromisslinie ist nicht erkennbar. Nun sind zumindest alternative Drohszenarien gefragt.
Zum Seitenanfang